Ziele des Bundesjugendprojekts 2015 - 2018

Seit vielen Jahren engagieren sich Teenager und Jugendliche im Bund Freier evangelischer Gemeinden für missionarische und sozialdiakonische Projekte im In- und Ausland. Dies geschieht durch finanzielle Unterstützung, tatkräftige Hilfe (z.B. durch Baueinsätze), die Begegnung mit jungen Menschen und Mitarbeitern vor Ort und die Unterstützung im Gebet.

Im Jahr 2014 entschieden die Leiter der Jugend- und Teenagerarbeit und die Bundesleitung, das Projekt „Zeichen der Liebe“ der Auslandshilfe des Bundes in den Jahren 2015 – 2018 zu unterstützen.

Ziele des Bundesjugendprojektes „Zeichen der Liebe“ sind:

  • Finanzielle Unterstützung des Projektes „Zeichen der Liebe“ in Bulgarien
  • Konkrete Hilfe durch „Baueinsätze“ in Bulgarien
  • Sensibilisierung für das Thema „Inklusion“ in den Teen- und Jugendkreisen im Bund FeG
  • Teenagern und Jugendlichen den Wert von Menschen mit Behinderungen für die Gesellschaft vermitteln

Bundesjugendprojekt: Transporter für „Zeichen der Liebe“

Bundesjugendprojekt ermöglicht einen Transporter für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ Seit 2013 ist Förderprojekt der Bundesjugendarbeit. Mit dem Bundesjugendtreffen 2015 wurde das Bundesjugendprojekt bis 2018 verlängert. Nun konnte die Auslandshilfe mit Hilfe der Spenden aus der Bundesjugendarbeit einen gebrauchten 9-Sitzer VW-Transporter mit Hebebühne für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ erwerben.

Werner Nebrich hat dieses Fahrzeug überführt und konnte es am 13.Juli2016 an „Zeichen der Liebe“ übergeben. Es wird eine große Erleichterung beim Transport der Tagesbewohner sein. Sie werden täglich aus den Dörfern der Region abgeholt und wieder zurück gebracht.

Danke an alle Jugendkreise unserer Gemeinden, die das Bundesjugendprojekt unterstützen.

Baufreizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes

Im Rahmen des Bundsjugend-Projektes fanden in diesem Jahr drei Baufreizeiten mit Jugendlichen der Freien evangelischen Gemeinden Kaiserslautern, Breidenstein, Bad Endbach und Günterod bei „Zeichen der Liebe“ statt:

Baufreizeit der FeG Kaiserslautern

In der Zeit vom 15. – 23.04.2014 war eine Gruppe Jugendlicher aus der FeG Kaiserslautern im Rahmen des Bundesjugendprojektes zu einer Baufreizeit in Gotse Delchev, Bulgarien bei „Zeichen der Liebe“. Während dieser Zeit ging es neben der Arbeit im Tagesförderzentrum natürlich darum, ein wenig Land und Leute kennen zu lernen. Der langjährige Projektleiter Johannes Pannen hat die Gruppe begleitet, die Arbeiten koordiniert und seine Frau Renate Pannen hat die Versorgung übernommen. Die jungen Leute waren sehr motiviert und engagiert bei der Arbeit. In der nächsten Zeit werden auf der Internetseite des Bundesjugendprojektes Informationen über die Erfahrungen veröffentlicht.
Hier einige O-Töne von der Leitung und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus „Zeichen der Liebe“ über diese gemeinsame Zeit: Das orthodoxe Osterfest war in diesem Jahr zur gleichen Zeit wie das Osterfest in Deutschland. Deshalb konnte die Gruppe auch an den „normalen“ Veranstaltungen des Zentrums teilnehmen.

1. Ostern

Leider hat es in den Tagen vor Ostern viel geregnet und wir konnten den geplanten Osterbasar im Stadtpark nicht verwirklichen. Deshalb haben wir einen Basar im Tageszentrum organisiert. Am Gründonnerstag war Pastor Stefan Zarev vom Stiftungsvorstand bei uns und hat in der Aula für die Kinder und das Personal eine Geschichte über Gott und die Menschen erzählt. Wir hatten außerdem einen Besuch von einem Kindergarten und von der Baptistengemeinde aus Gotse Delchev. Am Nachmittag wurden die Ostereier bemalt und alle behinderten Kinder und die Erwachsenen haben je ein Osterbrot als Geschenk vom Tageszentrum bekommen.

2. Baufreizeit

Wir finden es wirklich toll, wie die Jugendlichen trotz des Regens kräftig draußen gearbeitet haben. Wir sind ihnen sehr dankbar für die Hilfe und für die Motivation, für die behinderten Menschen zu arbeiten. Während der Baufreizeit hatten wir einen Besuch vom regionalen Fernsehen “Zapad”. Die Jugendlichen wurden aufgenommen, wie sie im Regen arbeiteten, Johannes Pannen und Kenneth, einer der jungen Leute aus Deutschland, wurden interviewt. Am nächsten Abend wurde dieser Bericht zweimal in den Abendnachrichten gesendet. Für uns war es eine große Freude, die Jugendlichen kennenzulernen. Wir konnten wirklich viel von der Motivation und von der Hilfsbereitschaft der Jugendlichen lernen.

