Geschichte der Auslandshilfe

Geschichte der Auslandshilfe in Jahreszahlen

Die AUSLANDSHILFE des Bundes Freier evangelischer Gemeinden besteht in 2019 schon seit 30 Jahren. Im Jahr 1989 bat die Bundesleitung Pastor Paul Lenz, die in manchen Gemeinden und im Bund Freier evangelischer Gemeinden bereits bestehenden Hilfsinitiativen für Rumänien und weitere Staaten des damaligen Ostblocks ehrenamtlich zu koordinieren und neu zu ordnen.

Die wichtigsten Ereignisse dieser Jahre erfahren Sie hier. Indem Sie auf die Überschriften in den grauen Feldern klicken, können Sie anhand der einzelnen Artikel die Ereignisse dieser Zeit nachempfinden.

Weitere Details finden Sie auch unter den Menüpunkten „Historie“ bei den Einrichtungen.


seit 2015 - Leiter: Jost Stahlschmidt

2019: 30 Jahre Auslandshilfe - Darum helfen wir

2019: 30 Jahre Auslandshilfe - Christsein heute 12/2019

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2016: Bundesjugendprojekt: Transporter für „Zeichen der Liebe“

Das Bundesjugendprojekt ermöglicht einen Transporter für das Tagesförderzentrum “Zeichen der Liebe” – seit 2013 Förderprojekt der Bundesjugendarbeit. Mit dem Bundesjugendtreffen 2015 wurde das Bundesjugendprojekt bis 2018 verlängert. Nun konnte die Auslandshilfe mit Hilfe der Spenden aus der Bundesjugendarbeit einen gebrauchten 9-Sitzer VW-Transporter mit Hebebühne für das Tagesförderzentrum “Zeichen der Liebe” erwerben. Dieses Fahrzeug wird eine große Erleichterung beim Transport der Tagesbewohner sein. Sie werden täglich aus den Dörfern der Region abgeholt und wieder zurück gebracht.

Danke an alle Jugendkreise unserer Gemeinden, die das Bundesjugendprojekt unterstützen.

2015: Doppelt so viele Mütter mit Kindern wie zuvor

Doppelt so viele Mütter mit Kindern wie zuvor

Am 25. Sept. 2015 haben wir den Anbau des Mutter-Kind-Zentrums (MKZ) “Lebenszeichen” eingeweiht. Nun können 12 Mütter mit 14-16 Kindern aufgenommen werden, doppelt so viele wie zuvor. Die jüngste Mutter kam Ende des Jahres mit 15 Jahren hochschwanger ins MKZ, hat vor drei Monaten ihr Kind zur Welt gebracht und darf bis zum 18. Lebensjahr bleiben. Mittlerweile ist das MKZ voll belegt. Neue Mitarbeiterinnen konnten eingestellt werden.

Aktuell wird ein Mitarbeiter gesucht, der das MKZ technisch betreuen kann. Natürlich werden auch die Betriebskosten erheblich steigen. Das ist für das MKZ eine enorme finanzielle Herausforderung. Danke, wenn Sie dabei mithelfen, Müttern mit ihren Neugeborenen im MKZ einen Weg in ein selbständiges Leben zu ebnen.

2015: Anbau eingeweiht

Endlich mehr Platz für Mütter mit ihren Neugeborenen. Am 25. September konnte der Anbau des Mutter-Kind-Zentrums „Lebenszeichen“ eingeweiht werden. Vom Baubeginn im November 2014 bis Augst 2015 wurde er in Rekordzeit fertiggestellt. Gleichzeitig wurde das alte Gebäude komplett renoviert, teilweise umgebaut und das Dach neu gedeckt.

Damit vergrößert sich diese für Bukarest so wichtige diakonische Einrichtung räumlich um mehr als das Doppelte: von 400 auf jetzt 900 m² Wohnfläche. Zwölf Mütter mit insgesamt sechzehn Kindern können nun maximal aufgenommen werden. Jede Mutter wird sechs Monate durch eine Mütterschule begleitet und auf ein selbständiges Leben mit ihrem Kind vorbereitet. Großen Dank an alle Unterstützer von „Lebenszeichen“.

Bei der Einweihung: die ehemalige Direktorin des Mutter-Kind-Zentrums, Emanuela Chiritescu, zwischen Jost Stahlschmidt (Mitte) und dessen Vorgänger Dieter Happel (rechts)
MKZ Lebenszeichen - mit Anbau 2015
Mehr als doppelt so viel Platz für Mütter und Kinder: der neue Anbau

2015: Erweiteres Zuhause für Mütter mit Kindern in Bukarest

Erweiteres Zuhause für Mütter mit Kindern in Bukarest

In Rekordzeit, vom Baubeginn im November 2014 bis zum 31. Juli 2015, wurde der Anbau des Mutter-Kind-Zentrums „Lebenszeichen“ fertiggestellt. Dazu kam der Teilumbau und die Renovierung des bestehenden Gebäudes und die vollständige Erneuerung des Daches. Für die Mütter mit ihren Kleinkindern und besonders auch für die Mitarbeitenden stellte vor allem die letzte Bauphase eine enorme Belastung dar. Da es keine Möglichkeit gab, zwischenzeitlich auszuziehen, mussten sie ständig innerhalb des Hauses umziehen.

Der junge Bauleiter Otniel und der ebenfalls junge Bauunternehmer Daniel sahen sich über die Bauzeit hin unerwarteten Herausforderungen gegenüber. Die vorgesehene Bauzeit sollte möglichst eingehalten, die Kosten niedrig gehalten werden bei gleichzeitig bestmöglicher Qualität. Zusätzliche Hilfstransporte von Wissenbach lieferten Fliesen, Putz, Farbe, anderes Baumaterial und Mobiliar zur Ausstattung des Anbaus. Herausgekommen ist ein ansehnlicher, moderner, wohnlicher Komplex, in dem nun zusätzlich sechs Mütter mit acht Kindern ein vorübergehendes Zuhause finden können und durch eine 6-monatige Mütterschule begleitet werden.

Am 25. September wird das erweiterte Mutter-Kind-Zentrum „Lebenszeichen“ feierlich eingeweiht werden. Wir hoffen sehr, dass das Mutter-Kind-Zentrum“ mit dieser Erweiterung einmal mehr ein besonderes Zeichen des Lebens in Bukarest setzen kann.

Besonderes Anliegen für die weitere erfolgreiche Arbeit von „Lebenszeichen“ sind zusätzliche pädagogische Fachkräfte, die sich mit der Arbeit von „Lebenszeichen“ identifizieren können. Dazu wird es unerlässlich sein, die ohnehin niedrigen Gehälter der Mitarbeitenden der Lohnentwicklung in Rumänien anzupassen. Das fordert uns als Auslandshilfe des Bundes wiederum finanziell heraus.

2015: „Ein bisschen wie im Himmel“

„Ein bisschen wie im Himmel“

Ehepaare Blöcher und Stamer mit den Müttern

(Mai 2015) Nun schon zum sechsten Mal sind mein Mann Knuth und ich mit Unterstützung von Gernot und Daniela Blöcher aus der FeG Stuttgart nach Bukarest gereist, um dort die Kontakte zum Mutter-Kind-Zentrum „Lebenszeichen&ldqou; zu pflegen und vor Ort zu helfen. Wir sind dankbar, dass der Anbau für die Übergangswohnungen nun viel schneller als geplant vorangeht. Vermutlich wird er im Sommer bezugsfertig sein.

Am ersten Tag halfen wir beim Verteilen der „Pakete zum Leben“ und gesammelter Kleidung an arme Familien. Außerdem unterstützten das Team bei der „Mother´s School“, einem Programm für ehemalige Mütter. Es tut gut mitzuerleben, wie die Mütter sich Kleidung aussuchen, die aus Deutschland geschickt wurde, und dankbar sind für die notwendigen Lebensmittel. Mich selbst freut es, wenn ich sehe, wie die Babys herangewachsen sind und es ihnen gut geht, weil sich &bdqou;Lebenszeichen“ darum gekümmert hat.

Am zweiten Tag schulte mein Mann das Mitarbeiterteam zum Thema „Umgang mit suizidalen Krisen“ und wir anderen waren unterdessen mit den Müttern und Babys zu einem Kreativprogramm verabredet.

Ein besonderes Erlebnis war, als eine der Mütter, die bei „Lebenszeichen“ zum christlichen Glauben gefunden hat, ein Lied aus unserer Gemeinde vorzusingen. Im Haus wurde eine fünfsaitige Gitarre gefunden und so gut es ging gestimmt. Wir deutschen Besucher überlegten parallel zu den rumänischen Müttern, welches Lied wir vortragen könnten. Keiner wusste, was die anderen aussuchen würden.

Als wir „Our God is an awesome God“ vortragen wollten, stimmten die Frauen in Rumänien ein, denn sie hatten exakt das gleiche Lied ausgesucht. Nur heißt der Text dann „Dumnezeu e taria mea“. Also sangen wir gleichzeitig zweisprachig. Danach waren wir alle sehr bewegt und es war „ein bisschen wie im Himmel“. Denn Gott hatte uns beschenkt durch seine spürbare Gegenwart.

Beeindruckt hat mich, wie die Mitarbeiter mit den oft scheinbar aussichtslosen Geschichten der alleinerziehenden Mütter umgehen. Manchmal sind sie selbst zu Tränen gerührt, wenn sie mir erzählen, wie diese Mütter verstoßen werden, durch Gewalt von alkoholabhängigen Männern gedemütigt sind oder teilweise als Schwangere direkt aus Kinderheimen kommen.

Aber die Mitarbeiter halten daran fest und haben die erfahrung gemacht: „Gott kann so viel mehr tun, als wir uns vorstellen können. Das ist unsere einzige Hoffnung. Darum betet, dass es immer wieder gute Wege in die Zukunft gibt für diese Frauen und ihre Kinder!“

Ingrid Stamer, FeG Wetzlar

2015: Jost Stahlschmidt neuer Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe

Freude hat Gott an dir

Verabschiedung von Dieter Happel als Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe
und Diensteinführung des neuen Leiters Jost Stahlschmidt

„Freude“ – dieses Motto stand über der Feier am 1. Februar 2015 in der FeG Koblenz. Und es blieb nicht nur ein Motto, sondern die Freude war auch spürbar unter allen Anwesenden: Freude über den Festtag und alle Begegnungen, Freude darüber, dass Gott die Arbeit der Auslands- und Katastrophenhilfe in den letzten Jahren unter Dieter Happel gesegnet hat, Freude darüber, dass Dieter Happel nun in den Ruhestand gehen kann und wir die Arbeit bei Jost Stahlschmidt unter einer guten Leitung wissen, sodass sie mit Gottes Segen fortgeführt werden kann.

Präses Ansgar Hörsting hatte daher allen Grund, in seiner Predigt über die Freude zu reflektieren. „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ – so heißt es in Ps. 16,11. Es ist keine oberflächliche Freude, sondern eine Freude, die Gott uns schenkt, die von innen heraus kommt. Sie gibt uns Motivation, denn „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“ (Neh. 8,10). Sie zeigt uns im Blick auf Gott die richtige Perspektive und ermöglicht es uns, im Wissen um seine Leitung und seinen Segen entkrampft unserer Berufung zu folgen. Auch in schwierigen Zeiten gilt: „Wer nur den lieben Gott lässt walten, … den wird er wunderbar erhalten…“. Das macht uns dankbar und erfüllt uns mit Freude.

Bei aller Freude schwang auch etwas Wehmut mit, denn anschließend hatte die Gemeindeleitung der FeG Koblenz Jost Stahlschmidt als Pastor zu verabschieden. Da er aber in Koblenz bleibt, geht er als Pastor und bleibt als Bruder.

Heinz Gimbel verabschiedete anschließend Dieter Happel, indem er einen kurzen Rückblick auf dessen Arbeit sowohl in den verschiedenen Bundesgremien als auch als Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe hielt. Mit Blick auf die Zukunft wünschte er ihm: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben“ (Röm15,13).

Bundes-Geschäftsführer Klaus Kanwischer leitete die Einsegnung von Jost Stahlschmidt mit dem Zuspruch aus Jes. 60,2 ein: „Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“

Mit Gebet und Segen wurde Jost Stahlschmidt anschließend in seinen neuen Dienst berufen. Welch herrliche Zusage hat Ansgar Hörsting am Ende seiner Predigt im Blick auf die neuen Lebensabschnitte von Dieter Happel und Jost Stahlschmidt ausgesprochen: „Freude hat Gott an dir. Gott wird dir Freude schenken“.

