Altenheim „Alte Menschen in Not“ in Gadany

Emtstehung und Entwicklung

Judith Rajnai-Tüser begann, – selbst bereits im Rentenalter – alte Frauen in ihren Wohnungen und Häusern zu besuchen und zu betreuen. Schnell stellte sie fest, dass die Rentnerinnen kaum genug Rente bekamen, um das Nötigste an Nahrung kaufen zu können. Für Heizmaterial im Winter reichte es schon gar nicht. Ihr wurde klar: Am besten könnten sie in einem Altenheim dem Notwendigsten versorgt werden.

Sie und ihr Mann kauften von ihrem Vermögen ein Grundstück mit Haus. Sie hofften, dass Gott ihnen Geldgeber für den Ausbau des Hauses zum Altenheim zeigen würde.  Mit ihrer deutschen Freundin Elisabeth Blummer (Kronberg/Taunus) gründete sie die Stiftung „Alte Menschen in Not“.

Über diese Freundin bekam sie auch Kontakt zur AUSLANDSHILFE des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Dank der Unterstützung der AUSLANDSHILFE und anderer Organisationen konnte das Altenheim entstehen. Heute leben 23 Rentnerinnen in diesem Haus.

Ein weiteres Haus für etwa 30 Senioren wurde in den Jahren 2002 – 2003 mit Unterstützung der AUSLANDSHILFE dazu gebaut. Am 3. Mai 2003 konnte dieses zweite Haus offiziell eingeweiht werden. Zunächst wurden alle alten Menschen aus dem ersten Haus hier einquartiert, denn das erste Haus bedurfte inzwischen einer grundlegenden Renovierung.

Eine zentrale Küche, aus der dann auch alte Menschen im Dorf versorgt werden können (ca. 150 Personen), konnte Anfang 2004 in Betrieb genommen werden. Weiter entstand auf dem Gelände in Gadány ein Haus mit vier Appartements für Senioren.

Am 31. März 2007 wurde mit einer beeindruckenden Feierstunde ein neues Haus für demenzkranke alte Menschen im 12 km entfernten Nemeskisfalud eingeweiht.

In Gadany wird nicht nur gebaut!

Sie bauen und bauen und bauen (im Bild das neue Appartementhaus 2005)… Ja, in der Tat. Seit Jahrzehnten ist nicht mehr so viel in dem verlassenen Nest Gadany unweit des Balaton (Plattensee) gebaut worden.

Das Appartementhaus wurde gebaut für Ehepaare, Geschwister und Gehbehinderte, die dort gepflegt und betreut werden ohne jedoch ihre Unabhängigkeit aufgeben zu müssen. Für sie wurden 4 Wohneinheiten mit je einer Grundfläche von 46.6 m2 zur Verfügung gestellt.

Aber nicht nur Äußerlich verändert sich Gadany. Seit Mai 2004 wird das Seniorenzentrum von dem jungen Pastor der reformierten Gemeinde aus dem benachbarten Marcali geistlich betreut. Dieser engagierte Geistliche kam in der Ukraine zum Glauben, studierte in Ungarn und betreut nun drei Gemeinden in der Region. Die Leitung der Stiftung ist sehr glücklich darüber, dass Gott ihnen diese Lösung in Sachen Seelsorge und Verkündigung geschenkt hat.

Und noch etwas anderes hat sich getan: Auf Bitten des bisherigen Kuratoriums gehört seit 2004 auch der Leiter der Auslandshilfe zum neu zusammengestellten Kuratorium. Damit ist die Auslandshilfe nunmehr nicht nur „Zulieferer“, sondern gestaltet die Geschicke der Arbeit wesentlich mit. Auch ein junger Pastor aus Budapest László Gulyás wurde 2004 in das Kuratorium aufgenommen. Ziel ist es, dieser so guten und erfolgreichen Arbeit für ausschließlich arme Rentnerinnen und Rentner in Ungarn auf einen klaren geistlichen und wirtschaftlichen Kurs zu bringen.

Nach dem Tode von Frau Elisabeth Blummer in 2005, wurde Herr János Dan von den Mitgliedern des Kuratoriums einstimmig zum Vorsitzenden bestellt. Im September 2018 haben wir uns als FeG Auslandshilfe aus dem Kuratorium verbaschiedet.