Beispiele und Berichte

Wie können wir helfen? Wie können wir die Arbeit der Auslandshilfe bekannt machen?
Wie können wir als Freie evangelische Gemeinde zeigen, dass wir auch unsere diakonische Verantwortung wahrnehmen?

Die folgenden Beispiele können Ihnen Informationen und Anregungen bei der Planung Ihrer Aktionen geben:

Beispiele zu „Pakete zum Leben“

Beispiel 01: Käufer im Supermarkt spenden für Bedürftige

Extertal (idea) –

Auf ungewöhnliche Weise haben sich Jugendliche der Freien evangelischen Gemeinde in Extertal-Bösingfeld bei Detmold für Notleidende engagiert: Sie luden die Kunden eines Supermarkts am 10. Oktober 2009 ein, etwas mehr einzukaufen als geplant, um dann Lebensmittelpakete für bedürftige Familien auf dem Balkan zu packen.

Junge Christen engagieren sich für Familien in Südosteuropa.

Auf dem Parkplatz des Markts wurden dazu leere Kartons mit der Packanleitung sowie ein Musterpaket vorbereitet. Wer zwölf Euro investierte, sicherte mit Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Reis, Mehl und Öl den Bedarf einer Familie für eine Woche. Trotz Regen­wetters kamen 45 Pakete zusammen. Weitere 250 Kartons will die Gemeinde am 19. Oktober befüllen. Die Initiative war Teil einer seit längerer Zeit laufenden Hilfsaktion unter dem Dach der Auslandshilfe des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Nach deren Angaben können durch solche Initiativen jedes Jahr über 10.000 Lebensmittelpakete nach Südosteuropa gebracht werden.

Beispiel 02: Pakete zum Leben bei real,-

Lebensmittelaktion in
Hemer

Eine besondere Idee hat die Gemeinde in Hemer entwickelt. In dem Wissen, dass auch die Menschen ausserhalb der Gemeinden für die humanitäre Hilfe aufgeschlossen sind, hat sie die Aktion in einen Supermarkt verlegt.

Mit dem Geschäftsführer wurde vereinbart, dort einen Informationsstand über „Pakete zum Leben“ aufzustellen und dabei gleich die Möglichkeit zu geben, die Lebensmittel zu kaufen und ein Paket zu packen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Freien evangelischen Gemeinden nicht nur „fromm“, sondern auch im sozialen und diakonischen Bereich tätig sind.

Der Geschäftsführer war gerne bereit, die Aktion zu unterstützen und hat jede ihm mögliche Hilfe geleistet. So wurde die Aktion ein voller Erfolg. Von 9 – 16 Uhr wurden ca. 150 Pakete gepackt. Dazu hatte die Gemeinde noch weitere 85 Pakete beigestellt.

Beispiel P03: Weihnachten – genug zu essen

Lebensmittelpakete für Osteuropa

Aktion in Radevormwald und Beyenburg

Bei der Aktion wurden in Radevormwald und Beyenburg ca. 860 Lebensmittelpakete gepackt, die für bedürftige Menschen in Osteuropa bestimmt sind. Es ist erfreulich, dass trotz knapper werdender mittel der Blick für Menschen, die es noch nötiger haben, nicht verloren gegangen ist. Das gute Ergebnis zu erzielen war nur durch das Engagement vieler Einzelner und von Gruppen möglich. Für ihre Mithilfe und Unterstützung möchten wir herzlich danken.

Hier noch enmal ein kurzer Rückblick:

Ende Oktober wurden 900 leere Kartons in der FeG Radevormwald-Grafweg abgeliefert

Der Spendenaufruf wird über Zeitungen und die Gemeindebriefe aller radevormwalder Kirchen veröffentlicht und in der Stadtbücherei und in Geschäften ausgehängt. Das Auto im Bild hat einen Aufruf im Heckfenster.

Die leeren Kartons werden an den Ausgabestellen verteilt. Alle, die mitmachen wollen, holen sich die Kartons und bringen sie gefüllt wieder zurück.

In der Stadtbücherei werden im laufe des Monats ca. 50 Pakete abgegeben. Manche Leser bringen auch die Lebensmittel mit und packen ihr Paket direkt in der Bücherei.

In einem Feinkostgeschäft werden im Kundenauftrag 140 Pakete gepackt.

Die Kolpingfrauen sammeln Gänseessen für die Aktion und können anschließend 60 Pakete packen.

Die Konfirmanden der Evangelischen Kirchen füllen in einem Jugendgottesdienst 50 Pakete.

Die Mitarbeiter der Auslandshilfe bringen den ersten Schub ins Zwischenlager in Eschneburg-Eibelshausen (heute Eschenburg-Wissenbach).

Im Dezember fahren 2 Transporter mit Hilfsgütern und Lebensmittelpaketen in Richtung Rumänien und Bulgarien. Weitere Transporte folgen etwa 2x im Monat. Die Hilfsgüter werden an christliche Gemeinden und Partnerorganisationen in Rumänien, Bulgarien, Makedonien, und Kosovo gegeben. Einheimische Mitarbeiter verteilen die Lebensmittelpakete an bedürftige Witwen und Familien.

Beispiel P04: Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Salzuflen

Die FeG Bad Salzuflen hat im Dezember sowohl in der Gemeinde als auch auf dem Bad Salzufler Weihnachtsmarkt eine Aktion „Pakete zum Leben“ gestartet. Wie die Bilder zeigen, konnte die Gemeinde auf dem Weihnachtsmarkt an exponierter Stelle einen Stand errichten. Darüber hinaus half die Jugend beim Packen der Pakete.

Die Gemeinde ist dankbar, dass ca. 130 Pakete zusammen kamen.

Zur Stärkung gabs eine zünftige Currywurst für die jugendlichen Helfer.