Agnes Jäger, Manfred Cron
Mitglieder im AK Auslandshilfe

2008 - 2015 - Leiter: Dieter Happel

2014: Jost Stahlschmidt zum neuen Referenten gewählt

Große Übereinstimmung und fast einstimmige Entscheidungen prägten die Herbstsitzung des Bundesrates der Freien evangelischen Gemeinden am 18. Oktober 2014 in der FeG Gummersbach-Dieringhausen. Pastor Jost Stahlschmidt (FeG Koblenz) wurde von den 109 Mitgliedern des Gremiums zum neuen Referenten der FeG Auslands- und Katastrophenhilfe gewählt. Der Aufgabenbereich dieses Referats wurde um den Arbeitsbereich Diakonie erweitert. Dazu gehören die Förderung der diakonischen Aktivitäten in den Gemeinden und die Leitung der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft im Bund der Freien evangelischen Gemeinden. Der 55-jährige Theologe bringt als ehemaliger Leiter des internationalen Diakoniecafés „Why not“ in Hamburg Erfahrungen mit. Durch seine Pastorendienste in Siegen, Marburg und Koblenz sowie seine Zeit als Kreisvorsteher des Mittelhessenkreises und seine langjährige Zugehörigkeit zum Bundesrat ist Stahlschmidt bestens vernetzt.

Bei seiner Vorstellung sagte er, für den Bund FeG sei es wichtig, in den armen Ländern Europas angesichts der Not, weiterhin einen „kleinen, aber bedeutenden Beitrag zu leisten und Zeichen der Liebe zu setzen“. Außerdem wolle er den Gemeinden helfen, „biblisch-theologisch reflektiert diakonisch aktiv zu werden“.

Jost Stahlschmidt tritt die Nachfolge von Dieter Happel an, der dann in den Ruhestand geht.

Am 1. Februar 2015 findet die offizielle Verabschiedung von Dieter Happel und die Einführung von Jost Stahlschmidt in der FeG Koblenz statt.

2014: Projektwoche bei „Zeichen der Liebe“, Gotse Delchev

Diakonie – aus Liebe zum Menschen – so haben Mitarbeiter der Lobetalarbeit e.V. ihren Bericht zur Projektwoche im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien überschrieben

(Okt. 2014) Seit sieben Jahren bestehen eine Partnerschaft zwischen „Zeichen der Liebe“ und der Lobetalarbeit e.V. in Celle. Es sind keine Hilfsmittel oder Spenden, die in Gotse Delchev ankommen. Es ist in erster Linie die Arbeit mit behinderten Menschen, die die Mitarbeiter mit dem Zentrum und den engagierten Kollegen vor Ort in der konkreten Aufbauarbeit verbindet. Vor einigen Jahren noch lebten Menschen mit Behinderungen versteckt in Hinterhöfen. Als das Tagesförderzentrum mit Hilfe der Freien evangelischen Gemeinden und dem Projekt „Kinder helfen Kindern“ gebaut wurde, war die Spendenbereitschaft groß. Auch gutes Personal konnte schnell gefunden werden. Jedoch fehlte noch das Know-how, mehrfach behinderte Kinder zu fördern und nicht nur zu betreuen.

Am Beginn der Partnerschaft kannten die Mitarbeiter in Gotse Delchev die folkloristische Tradition mit ihren Tänzen und bunten Kostümen, die bei allen Festen und Feiern zum Einsatz kamen. Es fehlte aber die Würdigung des einzelnen behinderten Menschen. Er kam mit seinen besonderen Gaben nicht zur Geltung. Es wirkte befremdlich, dass die Behinderung mit einer schönen Tracht vertuscht wurde.

Durch die Arbeit mit Orffschen Instrumenten entdeckten Mitarbeiter und Kinder ihre eigenen Fähigkeiten. Inzwischen ist es normal, dass mit Glockenspiel, Trommeln, Schellenkränzen usw. musiziert wird. Eigene Klanggeschichten entstehen. Kostüme oder Trachten treten eher in den Hintergrund. Dieser Bereich wurde auch in diesem Jahr während der Projektwoche von dem Musikpädagogen Peter Schulze geschult. Der Sportlehrer Hans-Joachim Jacobs arbeitet eng mit den Krankengymnasten zusammen. Mit psychomotorischen Übungen und Bewegungen entwickeln die Kinder einen Bezug zu ihrem Körper und den einzelnen Körperteilen. Das Sprungtuch, das große Trampolin oder Reifen werden eingesetzt. Oft wird Psychomotorik mit Liedern und Kreisspielen kombiniert.

Vor zwei Jahren wurde im Förderzentrum „Zeichen der Liebe“ eine Tagesstruktur gegründet. Hiermit ist ein großer Schritt in Richtung Inklusion getan. Die jungen Erwachsenen können nach Beendigung der Schulpflicht weiter gefördert werden.

Die Gärtnerin und Floristin Karin Mickoleit hat bei der diesjährigen Projektwoche Schlüsselanhänger aus Holz und bedruckte Taschen mit dem Logo von „Zeichen der Liebe“ mit den Betreuten und den Mitarbeitern angefertigt. Diese finden einen reißenden Absatz. In den Gewächshäusern werden Tomaten und Gurken angepflanzt und in der Saison bis zu 70 kg täglich vermarktet, auch an die örtlichen Restaurants. Es ist gute Bio-Ware, die gerne genommen wird.

Renate Pannen, die ihren Mann, den Projektleiter Johannes Pannen bereits seit Beginn unterstützt, schulte Seidenmalerei und Servietten-Technik. Durch die jahrelangen Beziehungen ist ein Miteinander gewachsen, die sprachlichen Barrieren werden durch das gemeinsame Tun überwunden. Ein A-Moll-Akkord auf der Gitarre ist einheitlich auf der ganzen Welt. Hübsche Schlüsselanhänger finden überall einen guten Absatz.

Inklusion findet auf verschiedenen Ebenen statt. Zunächst ist es die Stärkung des Selbstwertgefühls jedes einzelnen. Danach geht der Blick nach außen, in die Gesellschaft. Auch im „Zeichen der Liebe“ geht Inklusion nur schrittweise voran. Beim Tag der offenen Tür zum Abschluss der Projektwoche interessierten sich Schulklassen und ein Leiter einer Grundschule für die Arbeit. Hier wird eine Zusammenarbeit angebahnt. In diesem Jahr wurde wieder eine CD mit Kinderliedern erstellt und kann nun an Kindergärten und Schulen verschenkt werden. Auf diese Weise ist das Begrüßungslied “Guten Morgen in diesem Haus“ auf Bulgarisch gesungen nun ein Multiplikator.

Der Tag während der Projektwoche beginnt mit einem kurzen Briefing der verschiedenen Teams untereinander. Er endet mit einem Abschlusskreis. Alle Mitarbeiter, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen kommen um 15:30 Uhr zusammen. Einige Lieder werden gesungen und als Schlusslied erklingt jeden Tag das Segenslied von Rolf Krenzer “Gottes Segen sei mit dir“. Das fröhliche Singen und Tanzen soll allen Betreuten vor der Fahrt in ihre Dörfer oder in die Stadt ein gutes Gefühl vermitteln und sie mit Freude im Herzen verabschieden.

2014: Liquidation der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“

Am 10.05.2014 fand eine Sitzung des Stiftungsrates von „Zeichen der Hoffnung“ mit dem folgenden Ergebnis statt:

Die formale Ausgestaltung der Arbeit in Bulgarien hat einen Abschluss gefunden, der uns alle beruhigt und glücklich macht. So konnte in der Sitzung des Stiftungsrates am 10.05.2014 die Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ gelöscht werden, ohne dadurch die praktische Arbeit zu beeinflussen. Im Vorjahr wurde das operative Geschäft bereits in die Stiftung „Zeichen der Liebe“ als neue Dachorganisation für die gesamte Arbeit in Gotse Delchev überführt.

Diese überflüssig erscheinenden und zudem langwierigen Formalien waren notwendig geworden, da durch die Rechtsverhältnisse bei der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ Einflüsse auf die Arbeit möglich waren, die unseren Grundsätzen und unserer christlichen Motivation entgegenstanden. Dies konnte nur abgewehrt werden, indem wir diese Stiftung durch entsprechende Mehrheitsentscheidungen beendeten, um sie in einem anderen juristischen Rahmen bei „Zeichen der Liebe“ einzugliedern. Nach mehrjährigen akribischen Bemühungen und mit starker Unterstützung wohlwollender rechtlicher Beratung in Bulgarien hat dieser letzte Schritt zum Erfolg geführt. Dafür sind wir sehr dankbar.

2014: Sitzung des Vorstandes „Zeichen der Liebe“ und Entwicklung im Tagesförderzentrum

Ehrenbürgerschaft

In seiner Dankesrede stellte Friedhelm Loh durch einen Blick auf den Beginn der Arbeit den Einsatz von Paul Lenz vor, der als Pastor im Ruhestand durch sein nachdrückliches Engagement die Arbeit in Gotse Delchev vorantrieb. Dieter Happel stellte in den Mittelpunkt seiner Dankesworte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sowie all diejenigen, die ihn aus Deutschland unterstützen. Ohne dieses breite Engagement wäre eine solche diakonische Arbeit undenkbar. Beide Redner machten deutlich, dass es letztlich Gottes Liebe ist, die sie und alle Mitbeteiligten antreibt, Menschen zu helfen, die mit Lebensumständen fertig werden müssen, die bei uns in Deutschland nicht mehr vorstellbar sind.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt wurden Paul Lenz und Johannes Pannen mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet, sowie Karl Gerhard Köser mit einer besonderen Ehrung gewürdigt.


Liquidation der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“

Nach dem Feiern folgte die Arbeit, deshalb fand am 10. Mai eine Sitzung des Stiftungsrates von „Zeichen der Hoffnung“ mit dem folgenden Ergebnis statt: Die formale Ausgestaltung der Arbeit in Bulgarien hat einen Abschluss gefunden, der uns alle beruhigt und glücklich macht. So konnte in der Sitzung des Stiftungsrates die Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ gelöscht werden, ohne dadurch die praktische Arbeit zu beeinflussen. Im Vorjahr wurde das operative Geschäft bereits in die Stiftung „Zeichen der Liebe“ als neue Dachorganisation für die gesamte Arbeit in Gotse Delchev überführt. Diese überflüssig erscheinenden und zudem langwierigen Formalien waren notwendig geworden, da durch die Rechtsverhältnisse bei der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ Einflüsse auf die Arbeit möglich waren, die unseren Grundsätzen und unserer christlichen Motivation entgegenstanden. Dies konnte nur abgewehrt werden, indem wir diese Stiftung durch entsprechende Mehrheitsentscheidungen beendeten, um sie in einem anderen juristischen Rahmen bei „Zeichen der Liebe“ einzugliedern. Nach merhjährigen akribischen Bemühungen und mit starker Unterstützung wohlwollender rechtlicher Beratung in Bulgarien hat dieser letzte Schritt zum Erfolg geführt. Dafür sind wir sehr dankbar.

Nach der liquidierung der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ und der Eingliederung dieser Arbeit in „Zeichen der Liebe“ konnte der Vorstand 4 deutsche und 3 bulgarische Mitglieder, mit neuen bzw. zusätzlichen Aufgaben an die Arbeit gehen. Eine Tagesordnung mit insgesamt 10 Punkten und vielen Unterpunkten war zu bearbeiten, sodass der Tag gut gefüllt und arbeitsintensiv war.

Tomatenanbau im Gewächshaus

Wir sind über die Arbeit im Zentrum „Zeichen der Liebe“, die mit großem Einsatz und gutem Teamgeist geleistet wird, immer wieder dankbar und freuen uns über jeden Besuch, den wir in Gotse Delchev machen können. So waren wir sehr erfreut, die ersten Tomaten und Gurken in den Foliengewächshäusern wachsen zu sehen, die im Rahmen der therapeutischen Arbeit mit erwachsenen Behinderten gepflanzt und gepflegt werden.

