Frauen in Bukarest

Wer kümmert sich um die Kinder in Bukarest?

Verlassen und ohne Zukunft?

Ein Leben mit einem eigenen Kind? So fragten sich viele Frauen in Bukarest im Jahr 2002. Sie leben in kurzzeitiger, unsicherer Partnerschaft und sind ungewollt schwanger. Keine finanzielle oder materielle Absicherung, z.T.  Drogensucht, Probleme im Elternhaus, drohender Verlust des Arbeitsplatzes oder arbeitslos, kein Zimmer oder Wohnung für Mutter und Kind. Die Folge: Die Kinder werden – soweit sie nicht abgetrieben werden – in der Klinik zurückgelassen. Sie bleiben dort bis zu einem Jahr liegen, werden morgens und abends gewickelt, erleben aber sonst keine Zuwendung.

Ehrenamtliche Frauen aus der Gemeinde und von einer Hilfsorganisation versuchen, sich um sie zu kümmern. So stellen sie einige kleine Püppchen auf, damit die Kinder im Laufe des Tages einmal etwas zum Spielen haben.

Dennoch ist die Lage der Kinder katastrophal. Gerade im ersten Jahr benötigen die Kinder die elterliche Wärme, auf die sie aber gänzlich verzichten müssen.

Einige von ihnen werden nach einem Jahr zur Adoption freigegeben. Die meisten kommen in ein Kinderheim. Dort sind die Verhältnisse ebenfalls so schlimm, dass viele versuchen werden, so schnell wie möglich „abzuhauen“. Dann landen sie auf der Strasse.

Einige Mitglieder einer jungen Gemeinde aus Bukarest (Bild) kümmern sich im Projekt „Lebenszeichen“ um diese Kinder.

Wir von der AUSLANDSHILFE haben mit der Stiftung „Lebenszeichen“ einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. So ist es möglich, dass wir in Zukunft entsprechend den eingehenden Spenden die Arbeit der Stiftung „Lebenszeichen“ tatkräftig unterstützen können.

zu „Lebenszeichen“