Beispiel P05: „Pakete zum Leben“ im Supermarkt in Nürnberg

„Sie spenden, wir fahren – Ihre Hilfe kommt an!“ Mit diesem Slogan warb die FeG Nürnberg in einem großen Nürnberger Supermarkt um Spenden für Lebensmittel. Nachfolgend ein Erfahrungsbericht:

Bisher wurden Pakete mit Grundnahrungsmitteln für hungernde Menschen in Osteuropa nur in der Gemeinde selbst gepackt und gesammelt. Um diese gute und hilfreiche Aktion auf eine breitere Basis zu stellen, wurde Folgendes unternommen:

Mit Genehmigung der Geschäftsleitung des Marktkauf Nürnberg Mögeldorf – die sich stets sehr kooperativ und hilfsbereit verhalten hat – wurden im Kassenbereich des Supermarktes von dessen Mitarbeitern 8 Paletten mit den erforderlichen Grundnahrungsmitteln (Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, etc.) aufgebaut. Danach folgte eine Kasse, dann ein Packtisch der FeG Nürnberg und eine (zunächst) leere Palette. Mit einem großen Plakat am Eingang und einer Powerpoint-Präsentation, die von den an den Kassen stehenden Kunden gesehen werden konnte, wurde auf die Aktion hingewiesen.

Insgesamt haben über 50 Helfer/Innen im Alter zwischen 6 und 66 Jahren im 2-Stunden-Rhythmus im Marktkauf mitgearbeitet. Am Freitagmorgen um 08.00h begann die „erste Schicht“ damit, Besuchern des Marktkaufes ein Informationsblatt zu geben, das diese während des Einkaufs lesen konnten, um so evtl. vorhandenes Misstrauen abzubauen. Das Ziel war, Kunden des Supermarktes zu einer Spende zu bewegen. Das gespendete Geld wurde vor Ort direkt in Lebensmittel umgesetzt, die sofort verpackt wurden. Die Menschen konnten mit eigenen Augen sehen, was mit ihrem Geld passiert. Dadurch wurde die Glaubwürdigkeit der Aktion extrem erhöht!

Leider wurde sehr schnell deutlich, dass wir „… nicht gegen Fleisch und Blut“ zu kämpfen haben, sondern in einer zutiefst geistlichen Auseinandersetzung stehen. Bereits nach zwei Stunden wurde uns verboten, die Flyer aktiv zu verteilen. Mehrere Kunden hatten sich bei der Geschäftsleitung beschwert, angeblich „massiv am Weitergehen behindert worden zu sein“.

Kurze Zeit später forderte ein Kunde, die Aktion sofort abzubrechen. Er hätte in unseren beamer geschaut und dadurch seine Augen verletzt. Als wir unsere Tätigkeit fortsetzten, holte er die Polizei und wollte Anzeige wegen Körperverletzung erstatten. Als dann auch noch der Geschäftsführer dazu kam, fürchteten wir ernsthaft um den Fortgang der Aktion. Spontan gingen einige Mitarbeiterinnen ins Auto, um zu beten. Gott sei Dank konnten wir weitermachen. Aber wir durften nicht mehr einladen. So blieb uns nur die Bitte: „HERR, jetzt musst DU Menschen motivieren, Geld zu spenden!“

Das Ergebnis hat uns mehr als beschämt: Gemeinsam mit den Paketen, die vorab von Gemeindegliedern gepackt worden waren, und Sonderspenden in Höhe von € 900,- (Gemeindebesuchern, die diese Aktion gern unterstützen wollten, aber entweder keine Zeit oder keine Kraft zum Packen der Pakete hatten, wurde die Möglichkeit gegeben, Geld zu spenden, das dann im Marktkauf in Pakete umgesetzt wurde) konnten knapp 500 „Pakete zum Leben“ zusammengestellt werden! Das sind jeweils fast 1 Tonne Mehl, Zucker, Reis und Nudeln, 1000 l Speiseöl, 1000 Packungen Vitamintabletten und ein Zentner Schokolade.

Wir sind Gott so dankbar für seine gnädige Hilfe! Alle Mitarbeiter sind am Samstagabend extrem müde, aber sehr glücklich und dankbar ins Bett gesunken. Und der Geschäftsführer des Supermarktes verabschiedete sich mit der Frage, wann wir diese Aktion wieder durchführen wollen.

P.S.: Diese Aktion wurde auch schon von anderen FeG´s durchgeführt. Wer diese tolle Möglichkeit zur nachhaltigen Unterstützung der Auslandshilfe ebenfalls wahrnehmen möchte, kann per email bei christoph.lantelme@bund.feg.de die verwendeten Werbematerialien (Flyer, Banner, ppt.-Präsentation, ppt. – Großtext für Kartons), eine Mitarbeiterübersicht als Vorlage für die Planung der Aktion, sowie Fotos anfordern.

Beispiel P06: „Pakete zum Leben“ für mazedonische Familien

Westdeutsche Zeitung

45 arme Familien in Osteuropa können sich über je ein „Paket zum Leben“ freuen. Die Bewohner der Kursana-Residenz hatten für die Aktion Geld gespendet, Mitarbeiter den Inhalt zusammengestellt und verpackt: Zucker, Mehl, Öl und andere Grundnahrungsmittel im Wert von jeweils neun Euro. Davon kann eine vierköpfige Familie eine Woche lang leben. Bei einem Discounter in Mazedonien, Rumänien, Bulgarien und im Kosovo würden die Lebensmittel etwa das Doppelte kosten. Den Transport der Pakete übernimmt die Auslandshilfe der Freien evangelischen Gemeinde.

Beispiel P07: Erwitte und Lippstadt: Zweimal ausverkauft

Der erste Tag dieser für uns „neuen“ Aktion war nicht sehr erfolgreich, doch nach einem Artikel in unserer Tageszeitung „Der Patriot“ änderte sich das.