Die Gewächshäuser waren unter Mithilfe der ersten von insgesamt 3 vorgesehenen Baufreizeiten des Bundesjugendprojektes in diesem Jahr für die Bepflanzung vorbereitet worden. Durch die Freude und die tiefen Eindrücke ließen sich die Jugendlichen aus Deutschland, die auf der ersten Baufreizeit dabei waren, auch bei teilweise schlechtem Wetter nicht von der Arbeit abhalten. Wir hoffen, dass diese Motivation für die noch ausstehenden Freizeiten ansteckend wirkt und danken allen Mitwirkenden.

2014: Baufreizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes „Zeichen der Liebe“

Im Rahmen des Bundsjugend-Projektes fanden in diesem Jahr drei Baufreizeiten mit Jugendlichen der Freien evangelischen Gemeinden Kaiserslautern, Breidenstein, Bad Endbach und Günterod bei „Zeichen der Liebe“ statt:

Baufreizeit der FeG Kaiserslautern

In der Zeit vom 15. – 23.04.2014 war eine Gruppe Jugendlicher aus der FeG Kaiserslautern im Rahmen des Bundesjugendprojektes zu einer Baufreizeit in Gotse Delchev, Bulgarien bei „Zeichen der Liebe“. Während dieser Zeit ging es neben der Arbeit im Tagesförderzentrum natürlich darum, ein wenig Land und Leute kennen zu lernen. Der langjährige Projektleiter Johannes Pannen hat die Gruppe begleitet, die Arbeiten koordiniert und seine Frau Renate Pannen hat die Versorgung übernommen. Die jungen Leute waren sehr motiviert und engagiert bei der Arbeit. In der nächsten Zeit werden auf der Internetseite des Bundesjugendprojektes Informationen über die Erfahrungen veröffentlicht.
Hier einige O-Töne von der Leitung und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus „Zeichen der Liebe“ über diese gemeinsame Zeit: Das orthodoxe Osterfest war in diesem Jahr zur gleichen Zeit wie das Osterfest in Deutschland. Deshalb konnte die Gruppe auch an den „normalen“ Veranstaltungen des Zentrums teilnehmen.

1. Ostern:

Leider hat es in den Tagen vor Ostern viel geregnet und wir konnten den geplanten Osterbasar im Stadtpark nicht verwirklichen. Deshalb haben wir einen Basar im Tageszentrum organisiert. Am Gründonnerstag war Pastor Stefan Zarev vom Stiftungsvorstand bei uns und hat in der Aula für die Kinder und das Personal eine Geschichte über Gott und die Menschen erzählt. Wir hatten außerdem einen Besuch von einem Kindergarten und von der Baptistengemeinde aus Gotse Delchev. Am Nachmittag wurden die Ostereier bemalt und alle behinderten Kinder und die Erwachsenen haben je ein Osterbrot als Geschenk vom Tageszentrum bekommen.

2. Baufreizeit:

Wir finden es wirklich toll, wie die Jugendlichen trotz des Regens kräftig draußen gearbeitet haben. Wir sind ihnen sehr dankbar für die Hilfe und für die Motivation, für die behinderten Menschen zu arbeiten. Während der Baufreizeit hatten wir einen Besuch vom regionalen Fernsehen “Zapad”. Die Jugendlichen wurden aufgenommen, wie sie im Regen arbeiteten, Johannes Pannen und Kenneth, einer der jungen Leute aus Deutschland, wurden interviewt. Am nächsten Abend wurde dieser Bericht zweimal in den Abendnachrichten gesendet. Für uns war es eine große Freude, die Jugendlichen kennenzulernen. Wir konnten wirklich viel von der Motivation und von der Hilfsbereitschaft der Jugendlichen lernen.

3. Gewächshäuser:

Die beiden Folien-Gewächshäuser sind aufgestellt, es läuft alles wie geplant. In einem der beiden Häuser wurden Tomaten angepflanzt und in dem anderen Gurken. Die deutsche Gruppe hat viel mitgeholfen und wir denken, es hat ihnen auch Spass gemacht. Der Rasen ist gepflanzt, aber durch den Regen wächst er noch nicht. Die Gruppe hat viel zur Vorbereitung der Fläche beigetragen.

Für den Sommer sind noch zwei weitere Freizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes geplant. Dann werden jeweils eine Gruppe aus den Freien evangelischen Gemeinden Biedenkopf-Breidenstein und Bad Endbach in Bulgarien sein, um die nächsten anstehenden Arbeiten zu erledigen. Sehr dankbar sind wir für das Engagement der jungen Leute aus Deutschland und für die gute Vorbereitung und Durchfühung der Freizeit von Seiten „Zeichen der Liebe“ durch das Ehepaar Johannes und Renate Pannen.


„Zeichen der Liebe“ – das Bundesjugendprojekt – Praktisch erlebt!

Nach der Baufreizeit der FeG Kaiserslautern zu Ostern sind noch zwei weitere Baufreizeiten von Jugendgruppen im Sommer durchgeführt worden. Neben dem Kennenlernen der diakonischen Arbeit bei „Zeichen der Liebe“ und von Land und Leuten, hat die Zeit in Bulgarien bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Hier kurze Auszüge aus den beiden Reiseberichten der Jugendkreise der FeG Breidenstein, sowie Bad Endbach und Günterod:

FeG Breidenstein

Vom 01.08. – 09.08.2014 sind wir mit 12 Leuten aus dem Jugendkreis der FeG Breidenstein nach Bulgarien geflogen, um dort im Zentrum “Zeichen der Liebe“ im Rahmen des Bundesjugendprojektes zu arbeiten. Als wir am Freitag in Sofia ankamen, wurden wir schon von Johannes Pannen, der die Freizeit zusammen mit Andreas Schlüter geplant hatte, in Empfang genommen. Von Sofia ging es dann mit dem Auto noch 3 Std.  nach Gotse Delchev, dem Ort des Zentrums „Zeichen der Liebe“. Am ersten Abend wurden wir durch das Zentrum geführt und dabei der alltägliche Ablauf erklärt.

Renate Pannen hat uns die ganze Woche mit viel gutem Essen versorgt. Über Nacht waren wir in einem kleinen Hotel am Stadtrand von Gotse Delchev untergebracht. Auf dem Weg dorthin sind uns viele Dinge aufgefallen, die in Bulgarien ganz anders sind als in Deutschland. Zum Beispiel gibt es in Bulgarien nur sehr eingeschränkten Briefverkehr. Also hängen Todesanzeigen ausgedruckt an den Haustüren, wo sie einst gelebt haben – manchmal Jahre lang.

Am zweiten Tag (Samstag), wurden wir mit einem wunderbaren Frühstück begrüßt – die Gastfreundschaft in Bulgarien ist einfach unglaublich. An dem Tag haben wir einen Ausflug nach Griechenland gemacht. Erste Anlaufstelle war die Ortschaft Lydia, an der die Taufstelle von Lydia sein soll. Dort passt natürlich auch eine Andacht über Lydia und ihr Leben. Von dort ging es weiter nach Philippi, wo wir uns unter anderem das Gefängnis angesehen haben, in dem Paulus gesessen haben soll. Am Nachmittag sind wir ans Meer (die Ägäis) gefahren, wo sich alle etwas abkühlen konnten. Allerdings hat einer unserer Jugendlichen Bekanntschaft mit einem Seeigel gemacht.

Am dritten Tag konnten wir bei einer Wanderung die umliegenden Berge erkunden. Eine Jugendliche konnte diese Wanderung nicht mitmachen und ist mit dem „Seeigelmann“ ins Krankenhaus gefahren. Der Arzt, der sich um die Seeigelstacheln gekümmert hat, berechnete für die Behandlung nichts. Als er hörte, dass wir gekommen sind, um beim Renovieren des Zentrums zu helfen, hat er die Kosten getragen.

Ab Montag ging es dann los mit der Arbeit. Die männlichen Teilnehmer haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hat den Boden der Aula geschliffen, gespachtelt und neu versiegelt, die andere Gruppe hat den Zaun um das Zentrum herum von Rost befreit und neu gestrichen.

Die Mädchen der Gruppe haben 100 Stühle repariert und gereinigt sowie 7.103 Bälle (einzeln nachgezählt) aus dem Bällchenbad gewaschen. Sie zeigten allerdings den bulgarischen Mitarbeitern, dass sie nicht nur zum Waschen und Putzen mitgekommen waren, sondern richtig anpacken wollten. So folgten für alle weitere Aufträge: Das Streichen eines Flur und der Aula, Unkraut jäten, Spielgeräte schleifen und streichen, den Rasen auf dem Gelände mähen und bei der Ernte von Tomaten mithelfen.

Am Montagabend haben wir uns mit einer Gruppe bulgarischer Jugendlichen getroffen, mit denen wir uns teils auf Englisch, Deutsch, Bulgarisch oder mit Händen und Füßen verständigt haben. Diese Idee kam von Emilia Pandelieva, der Leiterin des Zentrums. Wir fanden den Austausch gut, wenn er auch mit sprachlichen Hindernissen verbunden war. Abschließend bleibt uns zu sagen, dass wir in den 9 Tagen viel über die Mentalität, den Lebensstil und die Menschen in Bulgarien lernen durften. Wir sind alle froh, dabei gewesen zu sein. Außerdem möchten wir uns bei allen bedanken, die uns finanziell oder im Gebet unterstützt haben.

August 2014, Jens Stark, FeG Breidenstein


FeGs Bad Endbach und Günterod

Am 9.8.2014 haben wir mit 15 Jugendlichen der Gemeinden Bad Endbach und Günterod die Reise nach Bulgarien angetreten, um unseren Arbeitseinsatz im Förderzentrum für Behinderte „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev zu machen.

Eine Woche lang hatten wir die Möglichkeit, mit unserer Arbeit dieses tolle Projekt zu unterstützen. Wir haben richtig angepackt, viel renoviert, mehrere Räume gestrichen, durften im Garten helfen und haben den Zaun, sowie Balkongeländer geschliffen und lackiert.

Bei Temperaturen um die 40 Grad war das nicht immer ganz leicht, aber unsere Jugendlichen haben bemerkenswert hart gearbeitet und rückblickend dürfen wir sagen, dass wir mehr mitnehmen konnten, als wir investiert haben.

Gott hat unsere Zeit in Bulgarien sehr gesegnet. Wir sind als Gruppe ganz anders zusammen gewachsen, als wir es jemals auf einer „Urlaubsfreizeit“ hätten tun können. (…)

Wir haben ein erstaunliches Projekt kennengelernt und hatten tolle Erlebnisse und Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort, dem Projektleiter Johannes Pannen und dem bulgarischen Hausmeister Peter.

Es ist bemerkenswert, was in Gotse Delchev geschieht und welche Arbeit dort für Menschen mit Behinderungen geleistet wird. (…)

Einige Tage nach unserer Rückkehr ist uns klar, dass man seine Freizeit nicht besser einsetzen kann, als an Gottes Projekten mitzuarbeiten und es war eine prägende Erfahrung, dies ganz praktisch mit einem Pinsel in der Hand zu tun.

August 2014, Jonathan Jochem, FeG Bad Endbach


Dank

An dieser Stelle danken wir allen beteiligten Gemeinden. Ein besonderer Dank gilt dem Ehepaar Johannes und Renate Pannen, die bei allen drei Freizeiten die Reiseleitung, die Begleitung und Betreuung vor Ort und die Verpflegung übernommen haben. Es ist einfach großartig, wenn Menschen sich ehrenamtlich so engagiert für eine gute Sache einbringen und Gottes Liebe ganz praktisch leben.


2014: Abschied von Jürgen Hedfeld von „Lebenszeichen“

Abschied von Jürgen Hedfeld

Nach einer langen ehrenamtlichen Tätigkeit seit 2005 für Lebenszeichen hat Jürgen Hedfeld aufgrund seiner Lebensjahre nun seinen wohlverdienten Abschied genommen. Im März 2014 hat das Team von „Lebenszeichen“ gemeinsam mit dem rumänischen Vorstand eine kleine Abschiedsfeier gestaltet.

Neun Jahre Einsatz in der wunderbaren Aufgabe, jungen Müttern mit ihren Kindern eine neue Lebensperspektive zu geben, lassen sich nicht in ein paar Worten beschreiben. Deshalb versuchen wir es gar nicht erst, sondern sagen einfach nur

„Danke Jürgen“!!

