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Mutter-Kind-Zentrum „Lebenszeichen“

In Rumänien werden immer noch tausendfach Neugeborene von ihren Müttern in den Kliniken zurückgelassen. In Einzelfällen werden sie sogar irgendwo ausgesetzt. Frauen, die ohne legitimierte Beziehung ein Kind erwarten, werden häufig aus ihrer Familie ausgestoßen. „Wenn wir die kinder retten wollen, müssen wir die Mütter erreichen“. Dieser Erkenntnis und ihrem leidenschaftlichen Herzen folgend, gründete Emilia Chiritescu den Verein „Lebenszeichen“.

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  • 71630 Rumänien – Lebenszeichen


Quartalsbericht – April-Juni 2022

In diesen Monaten des Mutter-Kind-Zentrums haben wir 8 Mütter mit 10 Kindern beherbergt sowie weitere 6 Mütter mit 13 Kindern aus der Ukraine.

Darüber hinaus haben wir weiter 30 bedürftige Familien unterstützt durch unser Eingliederungsprogramm  und  25 Familien, die wir früher aufgenommen hatten.

Im April und Mai kamen Besucher zu uns und wir hatten Gelegenheit, andere zu besuchen.

Im Einzelnen können sie das im Quartalsbericht (leider nur in Englisch) lesen.

Jahresbericht 2021

Das vergangene Jahr 2021 war gefüllt mit Herausforderungen, aber auch mit besonderen Leistungen und Segnungen. Das tägliche Leben und die Arbeit war wegen der Corona-Pandemie schwieriger, aber „Lebenszeichen“ hat die Arbeit fortgesetzt ungeachtet hoher Infektionsrisiken und restriktiver Regularien.

Wir sind dankbar, dass wir ohne große Komplikationen überlebten und unser Team hat gelernt sowohl in Krisiszeiten, als auch in guten Zeiten zusammenzuarbeiten.

Noch ist die Pandemie nicht vorbei und doch steht eine neue Herausforderung vor uns: Die Flüchtlinge der Ukraine. „Lebenszeichen“ ist in die Hilfe für Ukrainische Mütter mit ihren Kleinkindern, die nach Zuflucht in Rumänien suchen, eingebunden.

Wir danken allen, die eingebunden sind und mitwirken. Ihre Mitwirkung gibt ihnen die Gelegenheit zu einem gesunden und guten Start in ein Leben in einer sicheren und liebevollen Umgebung. Sie werden begleitet durch ein Team, wleches ihnen hilft zu begreifen, dass es auch für sie eine Zukunft und Hoffnung gibt.

Danke, dass Sie mit uns gehen auf der Reise, jungen Frauen mit ihren Babies in Not zu helfen. Ein spezieller Dank gilt der FeG Auslandshilfe.

Über allem sind wir Gott dankbar, dass er uns erlaubt und ermöglicht, verletzte Mütter in Not zu trösten und zu ermutigen, zu helfen und zu heilen.

Möge Ihnen die Lektüre des Reports (leider nur in Englisch) Ihnen Freude und Hoffnung bringen und in Ihnen das Verlangen wecken, Mütter in Not mit ihren Babies weiterhin zu helfen.

Jahresbericht 2020

Achtzehn Jahre sind es nun schon seit der Gründung von „Lebenszeichen“. In mancher Hinsicht war das Jahr 2020 wie jedes andere, mit Erfolgen, viel Arbeit und Hilfestellungen für die Bedürftigen. In anderer Hinsicht war es ein sehr spezielles Jahr mit vielen Problemen und Herausforderungen.

Davon berichtet der Jahresbericht, den wir hier zur Lektüre – leider nur in Englisch – zur Verfügung stellen.

Möge die Lektüre dieses Jahresberichts dir Freude und den Wunsch bringen, diesen Kindern und ihren Müttern weiterhin zu helfen. Die Mütter bieten ihre Liebe an, benötigen aber trotzdem externe Unterstützung, um die Kinder zu erziehen und sie so auszustatten, dass sie gesunde, vertrauenswürdige und gute Bürger in der heutigen Gesellschaft werden.

Arbeit in der Corona-Krise

Unsere diakonischen Einrichtungen sind bis heute unterschiedlich hart betroffen. Das Mutter-Kind-Zentrum „Lebenzeichen“ in Bukarest/ Rumänien soll offiziell seinen Betrieb aufrechterhalten. Allerdings müssen Mitarbeiterinnen gemeinsam mit den Müttern und Kindern über Wochen in der Einrichtung bleiben, also zusammenrücken. Trotzdem gelingt es ihnen, auch an bedürftige Familien außerhalb des Zentrums Hilfsgüter zu verteilen. Das Leben in solchen Einrichtungen kann ja schonmal unbarmherzig sein. Darum braucht es hier Menschen, die barmherzig sind. Hier wird Barmherzigkeit mit Herz und Professionalität gelebt.

Halt in schwieriger Zeit – das Jahr 2020

(Jan 2021) Liebe Freunde und Partner, Grüße von uns allen im Mutter-Kind-Zentrum „Lebenszeichen“ in Bukarest/ Rumänien

Danke für Ihre großartige Hilfe in den vergangenen Monaten. Ihr habt uns Halt gegeben. So haben wir in den letzten drei Monaten weiterhin die in unseren Programmen registrierten Mütter und Kinder betreuen können. Obwohl diese Monate aufgrund des SARS-COV-2-Virus schwierig waren und wir unsere Verfahren ändern mussten, haben wir auch wunderbare Veränderungen in unseren Herzen erlebt. Diese Situation hat uns klar gemacht, wie verletzlich wir sind, und wir haben wieder verstanden, dass Gott der einzige ist, der uns beschützen kann. Die Mütter waren empfänglicher dafür, etwas über Gott zu lernen. Einige von ihnen nahmen an den Online-Gottesdiensten teil, an dem von unseren Mitarbeitern geleiteten Bibelstudium oder an anderen Diskussionen zu Themen, die sie interessierten.