Als wir um 10:00 Uhr am zweiten Samstag am „Minipreis“ in Erwitte ankamen, stand dort bereits ein Mann und fragte“ Sind Sie die Christen, die Lebensmittel sammeln?“.

Er übergab uns mehrere Körbe voller Lebensmittel. Allein dieser gute Start in den Tag lockerte bei uns die Stimmung deutlich. Voller Elan begannen wir unsere „Arbeit“ und nahmen fleißig die Lebensmittelspenden entgegen. Bis, ja bis der Marktleiter um 15:00 Uhr kam und uns aufforderte, unseren Stand abzubauen.

Mein erster Gedanke war: „Was haben wir falsch gemacht“? Auf Nachfrage teilte er mit, das die Regale leer wären und er nichts mehr verkaufen könne. Ich wollte das so nicht glauben und ging in den Supermarkt, der ja immerhin der größte im Ort ist, mit entsprechendem Vorrat. Doch am Regal angekommen, bot sich mir ein für deutsche Verhältnisse seltener Anblick, die Regale der Waren die wir für „unsere“ Pakete benötigten, waren perfekt zur Reinigung vorbereitet. Aber für das nächstemal versprach der Marktleiter, gleich zwei Paletten bereitzustellen.

Durch diese Erlebnisse ernüchtert, fuhr ich vorsichtshalber zu dem Supermarkt, mit dem wir für kommende Woche eine Sammlung für die Aktion verabredet hatten. Ich übergab dem Marktleiter einen Flyer und informierte Ihn über das Erlebnis bei seinem Kollegen in Erwitte. Er bedankte sich herzlich und erklärte, dass diese Information für Ihn sehr wichtig wäre, da er nur zweimal wöchentlich beliefert würde.

Wir traten also vereinbarungsgemäß am Samstagmorgen im Supermarkt an. Am Mittag sah es bereits so aus, dass keine Ware mehr vorhanden wäre. Wir wollten schon abbrechen, da fand sich plötzlich doch noch eine Lieferung im Lager. Diese wurde umgehend der Einfachheit halber  im Markt vor dem Regal platziert. Doch dann kam die Ernüchterung: Das Erlebnis der vorangegangenen Woche wiederholte sich um 17:00 Uhr. Neuer Markt, altes Problem – die Regale waren leer. Also Zwangsfeierabend.

Zwischenzeitlich erfuhr ich, das die nächste Lieferung nach Mazedonien gehen sollte, so das die gespendeten 122 Pakete den Menschen in Mazedonien für eine gewisse Zeit das Ürleben sichern werden. Mit diesen 122 Paketen hinterlassen wir deutliche Spuren bei den Menschen dort, die dringend auf diese Hilfe angewiesen sind. Sie können sich nicht selbst versorgen, weil sie entweder zu gebrechlich oder noch zu jung sind, um sich selbst zu versorgen. Oder weil die Infrastruktur für eine Selbstversorgung einfach nicht vorhanden ist. Gottes Wege sind unergründlich.

In einem Telefonat mit dem Koordinator der FEG Auslandshilfe, Christoph Lantelme, erfuhr ich, dass der Fahrer für den nächsten Transport aufgrund eines Unfalles ausgefallen ist. Dies erzählte ich einem Freund aus der Gemeinde während eines gemeinsamen Saunaabends. Er sagte, dass er vielleicht jemanden kennen würde….

Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von „Dieter“. Dieter wollte sich über die Fahrt informieren. Ich bot ihm an, einfach mitzukommen und selbst mit dem Koordinator zu sprechen. Denn wir mussten ja noch unsere „Pakete zum Leben“ ins Lager nach Wissenbach bringen. Dieter kam mit und übernahm die Fahrt gern. Die Pakete erreichten die Menschen in Skopje/ Mazedonien einige Tage später.

Ich danke jedem einzelnen, der diese Aktion unterstützt. Sei es durch die Arbeit, durch Gebete oder durch Geldspenden.

Beispiel P08: Pakete zum Leben im Kaufpark Solingen

Am Samstag, den 15.10.2011 haben wir, die FeGs Solingen -Mitte, -Merscheid und -Aufderhöhe gemeinsam im Eingangsbereich des Kaufpark Solingen Aufderhöhe um Spenden für Pakete zum Leben gebeten. Hinzu kam gespendetes Geld aus den Gemeinden und von privaten Sammlungen.

Die Filiale hat uns Paletten mit den entsprechenden Lebensmitteln bereitgestellt, und so konnten die Pakete sofort gepackt werden und in den bereitstehenden Lkw der Auslandshilfe geladen werden. Am Ende der Aktion hatten wir 434 Pakete auf mehr als 8 Paletten gepackt! Davon waren fast die Hälfte der Pakete durch die Spenden der Kunden zusammen gekommen. Das sind immerhin fast 2000,-Euro!

Am Nachmittag wurden dann noch Pakete aus Wuppertal Ronsdorf abgeholt. Die dortige Gemeinde hatte dieselbe Aktion im Kaufpark Ronsdorf durchgeführt. Hier kamen noch einmal 5 Paletten hinzu! Wir hatten viele, viele Helfer, und ich hatte den Eindruck, dass alle eifrig und begeistert dabei waren, was nicht zuletzt an dem wunderschönen Herbstwetter lag.

Dadurch, dass wir die Aktion gemeinsam gemacht haben, hat sich auch die Arbeit der Planung und Vorbereitung auf mehr Leute verteilt. Es war auch schön, mal einige Geschwister aus den anderen FeGs kennenzulernen. Am Ende des Tages waren sich alle darüber einig, dass wir diese Aktion wiederholen wollen.