Jürgen Hedfeld wird sowohl Lebenszeichen als auch dem Team der Auslandshilfe fehlen. Sein fachkundiger Rat und seine immer neuen Ideen, wenn etwas festgefahren schien, haben alle Beteiligten sehr beeindruckt und ihnen auch den nötigen Rückhalt gegeben. Seine Beharrlichkeit in Verhandlungen mit den rumänischen Behörden hat der Leitung im Mutter-Kind-Zentrum geholfen, neue Schritte zu wagen und sich nicht von immer neuen Regelungen beeindrucken zu lassen. Wir hoffen sehr, dass wir auch nach der Beendigung der Projektleitung weiter auf seinen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen dürfen.

Streiflichter aus der Zeit von 2005 bis 2014

Ein paar Streiflichter aus der Zeit von 2005 bis 2014 zeigen ein wenig davon, welche Bedeutung Jürgen Hedfeld für die Entwicklung von Lebenszeichen hat. Dabei zitieren wir teilweise aus seinem Rückblick. Er schreibt unter anderem:

„Für mich waren diese neun Jahre seit Anfang 2005 sehr bereichernd und haben mich dankbar gemacht für die Zeit, über die ich bisher so selbstverständlich verfügen konnte. Und so eine Aufgabe ist etwas zutiefst Persönliches. Menschen können sich einander mit Taten der Liebe zuwenden. Behörden können nicht lieben. Nicht einmal wenigstens soziale Abfederung für verstoßene Mütter und Kinder gibt es von ihnen, wie z.B. in Deutschland. Lebenszeichen ist ein sehr persönlich, familienähnlich geprägtes Werk, und das wird es Gott sei Dank auch bleiben.

Im vorigen Jahr musste man, um die Akkreditierung zu behalten, neue Bauvorschriften beachten und das hieß u.a., dass drei Fenster zum Nachbargrundstück zu schließen waren, weil der Abstand zu gering sei. Außerdem mussten zum andern Nachbarn hin die Bad/WC-Lüftungs-Fenster geschlossen und Entlüftungsrohre gelegt werden. Im Sommer kam aber Gott sei Dank die Akkreditierungsmitteilung!“

2013: „Lebenszeichen“ Neue Planung: Die Erweiterung des Mutter-Kind-Zentrums

Die Erweiterung des Mutter-Kind-Zentrums

Im November haben der Finanzausschuss und in ihrer Sitzung vom 06. Dezember die Bundesleitung dem Erwerb des Nachbargrundstücks in Bukarest und der Finanzierung eines Erweiterungsbaues zugestimmt. Damit ist der endgültige Rückzug vom geplanten neuen Standort für das Mutter-Kind-Zentrum (MKZ) im Vorort Tunari verknüpft. Jetzt beginnen die konkrete Planung, die vielen Anträge bei der Stadt, beim Flughafen, usw. Da wir bereits ein MKZ betreiben, erwarten wir hier keine Einsprüche.

Ein junger Bauingenieur aus der Gemeinde in Bukarest hat seinen Arbeitsplatz aufgegeben, um intensiv alle Vorplanung, die konkrete Kostenermittlung und Kostenkontrolle und die Bauaufsicht machen zu können. Vor dem nächsten Winter soll alles unter Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens fertig werden. Er sieht das ganz geistlich als seinen Auftrag von Gott. Für ihn ist das in der derzeitigen Wirtschaftslage ein Risiko – aber unter Gottes Aufsicht. Und für Lebenszeichen ist es ein Glücksfall.

Die planende Architektin hat inzwischen Ideen entwickelt, wie man die Funktionen des MKZ, der Übergangswohnräume und die Vorratshaltung für humanitäre Hilfe sinnvoll auf beide Hausbereiche verteilt und wie dann der Anbau beschaffen sein könnte:

  • Im Erdgeschoss des Anbaus sind Veranstaltungsräume untergebracht.
  • Im Obergeschoss ist Platz vor allem für Mütter des MKZ,
  • im Dachgeschoss für Mütter in der Ausgliederung und Nothilfen, wobei zwischen beiden Geschossen je nach Anzahl der Kinder gewechselt werden kann.

Zwischen beiden Gebäuden sind die Geschosse verbunden, so dass Mitarbeiter und Mütter nur kurze Wege haben.


Die Mütter,

die im Frühjahr und Sommer im MKZ waren, haben auf einen Vorschlag von Ingrid Stamer begeistert reagiert und aus mitgebrachtem, geschenktem Material Geschenktüten und Fotokarten gebastelt. Die brachte unser Auslandshilfe-LKW wieder mit nach Deutschland. Die Artikel wurden hier verkauft im Namen der Mütter, denen der Überschuss von über 1.000 Euro in der vergangenen Woche in bar nach Bukarest gebracht wurde. Sie können davon nun etwas für ihren Haushalt oder das Kind erwerben. Denn es gibt ja keine Sozialhilfe….

Wir könnten uns vorstellen, dass Gemeinden in Deutschland im Jahr 2014 Fotokarten (hochwertige Klappkarten mit Foto und Inlet samt Umschlag) als Weihnachtskarten in der Adventszeit verkaufen, um den Müttern ein wenig Beschäftigung zu geben, die sich für sie lohnt. Im Bild werden Tüten und Karten in der FeG Wetzlar verkauft. Rechtzeitig im Frühjahr wäre eine Mitteilung an die Auslandshilfe notwendig, dann könnte das vermittelt werden.

Größere Kinder

finden sich oft unter den Gästen des MKZ. So wie diese vier im letzten Sommer, hier bei einem Zoobesuch. Eigentlich war das MKZ für Mutter mit Baby vorgesehen, aber in den letzten Jahren nahm die Anzahl der Fälle zu, dass Mütter „ausgesetzt“ wurden, weil das zweite oder dritte Kind kam. Diese Mütter aufzunehmen, bedeutet auch mehr Kapazitätsbedarf an Mitarbeiterinnen. Aber den können wir nicht bezahlen. Es muss „irgendwie“ gehen.

Ausweichquartier für fehlende Räume

Wegen der drei Zimmer mit zugemauerten Fenstern und Wegfalls der Bewohnbarkeit sind zurzeit nur vier Mütter im MKZ, zwei sind in einem neu angemieteten Wohnhaus in der Nachbarstraße. Im Haus ist auch eine Mutter mit zwei Kindern in der Übergangsphase. Der Vertrag mit den bisher dafür gemieteten Wohnungen wurde gekündigt. Der Vermieter hatte die Frauen und Kinder schlecht behandelt und mit uns die Nebenkosten falsch abgerechnet. Einer weiteren Frau, die selbstständig dort gemietet hat, wurde auch mit Frist von 14 Tagen gekündigt. ist froh, jetzt eine Übergangslösung für ein Jahr zu haben. Dann haben sie hoffentlich die eigenen Wohnungen und müssen keine teuren Mieten mehr bezahlen.

2013: „Lebenszeichen“ Verlängerung der Akkreditierung

Das Schöne, das Erfreuliche, die Gebetserhörung ist am Freitag, den 19.Juli eingetreten. Der Brief mit der Verlängerung der Akkreditierung ist unterschrieben und inzwischen eingegangen.

Dieses Ergebnis wurde möglich durch ständig wiederholte Anrufe und eMails in den letzten Wochen, wie Emanuela am Telefon sagte. Gott sei gelobt!

Nun kann sofort eine minderjährige Mutter aufgenommen werden. Eine offizielle, vertragliche Aufnahme von Minderjährigen ist nur zulässig, wenn eine gültige Akkreditierung vorliegt. Das ist ja jetzt der Fall, sozusagen im letzten Moment.

Am Montag, 22. Juli, begann bei Lebenszeichen der vierwöchige Sommerurlaub, in dem nur eingeschränkte Aufsicht geführt wird ohne großes Programm. Gegen Ende des Urlaubs kann nun begonnen werden, die Mütter aus den angemieteten Wohnungen ins MKZ zurück zu bringen. Dann kann der „erlaubte Betrieb“ fortgesetzt werden. Allerdings stehen nach Schließung dreier Fenster weniger nutzbare Wohnräume zur Verfügung.

Von dem Nachbarn haben wir bisher keine Antwort erhalten auf unser Kaufangebot für sein Grundstück. Die Angebotsfrist soll nicht mehr lange dauern. Dann muss eine Entscheidung getroffen werden, mit oder ohne das Nachbargrundstück.

Am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub gab es noch ein Ausgabetag von Lebensmittelpaketen und Kleidung für sozial schwache Familien. Die Anzahl der begünstigten Familien müssen wir jetzt reduzieren, weil Lebenszeichen weniger Lagerraum zur Verfügung steht als früher. Und die Sortier- und Ausgabearbeit ist auch für die Mitarbeiterinnen im Laufe der Jahre schwerer geworden.

2013: Einweihung des Tagesförderzentrums für behinderte Erwachsene am 21. Juni 2013

Wir konnten es kaum glauben. Das Gebäude für die Erweiterung des Tageszentrums um ein Zentrum für behinderte Erwachsene war, trotz des engen zeitlichen Rahmens, pünktlich fertiggestellt. Auch die erforderlichen Unterlagen zur baurechtlichen Genehmigung waren komplett. Vom Baubeginn im Januar 2013 bis zur feierlichen Eröffnung dieses Gebäudes ist weniger als ein halbes Jahr vergangen.

Der beauftragte Bauunternehmer konnte der Leiterin der Einrichtung Emilia Pandelieva am Freitag, 21.06.2013 freudig den symbolischen Schlüssel überreichen. Ein Stück seines Herzens stecke in dieser Arbeit, sagte er im weiteren Gespräch. Die sorgfältige Planung und die präzise Durchführung einerseits, die vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden andererseits, sowie die umsichtige rechtliche Begleitung haben uns diesen großen Schritt innerhalb kürzester Zeit tun lassen. Dafür sind wir Gott und allen Beteiligten sehr dankbar.

So kann die Arbeit planmäßig beginnen. Die offenen Stellen wurden mit Fachkräften besetzt, sodass die fachliche Betreuung und Förderung von bis zu 30 erwachsenen behinderten Menschen gewährleistet ist. Einige von ihnen waren bei der Einweihung bereits dabei und haben durch ihren musikalischen Beitrag das Programm, welches sehr schön durch die Beiträge der Kinder umrahmt wurde, zusätzlich bereichert.

Der Eingang zur Werkstatt war mit vielen Luftballons und einem Band in den National-farben Bulgariens und Deutschlands geschmückt. Das Band, welches den Zugang zum Grundstück versperrte, wurde vom Bürgermeister der Stadt Gotse Delchev zusammen mit Dieter Happel und dem Direktor der Agentur für soziale Förderung aus Sofia unter großem Beifall der Gäste durchschnitten. Diese fröhliche und zeichenhafte Handlung gab den Weg frei zu einem weiteren Arbeitsschwerpunkt der Einrichtung.

Alle notwendigen Verträge und Formalitäten wurden am 01.07.2013 abgeschlossen, so dass wir am 02.07.2013 mit der neuen Dienstleistung beginnen konnten.

Ein besonderer Dank gilt allen Spendern und Spenderinnen, ohne die der Start, aber auch der zukünftig laufende Betrieb nicht möglich ist. Darüber hinaus geht der Dank an das fachlich und menschlich hervorragende Team der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die der Name „Zeichen der Liebe“ Programm ist.

Walter Dross


2013: „Lebenszeichen“ Kauf und Bebauung des Nachbargrundstücks

„Lebenszeichen“ – „AUS“ in Tunari

Der Plan zur Bebauung des Grundstücks in Tunari wurde aufgegeben. Dem Rat unseres Rechtsanwalts, die Stadtverwaltung auf Aufhebung der Auflage der Nachbarschaftszustimmung zu verklagen oder einfach die Anträge erneut zu stellen, sind wir nicht gefolgt, da für ein MKZ eine störungsfreie Beziehung zur Verwaltung wichtig ist. Ausserdem dauert ein Prozess gegen die Stadt – sofern er überhaupt eröffnet würde – sehr lange. Also ist das keine günstige Option.

Die naheliegende Frage ist, inwieweit das jetzige Gebäude ertüchtigt werden und erweitert werden kann, um die Akkreditierung für die Zukunft zu erhalten. Die Bebaubarkeit des Grundstücks ist bis auf 10 qm ausgereizt.

