Fritz Dörnemann †

2004 ein ehrenamtlicher Mitarbeiter im Alter von 84 Jahren

Zugegeben, der Jüngste war er nicht mehr. Mit seinen 84 Jahren war er aber immer noch schwer aktiv. Fritz Dörnemann aus Wilnsdorf war ehemaliger Eisenbahner. Auch fuhr er mit Vorliebe mit dem Reisebus. Doch seine „heiße Liebe“ waren die Fahrräder. Nicht, dass er selber noch seine Runden drehte. Er sammelte gebrauchte Fahrräder. In 12 Jahren waren es über 700 Stück! Er hat es penibel festgehalten. Seien es Kinder-, Jugend-, Herren- oder Damenräder – er konnte alle gebrauchen. Manchmal machte er aus zweien eins oder aus dreien zwei oder auch aus sieben fünf. Und wenn mal ein Teil fehlte, Fritz Dörnemann hatte alles auf Lager, auf drei Etagen über den Garagen. „Ich brauche gar keine Werbung zu machen. Das hat sich herumgesprochen“, meinte der Rentner voller Tatendrang. „Und wenn ich dann wieder mal so eine Ladung zusammen habe, dann stellt uns meine Frau Johanna ihren Kleintransporter zur Verfügung, und ab geht’s ins Lager der Auslandshilfe nach Eibelshausen.
Seitdem dort freitags von 14 bis 17 Uhr Öffnungszeit war, brauchte ich mich gar nicht mehr lange vorher anzumelden. Dann luden wir ab, ergänzen die Strichliste und fuhren wieder nach Hause“, berichtete Fritz Dörnemann voller Elan. „Und bei allen Fahrrädern sind die Pedalen immer nach innen! Dann kann man sie besser laden.“ An alles ist gedacht.

Schon 1992 haben Dörnemanns „unter der Obhut“ des damaligen Leiters der Auslandshilfe, Pastor i.R. Paul Lenz, angefangen, Sachen für die Auslandshilfe zu sammeln. Neben den Fahrrädern waren es vor allem Bananenkartons voller gut sortierter gebrauchter Kleidung und auch die beliebten Lebensmittelkartons. Und als sie dann im Jahre 2002 mit der Studienreise der Auslandshilfe selber einmal „vor Ort“ gesehen haben, wohin die Fahrräder und die anderen Sachen gehen, waren sie beeindruckt. Sie reden viel davon. Aber sie redeten eben nicht nur….