Clemens Baehr, Leichlingen

Bericht aus der Rheinischen Post, Solingen

Solingen

Hilfspakete für
Osteuropa

VON DARIA ZYGOWSKI – zuletzt aktualisiert: 17.10.2011

Solingen (RP). Zwei Kilogramm Spaghetti, Weizenmehl, Zucker und Reis sowie zwei Liter Speiseöl und zwei Röhrchen Multivitamintabletten in einem Gesamtwert von 10,50 Euro – was hierzulande zu einem gewöhnlichen Einkauf gehört, zaubert in Südosteuropa ein Lächeln in so manches Gesicht.

Ingrid Bruchhaus füllt mit Mitgliedern der Freien evangelischen Gemeinden Pakete für bedürftige Rentner, Arbeitslose, Witwen und Waisen. Foto: Stephan Köhlen

„Pakete zum Leben“ heißt die Aktion der drei Freien evangelischen Gemeinden Solingen Mitte, Merscheid und Aufderhöhe, die am Samstag zum ersten Mal öffentlich stattgefunden hat.
Am Kaufpark Aufderhöhe wurden mit Hilfe spendenfreudiger Kunden Grundnahrungsmittel zusammengestellt, die hilfebedürftigen Menschen unter anderem in Bulgarien, Rumänien und Mazedonien zugutekommen. Durch die Wirtschaftskrise wird dort der Spagat zwischen Arm und Reich immer größer – besonders hart trifft es Menschen am Rande der Gesellschaft wie Rentner, Arbeitslose, Romafamilien, Witwen und Waisen. Motiviert von den Vertretern der Gemeinden, darunter Ingrid Bruchhaus, erklären sich viele Kunden spontan breit, vor dem Eingang des Supermarktes tatkräftig mitzuwirken. Unter ihnen ist Kai Kunick. Der 45-jährige Familienvater zeigt sich von der Idee begeistert und füllt das Paket sogar selbst auf. Einmal zugeklebt, wandert es direkt in den Lkw, der vor dem Supermarkt wartet.
Gerade im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest bleibt so mancher Mutter der Kloß im Hals stecken, als sie erfährt, dass neben Krankenhäusern und Therapiestätten auch Kinderheime und Mutter-Kind-Häuser zu den Adressaten gehören. „Wenn es so einfach ist zu helfen, mache ich natürlich mit“, sagt Marion Scherer. „Solche öffentlichen Veranstaltungen sollte es öfter geben, damit die Menschen auf diese Problematik aufmerksam werden.“ Ihre kleine Tochter an der Hand führend, wirkt sie nachdenklich und reicht den Betrag von 10,50 Euro an die Spenderkasse weiter.

Ehrenamtliche Lkw-Fahrer

Mit großer Begeisterung werden insgesamt 434 Pakete gepackt. In den nächsten Tagen wird die Ware ihr Ziel erreichen. Für viele Empfänger der „Pakete zum Leben“ sind diese das seltene Geschenk, sich satt essen zu können. Im Jahr 2009 haben über 12 600 Lieferungen die bedürftigen Menschen erreicht. Die Transportkosten werden durch Spenden finanziert.

Ehrenamtliche Lkw-Fahrer, darunter Clemens Baehr, setzen ihre freie Zeit ein. Etwa alle 14 Tage fahren sie 80 Kubikmeter Hilfsgüter nach Südosteuropa. Dafür legen sie Strecken von bis zu 5000 Kilometern zurück.

Beispiel P09: Pfadfinder der FeG Roedermark sammeln im „Kaufland“

Pakete gegen Not und Hunger

Auszug aus einem Bericht der „Offenbach Post“, Christine Ziesecke vom 16.01.2012

Wer am Samstag, den 14.01.2012 im „Kaufland“- Urberach seine Besorgungen erledigte, wurde wahrscheinlich von Pfadfindern für die Aktion „Pakete zum Leben“ angesprochen.

„Wir mussten Leute finden, die Sachen einkaufen, die für die Pakete gut sind, und die Pakete sind für Menschen in Osteuropa, die sich nicht so viel leisten können.“ So einfach drückte es Wölfling Jakob Schoßer aus, ein Pfadfinder FeG vom Stamm „Wanderfalken“. Die Resonanz war positiv: „Viele haben mitgemacht“.

„Pakete zum Leben“ sind eine Aktion des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden (FeG). Sie sammeln Lebensmittel für den Balkan, wo Armut und Not den Menschen oft lebensbedrohlich werden. Die Auslandshilfe der FeG liefert den Gemeinden genormte Kartons samt Packanleitungen und genauer Beschreibung der Grundnahrungsmittel. Rund zehn Euro kostet der Inhalt aus zwei Packungen Spaghetti, Reis, Mehl, Zucker, Öl und Vitamintabletten.

Die Firma „Kaufland“ im Märktezentrum hatte den Pfadfindern die benötigte Aktionsfläche zur Verfügung gestellt.

Beim Sonntagsgottesdienst gestern wurden die Pakete aufgestapelt, um die Gemeindeglieder zu motivieren, selbst noch welche zu packen.
Hier der gesamte Zeitungsausschnitt [ hier ]

Beispiel P10: Pankower Schulklasse will hungernden Kindern helfen

(Aus „Berliner Woche“ Ausgabe Pankow-Süd, vom 27.06.2012)

Pankow. Ganz praktisch etwas dagegen tun, dass andere Kinder Hunger leiden, das wollen die Schüler der Klasse 2a der Elizabeth-Shaw-Grundschule am U-Bahnhof Pankow.

Zum Ende des Schuljahres gingen sie darum gemeinsam einkaufen. Öl und Nudeln, Spaghetti und Mehl, Zucker, Vitamin-Tabletten und Reis wurden besorgt. Das alles packten sie in Kartons. Zehn dieser Pakete übergaben sie an Timo Heimlich. Der Pastor der Freien Evangelischen Gemeinde Pankow leitet sie an die Aktion „Pakete zum Leben“ weiter.