Kauf und Bebauung des Nachbargrundstücks

Welche Möglichkeiten bestehen nun?

Seit dem letzten Sommer versucht die Eigentümergemeinschaft, das 307 qm große Nachbargrundstück zu verkaufen. Es darf zu 45 %  4-geschossig bebaut werden. In der Stadt ist die Ausnutzung der Fläche höher als in Tunari, sie kostet aber auch mehr. Der dort wohnende Miteigentümer zieht nach Tunari.

Ist das nun eine neue Option?

LZ prüft jetzt die Vorgaben des Bebauungsplans und die Nachbarschaftsrechte. Wenn LZ auf das Nachbargrundstück einen Anbau errichtet in den weitere Wohnungen gelegt werden, gibt es kaum Einspruchsmöglichkeiten. Einige Wohnräume und die Büros könnten dann im bisherigen MKZ verbleiben. So käme ein hochwertiges Eckgrundstück nahe der U-Bahn-Station zustande, das perspektivisch für viele Zwecke nutzbar ist.

Jetziges MKZ

Die Akkreditierung läuft Mitte April aus. Mit dem Brandschutzamt wurde am 25.03.13 vereinbart, dass das jetzige Haus gewisse Brandschutzauflagen erfüllen muss, um die Fortführung der Akkreditierung zu erreichen. Wir wollen nur das Nötigste machen.

Das Brandschutzamt verspricht, nach Durchführung und Besichtigung zügig die Freigabe zu erteilen, um die Fortsetzung der Akkreditierung für drei Jahre zu ermöglichen.

2013: „Lebenszeichen“ Aus für den Neubau des MKZ in Tunari

Aus für den Neubau des MKZ in Tunari

März 2013

Die Güte-Verhandlung im November 2012 bestätigte die bekannte Ablehnung der Nachbarn gegen die Zustimmungsauflage, die die Stadtverwaltung von LZ gefordert hatte. Der uns unterstützende Rechtsanwalt brachte im Nachhinein ans Tageslicht, dass LZ keine Zustimmung der Nachbarn gebraucht hätte. Der Bürgermeister hat gleichwohl daran festgehalten. Weil er die Position der Nachbarn kannte, war ihm klar, die Bebauung würde unmöglich.

Der LZ-Vorstand will aber nicht gegen die Stadt klagen, da mit ihr regelmäßig Kontakte und Vereinbarungen für das MKZ nötig sein würden. Auch würde ein Gerichtsurteil zu lange dauern, um bis dahin am alten Standort mit dem MKZ weiter machen zu können, denn die Betriebsgenehmigung für das alte MKZ läuft in sechs Wochen aus.

2012: „Zeichen der Hoffnung“ Forum „Versorgung Schwerkranker zu Hause“ und Start weiterer Schulungen

Forum „Versorgung Schwerkranker zu Hause“

im September 2012 bei „Zeichen der Hoffnung“

von Johanna Müller

In diesem Jahr haben wir erstmals in den Räumen der Klinik „Zeichen der Hoffnung“ ein Forum zu einem Sachthema veranstaltet.

Eingeladen waren Personen und Institutionen aus der Stadt Gotse Delchev, die in irgendeiner Form mit der Versorgung von schwerkranken Patienten im häuslichen Umfeld zu tun haben oder dafür Verantwortung tragen: Sozialamt, Sozialküche, Ärzte, Krankenschwestern, Vertreter der ev. Kirchengemeinden, der Bürgermeister und sein Vertreter, der für diesen Bereich zuständig ist, nahmen an dem Forum teil. Auch eine Patientin und verschiedene betroffene Angehörige ließen sich einladen.

Unser Ziel war es, alle diese Institutionen und Personen zu versammeln, Probleme in der Versorgung zu identifizieren und gemeinsam Lösungs-Ansätze zu suchen. Das Forum soll der Anfang eines Netzwerkes und hoffentlich auch einer guten Zusammenarbeit werden. Es war spannend, denn es war das erste Mal, dass so etwas in Gotse Delchev stattfand.

Ca. 50 Personen versammelten sich im Aufenthaltsraum der Klinik. Nach der Einführung durch Dieter Happel und einem Grußwort des Bürgermeisters hielt Dr. Svilenov, ein gläubiger bulgarischer Arzt für Allgemein-Medizin den einführenden Vortrag zum Thema „Versorgung Schwerkranker zu Hause – christliche Prinzipien“. Er malte uns verschiedene Persönlichkeiten vor Augen, die ihr Leben der Versorgung Kranker geweiht hatten. Hingabe, Zuwendung, Menschenwürde, das waren einige der Schwerpunkte in seinem sehr lebendigen Vortrag.

Nach dem Vortrag eröffnete Johanna Mueller die Diskussion. In den verschiedenen Beiträgen wurde deutlich, dass Familien oft sehr hilflos sind, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird. Was muss ich tun? Wer kann mir helfen? Das sind die brennenden Fragen der Angehörigen.

Zum Schluss der Veranstaltung entwickelte Johanna Müller einen Traum, wie die Versorgung in einigen Jahren aussehen könnte. 11 Personen trugen sich anschließend in die ausgelegten Listen ein, sie erklärten sich zur Mitarbeit auf diese Ziele hin bereit.

Zufrieden und dankbar schauen wir zurück und sind ermutigt, weil wir den Eindruck haben, dass tatsächlich der Anstoß zum Umdenken gegeben wurde und Menschen gewillt sind, Initiative zu ergreifen. Dabei lassen wir uns leiten von dem Spruch auf einer kleinen Karte, die jeder Teilnehmer erhalten hat: „Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als über Dunkelheit zu klagen“.

2012: „Zeichen der Liebe“ - Vertrag wurde verlängert

Ende Oktober 2012 lief nach 5 Jahren der bisherige Vertrag mit der Stadt Gotse Delchev aus. Am 11. Oktober wurde der Vertrag neu verhandelt und nunmehr über 10 Jahre abgeschlossen. Damit können wir die Arbeit im Tagesförderzentrum für behinderte Kinder und Jugendliche mit Unterstützung des Sozialministeriums weiter führen. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums über diese gute Entwicklung.

2012: Schulungen für Pflegekräfte bei „Zeichen der Hoffnung“

Schulungen und Neuigkeiten bei „Zeichen der Hoffnung“ in Gotse Delchev, Bulgarien

Karina Lantelme

Die Teilnehmerinnen an der Schulung konnten sehr viel Neues lernen und für ihre eigene Arbeit nutzbar machen. Für manche war es ein wenig viel, aber alle konnten sich das für sie Relevante herauspicken. Insofern war das Seminar eine gelungene Sache, aus der für die Zukunft einiges erwachsen kann beispielsweise eine Zusammenarbeit im Sinne eines Netzwerkes mit bulgarischen Organisationen.

Unsere langjährige Krankenschwester Sonja hat Bulgarien leider kurzfristig in Richtung Deutschland verlassen und steht für die „Mobile Pflege“ in Zukunft nicht mehr zur Verfügung. Das traf uns zwar nicht unvorbereitet, doch die sehr kurzfristige Kündigung war schon eine Herausforderung. Es ist fast schon ein Wunder, dass bereits einen Tag nach dem Weggang die Krankenschwester Girgana aus der städtischen Klinik eingestellt werden konnte, die auch an dem Seminar mit großem Interesse teilgenommen hat. Sie hatte in der Vergangenheit manchmal ausgeholfen und Vertretungen gemacht. Nun wurde ihr aus der Klinik mitgeteilt, dass aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten dort eine Weiterbeschäftigung nicht mehr möglich sei und wir konnten sie, ohne auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen, in unser Team aufnehmen. Girgana ist eine gläubige Frau und gehört zur Baptistengemeinde in Gotse Delchev.

Johanna Müller hatte die Schulung hervorragend organisiert. Da kann sie ihre besondere Gabe gut einbringen. Von der Schulung hat sie selbst profitiert und dadurch auch neue Perspektiven gewonnen. Für die Zukunft ist die Nacharbeit des Seminars mit dem zur Verfügung gestellten Schulungsmaterial eine wichtige Aufgabe, damit das Ziel, Menschen für die häusliche Pflege zu qualifizieren, erreicht werden kann. Auch Schulungen zu verschiedenen kleineren Themen sind mit dem Material möglich.

Eine weitere Entwicklung gibt es im Bereich des Verleihens von Pflege-Hilfsmitteln. Viele der benötigten Hilfsmittel sind in Gotse Delchev nicht vorrätig. Es wäre aber für die Menschen in dieser Stadt hilfreich, wenn wir über das, was wir bereits tun, weitere Dinge verleihen könnten. Deshalb sind Überlegungen in Richtung eines kleinen Sanitätshauses hilfreich und wir werden das weiter bedenken. Die folgende kleine Geschichte zeigt, wie wichtig dies für die Menschen ist: „Ohne Euren Rollstuhl müsste ich den ganzen Tag in der Wohnung bleiben!“ – Valentin wohnt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Gotse Delchev. Seit einem Unfall vor vielen Jahren kann er nur noch mit dem elektrischen Rollstuhl aus der Wohnung heraus und unter Menschen. Er lebt mit seiner Mutter von der kleinen Rente, die sie beide bekommen. Sein Bett ist alt und die Matratze völlig durchgelegen. Auch sein Rollstuhl ist alt und als die Platine defekt ist, findet er in Bulgarien keinen Ersatz. Auch beim Hersteller in Deutschland ist keine Reparatur oder Ersatz mehr möglich. Die Straßen im Dorf sind schlecht und Valentin’s Mutter kann ihn nicht schieben, er braucht einen anderen elektrischen Rollstuhl. Also suchen wir über die Auslandshilfe – während Valentin immer noch wartet und nicht raus kann. Endlich findet ein Freund der AH in Deutschland einen guten gebrauchten Rollstuhl, der nächste LKW bringt ihn nach Gotse Delchev. Valentin strahlt, als wir ihm ein neues Bett und einen Rollstuhl bringen: „Vielen, vielen Dank Euch und Euren Freunden in Deutschland, dass Ihr Euch so für die Menschen Bulgarien einsetzt. Ein neues Bett und einen neuen Rollstuhl! Ich bin sehr glücklich! Jetzt kann ich endlich wieder raus!“

Inzwischen sind die Beschlüsse zur rechtlichen Zusammenführung der beiden Stiftungen „Zeichen der Hoffnung“ und „Zeichen der Liebe“ und zur Übertragung des Eigentums gefasst. Zurzeit sind wir bei der Umsetzung dieser Beschlüsse. Das ist aufgrund des hohen Grades der Bürokratie in Bulgarien nicht ganz einfach und vor allem langwierig. Mit Hilfe unserer Rechtsberatung aus Sofia sind wir aber zuversichtlich, die Umsetzung bis zum Ende des Jahres 2012 abgeschlossen zu haben.

2012: Erweiterungsplanungen im April bei „Lebenszeichen“

Neubau Mutter-Kind-Zentrum (MKZ) „Lebenszeichen“

Die Genehmigungen für die technischen Gewerke (Wasser, Abwasser, Strom usw.) sind inzwischen alle eingetroffen. Damit kann jetzt der Bauantrag für den Neubau des Mutter-Kind-Zentrums „Lebenszeichen“ in Tunari eingereicht werden. Wir freuen uns darüber, dass dies so schnell geklappt hat und auch die benötigten 90.000 € an Spenden vorhanden sind. So konnten wir bis Ende April die Vergaben planen. Dabei wollen wir die zurzeit noch günstigen Baupreise in Rumänien ausnutzen, um so preiswert wie möglich zu bauen. Der Bauausschuss, der sich aus Mitgliedern der Gemeinde Bukarest-Nord zusammensetzt, begleitet das Bauvorhaben kompetent und engagiert.

Nordansicht

Inzwischen haben wir eine kleine Planänderung insofern vorgesehen, dass wir bereits in den ersten Bauabschnitt eine Hausmeisterwohnung integrieren. Damit erreichen wir, dass wir die Nachtwachen einsparen und trotzdem immer jemand erreichbar ist. Wir freuen uns darüber, dass die deutschen Gremien der Standortverlagerung mit dem Neubau zugestimmt haben und wollen nun so schnell wie möglich die geplante Verbesserung der Arbeit erreichen. Über den Fortschritt werden wir in regelmäßigen Abständen berichten.