Die Isolation hat einen Teil unserer Mitarbeiter gezwungen, dauerhaft bei den Müttern und Kindern zu bleiben. So haben wir mehr voneinander gelernt, sind uns nähergekommen, und unsere Beziehung als Team wurde gestärkt. Wir haben jetzt ein besseres Verständnis für unsere Mission und haben uns gerne der Herausforderung gestellt, ein Team zu sein, das viel engagierter und verfügbarer als gewöhnlich ist. Gottes Gnade hat uns die Kraft gegeben, die wir in dieser schwierigen Zeit brauchten. Allmählich wurden die Beschränkungen aufgehoben und jetzt können wir rausgehen und frische Luft atmen sowie einige Aktivitäten im Freien durchführen. Bitte betet weiter für uns.

Elviras Geschichte

Elvira hat eine 4-jährige Tochter, Lia, und sie ist Opfer von häuslicher Gewalt. Sie hatte viele Konflikte mit ihrem Partner und wurde oft körperlich misshandelt, deshalb entschied sie sich zu gehen. Elvira war emotional instabil, als sie zu uns kam. Sie hatte einen Job gehabt. Aber die Konflikte mit ihrem Partner und ihre emotionalen Probleme machten sie unfähig, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Deshalb musste sie kündigen. Ohne den Stress durch ihren Job und durch das Leben in einer sicheren Umgebung gelang es Elvira, sich zu erholen. Sie sammelte schnell ihre Kräfte und fand einen neuen Job. Sie schrieb auch ihre Tochter Lia in einem Kindergarten in der Nähe ein. Lia hat sich in „Lebenszeichen“ insgesamt gut integriert und ist sehr glücklich. Sie spielt mit den anderen Kindern und fühlt sich sicher.

Immer wieder, wenn Elvira uns trifft, dankt sie uns, dass wir sie und Lia hier beschützt haben. Ihre Dankbarkeit erinnert uns daran, dass wir hier sind, um Mütter besonders in diesen kritischen Phasen ihres Lebens zu unterstützen. Elvira wird derzeit wegen Sorgerechts vor Gericht gestellt. Bitte behalten Sie sie und Lia in Ihren Gebeten.

Isolation mit Chancen

Trotz der Pandemie und der strengen Distanzierungsregeln gelang es uns, die bedürftigen Familien neu zu organisieren und zu unterstützen. Wir fuhren mit unserem Van und lieferten „Pakete zum Leben“ an ehemalige Begünstigte, die jetzt allein leben. Sie freuten sich sehr, uns zu sehen und waren dankbar für die Unterstützung, die sie so sehr brauchten. Wir haben auch Müttern finanzielle Unterstützung angeboten, die von der aktuellen Situation überwältigt waren und nicht für ihre Kinder sorgen konnten.

Wir haben Ostern gefeiert, als wir im Mutter-Kind-Zentrum isoliert waren. Wir haben gerne ein besonderes Essen für die Mütter zubereitet und sie genossen eine Urlaubsatmosphäre. Gemeinsam haben wir über die Zeiten nachgedacht, als sie mit ihren Kindern in unser Zentrum kamen, und wir haben über die Veränderungen gesprochen, die sich seit ihrer Ankunft in ihrem Leben ereignet haben. Dies war auch eine großartige Gelegenheit, ihnen über die Bedeutung der Auferstehung Christi zu erzählen. Schließlich erhielten alle Mütter und Kinder ein Geschenk von „Lebenzeichen“. Dieser Moment zauberte ein schönes Lächeln auf ihre Gesichter.

Sehnsucht nach Draußen

Die Regierung reduzierte die Beschränkungen und wir konnten endlich nach draußen gehen. Dies war ein Moment, nach dem sich alle sehnten. Nach neuen Gesetzen mussten wir unsere internen Verfahren ändern oder anpassen, aber wir durften Müttern und Kindern erlauben, im nahegelegenen Park spazieren zu gehen, und sie waren sehr glücklich darüber.

Risiko Rückfall

Infolge der Nachlässigkeit bezüglich Prävention und Distanzierung ist die Zahl der mit SARS-COV-2 infizierten Patienten in Rumänien gestiegen. Obwohl wir die Freiheit haben, auszugehen oder Aktivitäten im Freien durchzuführen, sind die Risiken hoch. Wir konnten die Mütter und Kinder jedoch sicher zu einem Picknick im Wald mitnehmen, wo wir den Kindertag feierten. Sie freuten sich darauf, an einen neuen Ort zu gehen und genossen die Reise zusammen mit ihren Kindern. Wir hatten eine tolle Zeit an einem grünen Ort, wir spielten Spiele und entspannten uns.

Willst du mit uns beten…

… um Gottes Schutz über die Mütter, Kinder und Mitarbeiter?

… dass „Lebenszeichen“ seine Arbeit in Sicherheit fortsetzen kann?

… dass die Beschränkungen aufgehoben werden, damit wieder ein Hilfstransport aus Deutschland möglich würde und wir die notwendigen Hilfsgüter für unsere Empfängerinnen erhalten könnten?

Danke für Eure Unterstützung! Gott segne Euch!

Alina Chiritescu, Leiterin Mutter-Kind-Zentrum „Lebenszeichen“, Bukarest/ Rumänien