Bei dieser Aktion handelt es sich um ein Projekt des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden in Deutschland. Diese möchten Familien in Südosteuropa, denen es nicht so gut geht, mit Lebensmittelpaketen unterstützen. „Unsere Pankower Gemeinde beteiligte sich im vergangenen Jahr schon erfolgreich an dieser Aktion“, sagt Timo Heimlich. „Wir informierten an einem Stand auf dem Fest an der Panke über ,Pakete zum Leben‘. Dabei verteilten wir Informationsblätter und Kartons. Insgesamt 100 Pakete konnten wir im Herbst auf die Reise schicken.“

Damit die Lebensmittel auch dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden, arbeitet der Bund Freier Evangelischer Gemeinden mit Akteuren vor Ort zusammen. „Die wissen am besten, welche Familien wirklich bedürftig sind“, sagt der Pankower Pastor. In der Pankower Gemeinde gab es dann die Idee, Schulklassen für das Projekt zu interessieren. Die erste Klasse, die Pakete für die diesjährige Aktion gepackt hat, ist nun die 2a aus der Elizabeth-Shaw-Grundschule.

Unter Anleitung ihrer Klassenlehrerin Nancy Pfeiffer beschäftigten sich die Kinder intensiv mit Fragen wie „Warum leben Menschen in Südosteuropa in Armut?“ oder „Welche Lebensmittel eignen sich eigentlich zum Verschicken?“ Dabei erfuhren die Schüler zum Beispiel, dass durch militärische Auseinandersetzungen auf dem Balkan viele Kinder ihre Väter verloren haben. Die Familien haben es jetzt nicht einfach, sich durchs Leben zu schlagen. Viele Lebensmittel, die es in Deutschland im Überfluss gibt, sind dort Mangelware. „Ich finde es wichtig zu helfen“, sagte zum Beispiel Emily beim Packen eines der Pakete. „Denn so wie ich nicht hungern will, so wollen das bestimmt auch die Kinder in den anderen Ländern nicht.“ Dieser Meinung sind auch ihre Klassenkameraden. Timo Heimlich hofft, dass sich nach den Sommerferien noch weitere Schulklassen, aber auch Erwachsene im Pankower Kiezbüro in der Berliner Straße 10 melden, die „Pakete zum Leben“ packen möchten. Diese erhalten dort die Kartons für die Lebensmittel und Tipps, was in die Kartons hinein soll und wie sie am besten zu packen sind.  BW

Beispiel P11: Kinder für „Pakete zum Leben“

Was hat die Mauer von Jericho mit „Pakete zum Leben“ zu tun? Im Herbst 2012 probten 15 Kinder unterstützt von einigen jungen Erwachsenen der Gemeinde Neukirchen-Vluyn fleißig Lieder und Texte des Kindermusicals „Josua“. Bei der Gestaltung der Dekoration kam dann die Frage auf: „Womit bauen wir die Mauer von Jericho?“

Schnell war eine gute Idee parat. „Wir nehmen die Kartons für „Pakete zum Leben“, denn die Kollekte der Aufführung war für das Füllen solcher Pakete gedacht. Gesagt, getan! Es wurden 60 Leerkartons von der Auslandshilfe geordert.

In den Herbstferien stand dann die Umgestaltung der Pakete zu Steinen im Rahmen einer Kinderstundenaktion auf dem Programm. Mit Hilfe von Wasserfarben wurden aus Kartons bunte Steine. Am Ende stand eine stattliche Mauer.

Am 11. November war es so weit, das Musical wurde mit viel Begeisterung aufgeführt. Beim Lied – „Sieben Tage“ – stürzte die Mauer ein. Anschließend wurden die Kollektenbeutel gut
gefüllt.

Kurze Zeit vor der Aufführung des Musicals waren in der Gemeinde bereits Pakete zum Leben gepackt worden und so dauerte es noch bis März 2013, bis die nächste Sammelaktion anstand. Mit tatkräftiger Hilfe wurden dazu für 30 Pakete Lebensmittel eingekauft und ins Gemeindehaus gebracht.

Die Kinder erfuhren am 03. März 2013 im Kindergottesdienst mehr über die Aktion „Pakete zum Leben“ der Auslandshilfe und über die Menschen, für die diese Pakete so wichtig sind, weil sie in großer Armut leben. Dann wurde fleißig gepackt.

44 Pakete waren es am Ende und die Kinder schleppten die Pakete in einen Golf Kombi, der damit bis zur Decke (einschließlich Rücksitzbank und Beifahrersitz) zum Abtransport gefüllt war. Eine tolle Erfahrung für die Kinder und die gesamte Gemeinde.

Angelika Schrade, FeG Neukirchen-Vluyn

Beispiel P12: Gelungene Mission im Supermarkt

Im März 2015 veranstaltete die FeG Hanstedt für die Auslandshilfe bei EDEKA in Garstedt (am Rande der Lüneburger Heide) eine Spendenaktion „Pakete zum Leben“ für Bulgarien. Im vergangenen Herbst hatte ich einen solchen Hilfstransport begleitet und mich über die Situation vor Ort informiert. Die daraufhin organisierte Aktion wurde ein voller Erfolg: Zwei Tonnen Lebensmittel wurden für die Aktion im Vorfeld bestellt, geliefert, von Kunden gekauft und von unseren Mitarbeitern direkt im EDEKA-Markt gepackt, 400 x Zucker, 400 x Mehl usw.