Natürlich geht es auch mit der Arbeit im Zentrum unvermindert weiter. Die Mitarbeiterinnen engagieren sich in einer tollen Weise für die Mütter und Kinder. Auch verschiedene Schulungen sind in diesem Jahr wieder vorgesehen, um die Qualifikationen ständig zu verbessern. Die humanitären „Pakete zum Leben“ für die über 60 Familien sind in der wirtschaftlichen Situation Rumäniens für viele eine wirkliche „Überlebenshilfe“. Wir sind dankbar für jeden LKW, der gut gefüllt unser Land in Richtung Rumänien verlassen kann und danken Ihnen für Ihre Hilfe auch in diesen Bereichen.

2012: Entscheidung der Erweiterung von „Zeichen der Liebe“ mit einem Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene

Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene „Zeichen der Liebe“

Der Bundesrat am 17. März 2012 in Nürnberg hat in einer einstimmigen Entscheidung die Erweiterung  des Zentrums „Zeichen der Liebe“ mit einem „Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene“ beschlossen. Das ist für uns Grund zur Dankbarkeit aber auch Ansporn, diese wichtige Aufgabe jetzt engagiert anzupacken. Der bisherige Projektleiter Johannes Pannen wird Ende April 2012 das im vergangenen Jahr erarbeitete Konzept konkretisieren und mit der Detailplanung beginnen. Es ist vorgesehen, die Immobilie im Bestand umzubauen und ein Treppenhaus mit Aufzug anzubauen. Dadurch ist das Gebäude barrierefrei und die Voraussetzung für eine sinnvolle Nutzung der Räume im Obergeschoss ist geschaffen.

Entwicklung

Fünf Jahre ist es her, seit im Tagesförderzentrum für behinderte Kinder und Jugendliche in Gotse Delchev die ersten Kinder eintrafen. Viel ist in dieser Zeit gewachsen, das Zentrum ist aus dem Leben der gesamten Region nicht mehr wegzudenken. Behinderte Menschen werden mehr und mehr Teil der Gesellschaft, sie lernen während der Förderung, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. Trotzdem bleibt der Bedarf an Fördermöglichkeiten enorm groß, auch über das bisherige Angebot hinaus. Die Jugendlichen werden erwachsen, sie müssen das Zentrum verlassen und sind dann oft wieder mit ihrer Behinderung allein gelassen.
Das hat den Vorstand von „Zeichen der Liebe“ dazu bewogen, ein bereits in der Konzeption des Förderzentrums enthaltenes zweites Modul, das „Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene“, also eine Art Werkstatt für behinderte Menschen auf den Weg zu bringen. Die großzügige Immobilie bietet dazu durch einfache Umbaumaßnahmen (gelb umrandet) in einem Trakt des Gebäudes und den Anbau eines Treppenhauses mit Aufzug (rot umrandet) kostengünstige Möglichkeiten und wir brauchen kein neues Gebäude zu errichten.

Inzwischen haben die deutschen Gremien (Bundesleitung, Finanzausschuss) dem Bundesrat die Vorlage zur Entscheidung am 17. März 2012 vorgelegt.

Die geplante Investitionssumme inkl. Möblierung und benötigter Maschinen liegt bei 277.500 €. Die Zustimmung ist an Spenden oder Spendenzusagen in Höhe von 200.000 € vor Baubeginn geknüpft. Außerdem soll der Teil der Personal- und Betriebskosten der nicht vom bulgarischen Staat übernommen wird, durch Spendenzusagen gedeckt sein. Wir rechnen für die ersten vier Jahre mit einer Summe von etwa 100.000 €. Insgesamt gehen wir also von einem Volumen von  377.500 € aus.

Mit der Weiterentwicklung dieser Einrichtung im Süden Bulgariens stellen wir der Region ein Zentrum für behinderte Menschen zur Verfügung, das für ganz Bulgarien als Musterbeispiel gelten kann. Wir möchten dadurch gerne eine Nachhaltigkeit erreichen, die grundsätzlich die Lebenssituation von behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verbessert. Die Bürgermeister von Gotse Delchev und den umliegenden Orten sind sehr dankbar für das Engagement der Freien evangelischen Gemeinden aus Deutschland und haben uns jede erdenkliche Hilfe bei der Erweiterung zugesichert.

Nach Fertigstellung der Baumaßnahme, die unser Projektleiter für das bisherige Zentrum, Johannes Pannen, noch betreuen wird, benötigen wir fachliche Unterstützung bei der Begleitung der Mitarbeiter in ihrer neuen Aufgabe. Dazu sind wir auf Menschen angewiesen, die sich zeitlich engagieren können und gerne bereit sind, ihre Fachkenntnis ehrenamtlich in den Dienst der Auslandshilfe zu stellen. Bitte helfen Sie uns bei der Realisierung dieser großen Aufgabe durch Ihre Gebete, Ihre Spenden und durch tatkräftiges Anpacken im Sinne eines Engagements in der Begleitung unserer einheimischen Mitarbeiter/Innen.

2011: Beginn der Operationen in „Zeichen der Hoffnung“

Oktober 2011

Im Oktober war es endlich soweit. In der OP-Etage wurden die ersten Operationen nach der Schließung der Klinik vor drei Jahren durchgeführt. Damit wurde ein weiterer Teil der Entwicklung des medizinischen Zentrums verwirklicht. Durch die Tätigkeit der Ärzte mit ihren Praxen in den Räumen der Klinik und dem Beginn der Operationstätigkeit können wir mit unserem Angebot neben der „Mobilen Pflege“ einen weiteren entscheidenden Beitrag für die gesundheitliche Versorgung in der Region Gotse Delchev leisten. Dafür sind wir sehr dankbar und hoffen mit allen Mitarbeitern, dass sich dieser Zweig unserer Arbeit gut entwickelt.

2011: Entscheidung der Standortverlagerung des MKZ von Bukarest nach Tunari

Mutter-Kind-Zentrum (MKZ) „Lebenszeichen“ – Rückblick und Ausblick

Der Verein „Lebenszeichen“ hat sich in diesem Jahr intensiv mit der Frage beschäftigt, ob ein Neubau in Tunari an der Nordgrenze Bukarests auf einem Grundstück möglich ist, das vor einigen Jahren preisgünstig erworben wurde. Immobilien in der Stadt haben einen viel höheren Wert (wenn nicht gerade Wirtschaftskrise ist). Am jetzigen Standort hat das MKZ keinen Platz für Kinder, die dem Babyalter entwachsen sind, keine Aufenthaltsräume für die Mütter, nur einen großen Schulungsraum.
Das Haus gegenüber wurde angemietet, um Übergangswohnungen anzubieten und Nothilfe zu leisten. Es enthält in einer Garage auch das Lager für das Material der Armenpflege. Allerdings darf der Auslandshilfe-LKW eigentlich nicht dorthin fahren, weil die Straße nur für 3,5-Tonnen-Kfz zugelassen ist. Wir unterstützen neben der Arbeit im MKZ etwa 60 Familien, denen über Lebenszeichen in der Armenpflege geholfen wird. Dafür lagern wir jeweils nach den Transporten aus Deutschland Kleidung, „Pakete zum Leben“, Schuhe und vieles mehr. Einmal im Monat kommen die Familien, die etwa 120 Kinder zuhause haben.

Den Schriftwechsel für die Armenpflege mit den Sozialämtern macht die Sekretärin Cornelia, die wir als Erzieherin eingestellt haben. Jedes Teil, das die Familien erhalten, muss auf einem Beleg vermerkt sein, 1 Blatt für das Sozialamt, 1 Blatt für den Empfänger, 1 Blatt für uns. Alle sechs Monate sollen die Familien wechseln, das muss alles genau nach Vorgabe des Sozialamts eingerichtet und dokumentiert werden. Eigentlich wollte Lebenszeichen nur den Armen helfen – nicht der Bürokratie. Aber es muss wohl so sein, wenn man gegen Schwarzmarkt und Bestechung kämpft.
Bundesleitung und Finanzausschuss haben inzwischen die Anfrage von Lebenszeichen, die Pläne und die Möglichkeiten des Bundes geprüft und positiv beschieden. Eine wichtige Frage für den Bund FeG war, ob wir diese und andere diakonische Einrichtungen auf Dauer betreiben wollen. Der Bedarf ist ohne Zweifel noch auf Jahre hinaus gegeben. Die verfolgte Politik, die Verantwortung für das MKZ nach und nach an die Sozialbehörde zu übertragen, ist gescheitert. Die Ämter beteiligen sich überhaupt nicht mehr an den Kosten. Das geht erst wieder nach einem Wirtschaftsaufschwung. Andererseits ist die Gruppe der Unterprivilegierten, der sozial Schwachen durch die Krise noch gewachsen. Ständig könnten wir Mütter mit Kindern ohne Sozialkompetenz aufnehmen.

Nordansicht

Westansicht

Weil zurzeit die Baukosten in Rumänien sehr gering sind, haben wir folgenden Plan: Zuerst bauen wir das MKZ mit großem Lager in Tunari und nutzen das jetzige Gebäude in Bukarest als Übergangswohnheim.  Auf die Anmietung von teuren Übergangswohnungen können wir damit verzichten. Die aber werden gebraucht, weil es immer schwieriger wird, angemessene Arbeitsplätze für die Mütter zu finden. Lebenszeichen muss viel Zeit in Suche und Arbeitsbegleitung stecken, damit Arbeitgeber die Geduld behalten. Wenn die jetzige Immobilie in Bukarest für einen angemessenen Preis veräußert werden kann, soll der zweite Bauabschnitt in Tunari mit Übergangswohnungen gebaut werden, so dass dann alles auf einem Grundstück seinen Platz hat. Vom Verkaufserlös verspricht sich die Auslandshilfe eine hohe Rückfinanzierung des MKZ-Baus.

Der 1. Bauabschnitt kostet nach den Planungen 300.000 EUR, davon muss vor Baubeginn ein Betrag von 90.000 EUR an zweckgebundenen Spenden eingegangen sein. Der 2. Bauabschnitt ist geplant mit Kosten von 150.000 EUR und kann erst nach dem Verkauf des bisherigen MKZ in Bukarest und nach der Entscheidung der deutschen Gremien zu diesem Bau begonnen werden. Dieses Haus mit Übergangswohnungen wird weitgehend finanzierbar sein aus den eingesparten Mieten.

Wir alle sehen nun sehr hoffnungsvoll nach vorn. Nach jetzt genau fünf Jahren hat das MKZ 66 Müttern und ihren Kindern eine Tür zur Bindung von Müttern an ihre Kinder, zur sozialen Teilhabe und zum Hören des Evangeliums aufgetan. Gott hat viel durch die Mitarbeiter des Hauses an den Müttern bewirkt. Manches davon war in den bisherigen Newsletter-Berichten von Lebenszeichen zu erfahren.  Helfen Sie uns bitte bei der Sammlung der erforderlichen Einmal-Sonderspenden in Höhe von 90.000 EUR. Wir beten, dass alles unter Gottes Segen und Bewahrung gelingt.

Neuer Standort für das MKZ

September 2011
Die Standortverlagerung des Mutter-Kind-Zentrums von Bukarest nach Tunari, einem kleinen Ort im Norden der Hauptstadt ist nun sehr nahe gerückt. Die Überlegungen zu diesem Schritt sind Teil einer Analyse der Arbeit im MKZ und den sich ändernden Rahmenbedingungen. Immer mehr Mütter kommen aus dem Umland von Bukarest, sie sind anders sozialisiert als die bisherigen. Viele kommen aus der Minderheit der Roma und benötigen längere Begleitung, als die zum Teil besser gebildeten Mütter, die wir bisher betreut haben.

Tunari liegt nahe der Autobahn, kann also z.B. von unserem LKW, der die benötigten humanitären Lieferungen bringt, sehr viel einfacher erreicht werden. Die Stadt Bukarest entwickelt sich räumlich in diese Richtung und die zukünftigen Planungen der Stadt sehen eine Eingemeindung vor. Die Standortverlagerung beinhaltet einen Neubau mit erheblich verbesserten Arbeitsmöglichkeiten und der Umstellung auf Zimmer für jeweils ein Paar (Mutter und Baby). Bisher hatten wir Zimmer für zwei Paare mit den entsprechenden Problemen. Die Mütter kommen aus teilweise völlig verschiedenen Hintergründen, das birgt die Gefahr von Streitigkeiten. Wenn ein Baby krank wurde, musste es sofort ins Krankenhaus, um Ansteckungen zu vermeiden u.v.m. Mit der Umstellung auf „Einzelzimmer“ können wir diese Schwierigkeiten auffangen und bessere Angebote machen. Die von den Sozialämtern geforderten Bedingungen für die Mütter und Mitarbeiter können realisiert werden. Wir haben außerdem im Kellergeschoss einen großen Raum als Lager für die Artikel aus den humanitären Transporten, die von den Mitarbeiter/Innen von „Lebenszeichen“ an etwa 60 bedürftige Familien verteilt werden. Alles in allem ergibt sich rundum eine erhebliche Verbesserung der Bedingungen.

Es ist vorgesehen, nach Vollendung des ersten Bauabschnittes, der mit rund 300.000 EUR geplant ist, das bisherige Haus in Bukarest zu verkaufen. Solange der Immobilienmarkt nicht den erwarteten Verkaufspreis von ca. 250.000 EUR hergibt, können wir die bisherigen Räume als Übergangswohnungen für Mütter mit Kindern nutzen, die nach dem Aufenthalt im MKZ vorübergehend noch nicht wieder in eigenen Wohnungen leben können. Diese Räume waren bisher angemietet, zum Teil mit sehr überhöhten Mieten. Sobald das Haus jedoch verkauft ist, planen wir den Bau des zweiten Bauabschnittes mit Übergangswohnungen und einer kleinen Hausmeisterwohnung, um von den Mieten unabhängig zu sein und mittelfristig eine Senkung der Kosten zu erreichen. Dieser Bauabschnitt ist mit Kosten von 150.000 EUR geplant. Er soll aus den ersparten Mieten finanziert werden. Die deutschen Gremien (Bundesleitung und Finanzausschuss) haben in den letzten Wochen dem Antrag des Vereins „Lebenszeichen“ zur Standortverlagerung mit dem ersten Bauabschnitt zugestimmt. Helfen Sie uns bitte bei der Verwirklichung. Um ein möglichst geringes finanzielles Risiko in die Zukunft fortzuschreiben, benötigen wir vor dem Baubeginn einen Betrag von 90.000 EUR. Den Restbetrag von ca. 210.000 EUR wollen wir aus Deutschland dem Verein „Lebenszeichen“ als Darlehen zur Verfügung stellen, welches mit dem Verkaufserlös getilgt werden soll. Eine solche Standortverlagerung ist mit weiteren Veränderungen auch für die Mitarbeiter/Innen verbunden. Bitte beten Sie auch für eine gute Entwicklung und ein gutes Eingewöhnen an die neuen Bedingungen.

2011: Eröffnung des medizinischen Zentrums in Gotse Delchev

10 Jahre Deutsche Klinik „Zeichen der Hoffnung“ und Eröffnung Medizinisches Zentrum

September 2011

Endlich konnte am 04. September 2011 nach langen Planungen, Verhandlungen und der erfolgten Registrierung das „medizinische Zentrum“ als Ergänzung zur „mobilen Pflege“ eröffnet werden. Die Feier im und um den Aufenthaltsraum der Klinik herum war ein Highlight im Jahresablauf bei „Zeichen der Hoffnung“. Ging es doch nicht nur um die Eröffnung und damit um eine weitere Etappe in der Umstrukturierung der Arbeit in Gotse Delchev. Es war fast genau das Datum, an dem vor 10 Jahren die Klinik ihren Betrieb aufnahm.
Grund genug, ein wenig zu feiern und vor allem auch, zurück zu blicken. Ohne die Vergangenheit ist Zukunft schwierig zu gestalten. In seiner Festrede hat der Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe, Dieter Happel, sowohl die Menschen gewürdigt, die mit ihren Ideen damals herausgefordert haben als auch die Mitarbeiter, die von Anfang an dabei waren und diese Ideen umgesetzt haben. Da ist zunächst Pastor i.R. Paul Lenz zu nennen. Sein Blick auf die Not der Menschen ließ ihn unermüdlich daran arbeiten, eine Poliklinik in der Stadt Gotse Delchev zu errichten und dafür zu sorgen, dass die medizinische Versorgung der ganzen Region verbessert wurde. Unterstützt wurde er von dem Unternehmer Friedhelm Loh, der sich in vielen Bereichen engagiert hat und es bis heute tut.
Aber auch die Politik und Ärzteschaft vor Ort musste gewonnen werden und der Bürgermeister der Stadt, Wladimir Moskov, hat großen Anteil am Gelingen. Nicht zuletzt ist der Chirurg Dr. Rumen Pandev zu nennen, der als erster medizinischer Leiter der Klinik diese über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.
Vielen Menschen konnte geholfen werden und dies alles durch die Leiter und Mitarbeiter der Klinik. Gottfried und Johanna Müller sind nun seit 10 Jahren in Bulgarien und begleiten die Arbeit und jetzt vor allem auch die Umstrukturierung. Wir sind gespannt, wie sich die beiden Standbeine von „Zeichen der Hoffnung“ entwickeln werden. Ab Oktober wird die OP-Etage eröffnet und durch die Ärzte, die bereits jetzt in der Klinik praktizieren, genutzt. Bitte helfen Sie uns bei dieser wertvollen Arbeit weiter durch Ihre Gebete und auch durch finanzielle Unterstützung. Viele ärmere Menschen sind nicht in der Lage, die Kosten für OP und Medikamente aufzubringen, auch wenn wir nur geringe Preise nehmen. Die Kostenübernahme der Krankenkassen ist kaum gegeben, deshalb benötigen wir weiterhin Spenden für diese Arbeit. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

2010: Offizielle Eröffnung der „Mobilen Pflege“ in Gotse Delchev/Bulgarien

Samstag, den 10.07.2010. Neben dem Bürgermeister, seinem Stellvertreter und dem Vorsitzenden des Gemeinderates waren die Ärzte der Stadt und verschieden andere Personen des öffentlichen Lebens eingeladen. Dieter Happel führte in seiner Eröffnungsrede einige grundsätzliche Gedanken zur Diakonie aus, ging im Besonderen auf den neuen Dienst ein und gab die Grüße des Bundes Freier evangelsicher Gemeinden und der Auslandshilfe aus Deutschland weiter.

2010: Einweihung eines Kinderheimes für behinderte Kinder in Nemeskisfalud/Ungarn

Die Stiftung „Alte Menschen in Not“ in Gadaný und Nemeskisfalud/Ungarn hat sich weiter entwickelt. Am 23. Juli 2010 konnte ein neuer Komplex mit ebenerdigen und behindertengerecht eingerichteten Räumen für 36 Kinder, sowie Räumen für weitere 12 Jugendliche mit leichteren Behinderungen im 1. Obergeschoss des Haupthauses eingeweiht werden. Das Fest erfreute sich großer Beachtung, etwa 80 Gäste waren dabei und erlebten eine beeindruckende Feierstunde mit musikalischen Leckerbissen eines Chores und zwei Gitarristen. Die Grüße vom Bund Freier evangelischer Gemeinden und der Auslandshilfe überbrachte Dieter Happel.

2009: Christoph Lantelme wird als neuer Koordinator der Auslandshilfe eingeführt

Christoph Lantelme aus der FeG Altenkirchen-Bermoll wird am 10. Januar 2009 im Kronberg-Forum in Ewersbach in seinen Dienst als Koordinator der Auslandshilfe eingeführt.

Er übernimmt die Aufgaben von Günter Heini und geht mit viel Engagement und neuen Ideen an die Arbeit.

2008: Dieter Happel wird als neuer Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe eingesegnet

Mit neuer Freude und guter Motivation konnten wir zum gleichen Termin die Diensteinführung von Dieter Happel in das neue Amt als Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe feiern und ihn einsegnen.

1999 - 2008 - Leiter: Karl-Gerhard Köser

2008: Karl Gerhard Köser verlässt auf eigenen Wunsch die Leitung der Auslandshilfe

Nachdem Karl Gerhard Köser die Auslandshilfe als dessen Leiter auf eigenen Wunsch verlässt, um wieder in den Gemeindedienst zurückzukehren, endet eine Epoche der Auslandshilfe. Sie war geprägt durch eine starke Veränderung der Arbeit: Standen zu Beginn seiner Arbeit die Hilfslieferungen vornehmlich in die Länder des Balkans im Vordergrund, so verlagerte sich der Schwerpunkt in den letzten Jahren mehr hin zu Hilfsprojekten.

Auf der Abschiedsfeier am 21. September 2008 hatten wir Gelegenheit, diese Entwicklung nachzuzeichnen wie z. B. die Entstehung der Projekte Zeichen der Hoffnung, Zeichen der Liebe, Lebenszeichen, Alte Menschen in Not, Jakobus 1,27. Wir blicken voller Dankbarkeit auf das Wirken von Karl Gerhard Köser zurück.

2008: Günter Heini beendet seinen Dienst bei der Auslandshilfe

Günter Heini beendet seinen Dienst zum 31.Oktober 2008 bei der Auslandshilfe. Die offizielle Verabschiedung fand ebenfalls am 21. September statt.

2007: Das Gebäude des Tagesförderzentrums „Zeichen der Liebe“ wird eingeweiht.

Es ist geschafft! Das Gebäude des Tagesförderzentrums „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien, ist erstellt und wurde am 8. September 2007 eingeweiht. Am Tag darauf war das Zentrum für die Öffentlichkeit zu besichtigen.

Der „Erste Spatenstich“ fand am 10 September 2005 statt – also fast genau vor 2 Jahren. Baubeginn war im November 2005. Und nun steht der sehr freundliche, helle Bau am Rande der Stadt Gotse Delchev bereit, behinderte Kinder und Jugendliche aufzunehmen.

Damals, beim ersten Spatenstich dabei, war die stellvertretende Sozialministerin Ivanka Hristova. Wiederum ließ sie es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten und dem Einweihungsgottesdienst teilzunehmen. In ihrem Grußwort betonte sie ausdrücklich, dass „Zeichen der Liebe“ ein einmaliges Projekt in ganz Bulgarien mit einem großen Vorbildcharakter ist.

2007: Das neue Haus für demenzkranke alte Menschen in Nemeskisfalud/Ungarn wird eingeweiht.

Am 31. März 2007 wurde mit einer beeindruckenden Feierstunde das neue Haus für demenzkranke alte Menschen in Nemeskisfalud/Ungarn eingeweiht. Die ungarische Regierung war gleich mit drei (!) Ministern aus Budapest angereist. Damit wurde deutlich, welche Anerkennung die Arbeit der kleinen „Stiftung für alte Menschen in Not“ mit ihren Einrichtungen in Gadany und nun auch in Nemeskisfalud gefunden hat.

2007: Günter Heini beginnt seinen Dienst als „Koordinator der Auslandshilfe“

Im Mai dieses Jahres hat Günter Heini aus der FeG Rödermark als „Koordinator der Auslandshilfe“ seinen Dienst als Nachfolger von Manfred Eibach begonnen. Mit viel Engagement und Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter hat er sich an die Arbeit gemacht. Dabei galt es alte Gleise aufzunehmen und neue zu legen.

Nach dieser Einarbeitungszeit haben wir ihn – und natürlich auch seine Frau Irina mit den beiden Kindern – am 18. November 2007 unter Gottes Segen gestellt.

2006: Der Verein „Lebenszeichen“ konnte sein Mutter-und-Kind-Haus in Bukarest einweihen.

Am 12. Mai 2006 war es endlich so weit. Der Verein „Lebenszeichen“ konnte sein Mutter-und-Kind-Haus in Bukarest einweihen. Viel Gäste waren gekommen und konnten miterleben, wie die Vorsitzende; Emanuela Chiritescu, und der Projektleiter, Jürgen Hedfeld, das Band durchschnitten. Karl Gerhard Köser überbrachte als Leiter der AUSLANDSHILFE herzliche Grüße vom Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland und den Sponsoren. Die kleine Delegation aus Deutschland konnte sich davon überzeugen, dass die Spenden in ein wirklich sehr gut geeignetes Gebäude inverstiert wurden. Vereins- und Gemeindemitglieder haben enormes geleistet, um bis zur Einweihung alles fertig zu haben.