Nach zwei Tagen „Pakete zum Leben“- packen hatten wir 212 Pakete auf vier Paletten gestapelt und mit Folie zum Versand nach Sliven in Bulgarien fertig. Viele Kunden und Spender interessierten sich für die Auslandshilfe und die Freie evangelische Gemeinde. Neben vielen guten Begegnungen und Gesprächen entstanden persönliche Kontakte für Kleiderspenden. Über das hohe Interesse und die große Spendenbereitschaft haben sich die Organisatoren sehr gefreut. Ein besonderer Dank gilt dem EDEKA Meyer-Team und allen, die diese Aktion unterstützt haben.

Karin Bruns, FeG Hanstedt

Beispiel P13: KIKIPAPAMA 2.0

Kreativität und Phantasie sind Schwestern der Liebe. KIKIPAPAMA 2.0 ist ein Beispiel, wie Freie evangelische Gemeinden mit ausgearbeiteten Instrumenten der Auslandshilfe missionarisch-diakonisch aktiv werden können. Und es ist ein Beispiel, wie damit Kinder und Jugendliche an diakonisches Engagement herangeführt werden.

Mit unglaublicher Liebe bis ins Details hat ein Team der FeG Darmstadt eine Kindergottesdienstkinderpaketepackmaschine (KIKIPAPAMA) gebaut.

Am 17. April fand wieder Kikipapama 2.0 statt. An der Packstraße mit einigen technischen Raffinessen packen die Kinder nach dem 2. Gottesdienst „Pakete zum Leben“ (PzL) für die Auslandshilfe. Am Anfang der Packstraße können die

Gottesdienstbesucher für 10 Euro einen Paketschein erwerben, den sie in den Paketscheineinwurf an der Maschine einwerfen. Dann wuseln da unzählige Kinderhände, falten und kleben gekonnt die standardisierten Kartons und packen systematisch die Nahrungsmittel ein. Sie wurden von einem Supermarkt geliefert.

Meike und Christoph Dorn sind die Koordinatoren für die Auslandshilfe in der FeG Darmstadt. In dieser Funktion gehören sie zum Arbeitskreis Mission der Gemeinde unter der Leitung von Assaf Hetterle. „Wir führen zweimal im Jahr eine Sammelaktion für PzL und Kleiderspenden durch“, erzählen sie, „allerdings nur einmal mit der KIKIPAPAMA“. Dieses Mal hofften sie, dass 80 PzL zusammenkommen. Am Ende der Aktion waren es über 200 PzL.

Beispiele zu „Schulranzen“

Beispiel S01: Schultaschen statt Plastikbeutel – die Hilfe geht weiter!

Siemens NewsCen

Schultaschen statt Plastikbeutel – die Hilfe geht weiter!

Andreas Utsch Commodity Manager bei E SPR sammelt weiter Schulranzen für
Kinder in Osteuropa.

Bereits beim ersten Aufruf zur Sammlung von gebrauchten Schultaschen für Kinder in Osteuropa im Oktober 2009, haben viele Siemensianer wieder einmal ihre Hilfsbereitschaft bewiesen. Erfreulich viele Kollegen haben deutschlandweit mehrere hundert Schultaschen bereitgestellt. Besonders bemerkenswert: Etliche Siemens-Mitarbeiter haben eigene Sammelaktionen an Schulen oder Siemens-Dienststellen durchgeführt. Den Rekord hält die Tochter von Claudia Schäfer (CT BA PS), die an einer Erlanger Schule 56 Ranzen eingesammelt hat!

Gerade zum Ende des laufenden Schuljahres werden erfahrungsgemäß viele Ranzen ausgetauscht. Wer sich dieses Jahr mit der Spende eines Schulranzens oder sogar mit einer eigenen Sammelaktion beteiligen möchte, wendet sich an andreas.utsch@siemens.com (entsprechendes Infomaterial steht bei ihm elektronisch zur Verfügung). Er sammelt die Ranzen und lässt diese über eine kirchliche Organisation bedürftigen Kindern in Mazedonien, Kosovo und anderen Ländern zukommen.

Beispiel S02: Tornister für bulgarische Kinder

Klasse 4 der Grundschule Berchum spendete gut erhaltene Ranzen für bedürftige Schüler

Berchum. Die ausscheidenden Kinder der Klasse 4 der Grundschule Berchum spendeten nach dem Motto „Nadesha heißt Hoffnung“ ihre gut erhaltenen Tornister, teilweise mit Etui, Sportbeutel und Plüschtieren gefüllt, wieder an notleidende Kinder in Bulgarien. Bereits zum 6. Mal läuft diese Spendenaktion, organisiert durch den Vorstand des Fördervereins der Grundschule. Dieter Happel, Leiter der Auslands- und Katastrophenhilfe vom Bund Freier evangelischer Gemeinden aus Witten, nahm die Tornister in Empfang und wird sie persönlich ins Zentrallager nach Wissenbach bringen, von wo aus sie mit dem LKW der Auslandshilfe weiter nach Bulgarien und andere südosteuropäische Länder transportiert werden. Von dort ist er gerade erst von einer Hilfstour zurückgekehrt. Er war vom Aufenthalt in einer bulgarischen Grundschule noch sehr ergriffen, haben die Leitung der Schule, sowie die bedürftigen Kinder doch viele Grüße und ein herzliches Dankeschön an die Berchumer Kinder ausrichten lassen.

Die Rektorin der Grundschule Berchum/Garenfeld, Christa Schulte, freute sich, dass wieder 19 Tornister zusammen gekommen sind, die nun traditionell ihre Reise gen Osten antreten und anderen Kindern noch viel Freude bereiten werden.

Aus der Westfälischen Rundschau
(Hohenlimburger Lokalteil)

Beispiel S03: Aus der Dill-Zeitung vom 20.08.2011

Beispiel S04: Aus dem Solinger Tageblatt vom 13.07.2012

Auf eine Menge Resonanz trifft die Aktion der FeG SG-Merscheid.
17 Grundschulen haben sich beteiligt.

von Alexander Riedel
Solinger Morgenpost vom 13.07.2012

Stefanie Gerhard steht in einem Meer aus Schulranzen in den verschiedensten Farben. 160 sind inzwischen zusammengekommen, 20 sollen noch folgen. „Wir haben auf unsere Aktion eine sehr positive Resonanz erhalten“, sagt die Projektleiterin stolz. Als Mitglied der FeG in Solingen Merscheid organisiert sie seit Mai das Projekt unter dem Motto „Dein Schulranzen kann helfen“.

Kinder, die gerade die vierte Grundschulklasse hinter sich gebracht haben, waren aufgerufen, ihre Ranzen, für die es nun keine Verwendung mehr gibt, an Altersgenossen zu spenden, die sich keinen Tornister leisten können. Dazu schrieben Stefanie Gerhard und Magda Becker, Mitglied der Gemeindeleitung, sämtliche Grundschulen in Solingen an.
Mappen, Buntstifte, Rechenhefte.

Insgesamt 17 Schulen, darunter auch eine aus Haan, beteiligten sich an der Aktion. Nun befüllen die engagierten Gemeindemitglieder die Ranzen mit Mappen, Buntstiften, Radierern, Rechenheften und Spitzern, um sie Anfang August in ein Zwischenlager ins hessische Wissenbach zu schicken.

Von dort lässt die Auslandshilfe der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland die Ranzen zusammen mit Kleidern und Möbeln größtenteils nach Südosteuropa transportieren. Manche der Ranzen bleiben aber auch in Deutschland und sollen zu von Armut betroffenen Familien gelangen.

„Wir können es uns gar nicht vorstellen, dass es viele Orte gibt, in denen die Menschen Dinge, die wir immer im Alltag gebrauchen, nicht haben“, erklärt Stefanie Gerhard ihre Motivation, das Hilfsprojekt, das auch in anderen Gemeinden läuft, ebenso in Solingen umzusetzen.

„Ich möchte auch meinen eigenen Kindern vermitteln, dass man anderen eine Freude machen kann, wenn man etwas von sich abgibt“, sagt die dreifache Mutter. Natürlich gebe es Kinder, die die Erinnerung an ihre Grundschulzeit gerne behalten wollen, gibt Magda Becker zu. Andere hätten jedoch ihre Ranzen nicht nur gespendet, sondern sogar selber mit Schreibutensilien gefüllt.

Das Schulranzenprojekt soll Schule machen. Stefanie Gerhard erwägt, die Hilfsaktion in Zukunft fortzusetzen. Eine ihrer Töchter hat gerade selbst die vierte Klasse absolviert.
„Ihr Ranzen steht noch im Kinderzimmer, wird aber bald zu unserer Sammlung dazukommen“, versichert die Projektleiterin und ergänzt: „Und im nächsten Jahr kommt auch der Ranzen ihrer jüngeren Schwester hinterher. „Die kommt nämlich nach den Ferien in die vierte Schulklasse“.

Beispiele zu „Flohmarkt“ bzw. „Basar“

Beispiel F01: Stöbern, staunen, kaufen - Kindern in Bulgarien helfen

Zweck: Bau und Betrieb eines Tagesförderzentrums für behinderte Kinder in Bulgarien

Flohmarkt in Ewersbach

In Ewersbach hat der Flohmarkt der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) neu eröffnet. Die Kunden können aus einem großen Angebot wählen und unterstützen gleichzeitig einen guten Zweck: Den Bau und Betrieb eines Tagesförderzentrums für behinderte Kinder und Jugendliche in Gotse Delchev, Bulgarien.

Der Flohmarkt hat dienstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Insgesamt 15 ehrenamtliche Helfer der FeG um Anneliese Koopmann und Eva Heupel sind im Einsatz und betreuen den Flohmarkt.

Sie haben auch viel Zeit in die Renovierung des Ladenlokals investiert, den ihnen Hausbesitzerin Else Diehl von nun an mietfrei zur Verfügung stellt.

Die Waren, die verkauft werden, wurden alle gespendet. Auch weiterhin nehmen die Helfer gerne Artikel, die nicht mehr gebraucht werden, entgegen.

Zur Eröffnung am Dienstag Morgen herrschte in dem Geschäft in der Hauptstr. 101 bereits dichtes Gedränge und viele Kunden wurden beim Stöbern zwischen den vielen Dingen schnell fündig.

Das wird die AUSLANDSHILFE freuen, die diese Woche auch in Bulgarien den ersten Spatenstich für das Förderzentrum vorgenommen hat.

In dem Balkan-Land gebe es nach wie vor einen hohen Bedarf an sozial-diakonischen Einrichtungen, wissen die Helfer der FeG: Das Projekt heißt „Zeichen der Liebe“.

Auszüge aus: „Dill-Post“

Beispiel F02: Neuer Flohmarkt für Kid´s zu Gunsten der Arbeit von „Zeichen der Liebe“

von Birgit Sterzik, FeG Ewersbach

Ewersbach war schon immer ein bisschen anders, vor allem, wenn es um die Auslandshilfe geht. Weil ich mich gerne für die Auslandshilfe engagiere, überlege ich oft, was ich noch tun kann. So wurde eine Idee geboren: Wir machen einen 3. Flohmarkt auf: „Spiele für Groß und Klein!“

Der Unternehmer Friedhelm Loh stellte uns spontan einen kleinen Pavillon auf seinem Gelände, gegenüber der kommunalen Bücherei, kostenlos zur Verfügung. Konkret heißt das, er übernimmt sogar die Strom- und Heizkosten. Die Einrichtung mit einigen niedrigen Schränkchen war gespendet. Wir können so viele Spiele und Spielsachen kindgerecht unterbringen.