2006: Manfred Eibach wird aus dem Dienst der AUSLANDSHILFE verabschiedet.

Manfred Eibach wurde zum 31. Oktober 2006 aus dem Dienst als Referent der AUSLANDSHILFE verabschiedet. Er wechselte in den Pastorendienst.
Manfred Eibach hat in der AUSLANDSHILFE starke Spuren hinterlassen. Nicht nur die Reifenspuren der LKW nach Bulgarien, Rumänien, Mazedonien, Kosovo und andere Länder sind sichtbar, darüber hinaus gibt es eine große Segensspur zu den Gemeinden und Menschen in den Empfängerländern der AUSLANDSHILFE!

2005: Erster Spatenstich für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“.

Am 10. September 2005 wurde der erste Spatenstich für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ vollzogen. Mit vielen Luftballons, Gesängen, Grußworten und Gebeten auf dem Grundstück der künftigen „Tagesförderstätte Zeichen der Liebe“ für behinderte Kinder und Jugendliche.

Beteiligt waren auch Gotse Delchevs Bürgermeister Moskov und die stellvertretende Sozialministerin Bulgariens Ivanka Hristova.

2004: Finanzierungsplan für die Tagesförderstätte „Zeichen der Liebe“ genehmigt.

In ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. Juni 2004 haben Bundesleitung und Finanzausschuss unseres Bundes FeG dem Konzept sowie dem Finanzierungsplan des Projektes „Tagesförderstätte Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien, zugestimmt.

Basis der Zusammenarbeit in der deutsch-bulgarischen Stiftung „Zeichen der Liebe“ ist eine Kooperationsvereinbarung des Bundes FeG Deutschland mit der „Union der Evangelisch kongregationalen Gemeinden in Bulgarien“.>

Erste Schritte zur Verwirklichung des Projektes „Zeichen der Liebe“ sind gemacht:

  • Ein geeignetes Grundstück (ca. 7.200 m²) am Rande der Stadt Gotse Delchev ist gekauft worden.
  • Gespräche mit Behörden und Ministerien in Sofia über das Projekt und dessen Finanzierung haben stattgefunden.
  • Ein deutscher fachkundiger Architekt erarbeitet die Baupläne, die er dann gemeinsam mit einem bulgarischen Kollegen mit dem Bauantrag einreichen wird.
  • Johannes Pannen hat sich bereit erklärt, als Projektleiter den Aufbau der Einrichtung vor Ort zu leiten.

2003: Das zweite Gebäude des Altenheims Gadány wird festlich eingeweiht.

Am 3. Mai wurde das zweite Gebäude des Altenheims Gadány festlich eingeweiht.

Auch hier hat die AUSLANDSHILFE mit Geldern und Sachspenden (Baumaterialien) entscheidend geholfen.

2003: Bau einer Großküche in Gadany/Ungarn.

Ebenfalls im Jahr 2003 hat die AUSLANDSHILFE eine  Großkücheneinrichtung nach Gadany/Ungarn gebracht. Nun ist das neue Küchengebäude „drumherum gebaut“. Die 50 Altenheimbewohner können jetzt mittels dieser großen Sachspende „nach EU-Norm“ bekocht werden. Im Obergeschoß werden vier Gästezimmer eingerichtet.

Die Arbeit geht also mächtig voran. Und schon liegen Anfragen aus Nachbarorten vor, dort ebenfalls solch ein Altenheim zu errichten. Als Karl Gerhard Köser, Leiter der AUSLANDSHILFE, die Einrichtung Anfang Januar 2004 besuchte, waren die Bewohner voll des Lobes: „Wir sind hier wie eine große Familie“, meinte ein alter Mann. Und den Eindruck hat man auch, wenn man dieses Musterprojekt der Stiftung „Alte Menschen in Not“ südwestlich des Plattensees besucht.

2001: Die „Deutsche Klinik“ „Zeichen der Hoffnung“ in Goce Delchev, Bulgarien wird eröffnet.

Im September konnte die „Deutsche Klinik Zeichen der Hoffnung“ in Goce Delchev, Bulgarien eröffnet werden.

Diese Klinik wurde ausschließlich mit Spenden der AUSLANDSHILFE gebaut.

2001: Gottfried und Johanna Müller reisen aus nach Gotse Delchev.

Gottfried und Johanna Müller reisen aus nach Gotse Delchev, um dort die Fertigstellung der Klinik voranzutreiben und zu überwachen. Anschließend übernimmt Gottfried die technische Leitung der Klinik. Johanna Müller leitet die Pflege in der Klinik.

2000: Start des Häuserbau-Projektes „Jakobus 1, 27“ im Kosovo.

Nach dem Kosovokrieg waren viele Menschen in die Nachbarländer geflüchtet. Die AUSLANDSHILFE hat in dieser Phase mit Lebensmitteln und Kleidung geholfen. Die Analyse der Situation im Kosovo nach der westlichen Besetzung mit mit Hilfe einer Missionsstation in Mitrovica ergab, dass die vielen Witwen mit ihren halbwaisen Kindern besonders schlimm dran waren. So startete die AUSLANDSHILFE das Projekt „Jakobus 1, 27“. Für die betroffenen Witwen und Kinder wurden 30 Häuser in Mitrovica gebaut, so dass sie wieder ein Zuhause haben.

1999: Karl Gerhard Köser wird als hauptamtlicher Referatsleiter berufen.

Karl Gerhard Köser wird vom Bundesrat zusätzlich als hauptamtlicher Referatsleiter in die Arbeit der AUSLANDSHILFE berufen. Die neue Struktur konnte nun prägnant wie folgt zusammengefasst werden:

– „Diplomatie“ und Gesamtleitung (Karl Gerhard Köser),
– „Logistik“ (Manfred Eibach).

1995 - 1998 - Leiter: Manfred Eibach

1997: Vier Lastzüge fahren fast ununterbrochen mit Hilfsgütern in die Länder: Bulgarien, Moldavien, Rumänien, Ukraine.

1997 fahren vier Lastzüge fast ununterbrochen mit Hilfsgütern in die verschiedenen Länder: Bulgarien, Moldavien, Rumänien, Ukraine. Ungezählten Menschen und Gemeinden wird dadurch wertvolle Hilfe gebracht. Kinder- und Altenheime, Krankenhäuser und Gemeinden werden versorgt, vielen das Leben gerettet. In Gefängnisse und in abgelegene moslemische Gebiete kommt durch uns das Evangelium. Menschen kommen zum Glauben und neue Gemeinden bilden sich. Anfang des Jahres übernimmt die AUSLANDSHILFE auch die humanitäre Arbeit der Allianz-Mission in Tadschikistan und Weißrussland.

Durch das Unglück unseres LKWs erhalten wir einen schweren Schlag. Doch es findet sich ein gleichwertiger Lkw, den die Auslandshilfe preiswert erwerben kann. Im Herbst 1997 bekommen wir einen weiteren LkW, einen Sattelzug mit Auflieger, geschenkt. Jesus Christus hat die AUSLANDSHILFE bisher in oft wunderbarer Weise geführt. — Er wird es auch weiter tun!

1996: Die katastrophale Lage in den Ländern fordert uns stärker heraus

1996 gibt es immer mehr Transporte. Durch neue Verbindungen erhalten wir für die Arbeit Spenden in Sach- und Geldwerten. Die katastrophale Lage in den Ländern fordert uns stärker heraus und wir tun, was wir eben können, um das Evangelium in Wort und Tat nach Bulgarien und Rumänien zu bringen. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter stehen uns dabei zur Seite. Ohne sie wäre die Arbeit überhaupt nicht durchführbar.

1995: Manfred Eibach wird als Hauptverantwortlicher für die Koordination und Durchführung der Hilfsleistungen berufen.

1995 bittet P. Lenz um Hilfe in der Arbeit, weil der inzwischen stark gewachsene Umfang der Leistungen der AUSLANDSHILFE, mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit nicht mehr zu leisten ist. Jährlich fahren bis zu 20 Lastzüge mit Hilfsgütern in die Länder.

Der Bundesrat beruft Manfred Eibach als Hauptverantwortlichen des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland für die Koordination und Durchführung der Hilfsleistungen. Ab August 1995 beginnt er seine Arbeit. Paul Lenz unterstützt ihn weiter ehrenamtlich.

1989 - 1994 - Leiter: Paul Lenz

1994: Bis 1994 wird in Deutschland die Struktur der AUSLANDSHILFE immer mehr ausgebaut.

1992—1994 wird in Deutschland die Struktur der AUSLANDSHILFE immer mehr ausgebaut. In verschiedenen Lagern wird das Hilfsgut gesammelt, geordnet, verpackt und für die Transporte vorbereitet.

Die Union der Evangelischen Kirchen in Bulgarien schließt sich dem Internationalen Bund der Freien evangelischen Gemeinden an. Durch die Auslandshilfe werden Baumaßnahmen in verschiedenen Gemeinden in Bulgarien eingeleitet. Bibeln, Lebensmittel und Kleidung gehen verstärkt in das ausgeplünderte Land. Immer mehr Kontakte ergeben sich zu staatlichen Stellen und anderen Verbänden, die sich äußerst positiv auf die kirchliche Arbeit unserer dortigen Gemeinden auswirken.

Eine Stiftung mit jungen bulgarischen Ärzten wird gegründet und sehr viele Hilfsgüter für Krankenhäuser gehen besonders in den südöstlichen Teil des Landes. P. Lenz wird zu evangelistischen Ansprachen auf Kongressen und Tagungen eingeladen, die von nichtchristlichen Organisationen durchgeführt werden. Die Wirkungen gehen durch das ganze Land. Die bulgarischen Gemeinden stabilisieren sich dadurch.

In Rumänien werden die Verbindungen zu den Brüdergemeinden abgelöst von einer neuen Gemeindegruppe, die bis dahin ebenfalls ohne Auslandskontakte gewesen ist Diese Gemeinden arbeiten sehr stark evangelistisch und werden von unserer Auslandshilfe unterstützt, besonders auch im Bau neuer Gemeindehäuser.

1991: Es erfolgt ein Hilferuf aus Albanien.

1991 erfolgt ein Hilferuf aus Albanien. P. Lenz fliegt nach Griechenland und nimmt dort Verbindung mit unseren Gemeinden auf und fliegt weiter nach Tirana, um dann in Vlore ein Kinderheim, das sich in chaotischem Zustand befindet, zu besichtigen und die Hilfe zur Erneuerung einzuleiten, die umgehend erfolgt.

1990: Kontakte in Rumänien und Bulgarien

Hilfen nach Rumänien gehen nach der „Wende“ meist in die dort deutschsprachigen Brüdergemeinden. Aus den Kleintransporten sind inzwischen fast ausschließlich Lastzüge geworden.

Erste Kontakte nach Bulgarien entstehen, und in der großen Notlage werden die ersten Lastzüge mit Lebensmitteln nach Sofia gefahren. Kontaktstelle ist die „Union der Evangelischen Kirche in Bulgarien“, eine Gruppe von gläubigen Gemeinden, die bisher ohne Auslandsverbindung ist. Durch einen LKW, der uns zur Verfügung gestellt wird, geschehen diese Fahrten sehr kostengünstig. P. Lenz besucht Rumänien und Bulgarien und baut die Struktur für die Hilfstransporte auf.

1989: Die Bundesleitung bittet Pastor Paul Lenz, Hilfsinitiativen in Länder des zerfallenden Ostblocks ehrenamtlich zu koordinieren und neu zu ordnen.

1989 bittet die Bundesleitung Pastor Paul Lenz, die in manchen Gemeinden und im Bund Freier evangelischer Gemeinden bereits bestehenden Hilfsinitiativen für Rumänien und weitere Staaten des damaligen Ostblocks ehrenamtlich zu koordinieren und neu zu ordnen.

Erste Hilfstransporte wurden bereits seit 1981 durchgeführt. Am 27.11 1981 führte Lutz Noak, heute Missionsleiter des Missionswerkes Osteuropa „Er bleibt treu“ e.V. den ersten Hilfsstransport für den Bund Freier evangelischer Gemeinden nach Polen durch. Weitere Transporte mit Hilfsgütern sowie mit Baumaterial für Gemeindehäuser usw. wurden von Lothar Schneider aus Burscheid organisiert. Genutzt wurden in dieser Zeit LKW’s der Firma Wader Toys aus Radevormwald.