Der Start des Kinderflohmarktes war am 5. Juli 2011, um 15.00 Uhr, gleichzeitig mit den beiden anderen Flohmärkten in der Dorfmitte. Mit gemischten Gefühlen erwarteten wir den ersten Tag: Ist unser Angebot gefragt?  Werden Kinder kommen? Kommen auch die Mütter? Wir – das ist ein neues Flohmarkt-Team, das z.Zt. aus fünf Frauen besteht und hoch motiviert losgelegt hat. Die Anzahl der Mitarbeiter, die in 3 Läden insgesamt für die Auslandshilfe in Ewersbach ehrenamtlich tätig sind, liegt bei 20-24 Personen – Halleluja!

Einen Tag später können wir nur sagen: Ja, Ja, Ja! Es kamen einige Kinder und Mütter, sogar einige Großmütter, und kauften für die lieben Kleinen ein. Die Kinder bekamen kleine Überraschungen. Zwei von ihnen brüllten, weil sie nicht mehr aus dem Laden raus wollten. Wir sahen das Gewusel mit großer Freude. Besonders kleine Puppenwagen, Puppen, viele Holzpuzzle und Holzspielsachen, Spiele, Autos, Kassetten und Bilderbücher wechselten die Besitzer. Fazit: Interessante Begegnungen mit Müttern und Kindern, ein erster Kassenbestand von 156,70 € für die behinderten Kinder in Bulgarien und wir brauchen Nachschub an Artikeln. Es war ein toller Nachmittag!

 

Beispiel F03: Vision aus Ewersbach für die bundesweite Arbeit der Auslandshilfe

Es wäre toll, wenn auch in anderen Regionen unseres Landes solche Flohmärkte entstehen (bei 450 Gemeinden!). Das ist eine gute Möglichkeit, 2x zu helfen: Zum einen haben etliche Menschen mit niedrigen Einkommen und Menschen anderer Nationalitäten, die nicht über viel Geld verfügen, eine günstige Einkaufsmöglichkeit. Zum anderen bekommt die Auslandshilfe Spendengelder, die sonst nicht fließen würden. Wir stellen auch fest, dass einige Käufer etwas mehr geben als den normalen Preis, da wir die Unterstützung des Tagesförderzentrums in Gotse Delchev in Bulgarien immer wieder ansprechen.

3 Trends beobachte ich:

  • eine zunehmende Zahl an Leerständen von Verkaufslokalen in Dörfern und Städten.
  • Eine wachsende Zahl von körperlich und geistig aktiven Senioren in unseren Gemeinden, die gerne eine sinnvolle, körperlich nicht anstrengende und unmittelbar wohltätige Aktion unterstützen (bringt Farbe in den Alltag, Gesprächsmöglichkeit über den engen Familienhorizont hinaus, mehrere Wochen Pause zwischen den Halbtagseinsätzen und mehr).
  • Aus Haushaltsauflösungen gibt es ein großes Angebot, welches sinnvoll wiederverwendet wird.

 

Holzspielzeug

In diversen Städten gibt es sogenannte „Billig-Kaufhäuser“ mit einem preiswerten Angebot von gebrauchten Artikeln. Dieses Angebot gibt es in Dörfern eher nicht.  Wenn ehrenamtliche Mitarbeiter aus den Gemeinden unseres Bundes einen leerstehenden „Tante-Emma-Laden“, eine kleine Halle oder eine große Garage  mietfrei zur Verfügung gestellt bekommen, lassen sich mit einer Handvoll motivierter Frauen und Männer die Spendeneingänge für die Auslandshilfe spürbar steigern.

Unsere 3 Läden in Ewersbach sind nur 1x pro Woche geöffnet.  Wenn allein im Bergischen Land, im Ruhrgebiet und im Siegerland – vom Zentrallager Wissenbach noch erreichbar- weitere Verkaufsstellen entstünden, könnten die beschriebenen Ziele vervielfältigt werden.

Für das Flohmarkt-Team der FeG Ewersbach
Birgit Sterzik

Beispiel F04: Herbstbasar setzt ein „Lebenszeichen“

Beim Herbstbasar der Freien evangelischen Gemeinde zeigten auch diesmal viele Gemeindemitglieder Produkte ihres handwerklichen Schaffens und ein Herz für soziale Projekte in der Welt. Der Erlös kam in diesem Jahr der diakonischen Einrichtung für Hilfe suchende Mütter mit Babys, dem Mutter-Kind-Zentrum „Lebenszeichen“ in Rumänien, zugute.

„Für den ersten Bauabschnitt eines neues Hauses in Bukarest werden dringend 90.000 Euro benötigt“, erklärte Christian Fokuhl. Er verkauft an seinem Stand nicht nur Bienenwachskerzen und Honig, sondern zeigte auch auf dem Laptop beeindruckende Bilder aus dem bisherigen Haus, wo acht Mütter und zehn Kinder untergebracht sind.

Neben Tischlaternen, Windlichtern, Stickereien, Scherenschnitten, Kuschelmäusen und vielem mehr gab es auch Konfitüren und Gelees von Hildburg und Günter Friedrich. Alles selbst gemacht aus Früchten aus dem eigenen Garten, „rein Bio“, wie das Ehepaar aus Sahlenburg versicherte. Sie sind schon dabei gewesen, als Beate Janke vor 14 Jahren den Basar ins Leben rief. Stets ging der Reinerlös an ein anderes Projekt und immer kamen mehr als 2000 Euro zusammen.

Die Freie evangelische Gemeinde, die nach eigener Aussage ständig geeignete Wege sucht, das Evangelium in einer zeitgemäßen und allgemein verständlichen Form zu vermitteln, nutzte ihren Basar bei Kaffee und Kuchen, um sich Gästen und Besuchern vorzustellen.