3. Gewächshäuser

Die beiden Folien-Gewächshäuser sind aufgestellt, es läuft alles wie geplant. In einem der beiden Häuser wurden Tomaten angepflanzt und in dem anderen Gurken. Die deutsche Gruppe hat viel mitgeholfen und wir denken, es hat ihnen auch Spass gemacht. Der Rasen ist gepflanzt, aber durch den Regen wächst er noch nicht. Die Gruppe hat viel zur Vorbereitung der Fläche beigetragen.

Für den Sommer sind noch zwei weitere Freizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes geplant. Dann werden jeweils eine Gruppe aus den Freien evangelischen Gemeinden Biedenkopf-Breidenstein und Bad Endbach in Bulgarien sein, um die nächsten anstehenden Arbeiten zu erledigen. Sehr dankbar sind wir für das Engagement der jungen Leute aus Deutschland und für die gute Vorbereitung und Durchfühung der Freizeit von Seiten „Zeichen der Liebe“ durch das Ehepaar Johannes und Renate Pannen.

„Zeichen der Liebe“ – das Bundesjugendprojekt – Praktisch erlebt!

Nach der Baufreizeit der FeG Kaiserslautern zu Ostern sind noch zwei weitere Baufreizeiten von Jugendgruppen im Sommer durchgeführt worden. Neben dem Kennenlernen der diakonischen Arbeit bei „Zeichen der Liebe“ und von Land und Leuten, hat die Zeit in Bulgarien bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Hier kurze Auszüge aus den beiden Reiseberichten der Jugendkreise der FeG Breidenstein, sowie Bad Endbach und Günterod:

FeG Breidenstein

Vom 01.08. – 09.08.2014 sind wir mit 12 Leuten aus dem Jugendkreis der FeG Breidenstein nach Bulgarien geflogen, um dort im Zentrum “Zeichen der Liebe“ im Rahmen des Bundesjugendprojektes zu arbeiten. Als wir am Freitag in Sofia ankamen, wurden wir schon von Johannes Pannen, der die Freizeit zusammen mit Andreas Schlüter geplant hatte, in Empfang genommen. Von Sofia ging es dann mit dem Auto noch 3 Std.  nach Gotse Delchev, dem Ort des Zentrums „Zeichen der Liebe“. Am ersten Abend wurden wir durch das Zentrum geführt und dabei der alltägliche Ablauf erklärt.

Renate Pannen hat uns die ganze Woche mit viel gutem Essen versorgt. Über Nacht waren wir in einem kleinen Hotel am Stadtrand von Gotse Delchev untergebracht. Auf dem Weg dorthin sind uns viele Dinge aufgefallen, die in Bulgarien ganz anders sind als in Deutschland. Zum Beispiel gibt es in Bulgarien nur sehr eingeschränkten Briefverkehr. Also hängen Todesanzeigen ausgedruckt an den Haustüren, wo sie einst gelebt haben – manchmal Jahre lang.

Am zweiten Tag (Samstag), wurden wir mit einem wunderbaren Frühstück begrüßt – die Gastfreundschaft in Bulgarien ist einfach unglaublich. An dem Tag haben wir einen Ausflug nach Griechenland gemacht. Erste Anlaufstelle war die Ortschaft Lydia, an der die Taufstelle von Lydia sein soll. Dort passt natürlich auch eine Andacht über Lydia und ihr Leben. Von dort ging es weiter nach Philippi, wo wir uns unter anderem das Gefängnis angesehen haben, in dem Paulus gesessen haben soll. Am Nachmittag sind wir ans Meer (die Ägäis) gefahren, wo sich alle etwas abkühlen konnten. Allerdings hat einer unserer Jugendlichen Bekanntschaft mit einem Seeigel gemacht.

Am dritten Tag konnten wir bei einer Wanderung die umliegenden Berge erkunden. Eine Jugendliche konnte diese Wanderung nicht mitmachen und ist mit dem „Seeigelmann“ ins Krankenhaus gefahren. Der Arzt, der sich um die Seeigelstacheln gekümmert hat, berechnete für die Behandlung nichts. Als er hörte, dass wir gekommen sind, um beim Renovieren des Zentrums zu helfen, hat er die Kosten getragen.

Ab Montag ging es dann los mit der Arbeit. Die männlichen Teilnehmer haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hat den Boden der Aula geschliffen, gespachtelt und neu versiegelt, die andere Gruppe hat den Zaun um das Zentrum herum von Rost befreit und neu gestrichen.

Die Mädchen der Gruppe haben 100 Stühle repariert und gereinigt sowie 7.103 Bälle (einzeln nachgezählt) aus dem Bällchenbad gewaschen. Sie zeigten allerdings den bulgarischen Mitarbeitern, dass sie nicht nur zum Waschen und Putzen mitgekommen waren, sondern richtig anpacken wollten. So folgten für alle weitere Aufträge: Das Streichen eines Flur und der Aula, Unkraut jäten, Spielgeräte schleifen und streichen, den Rasen auf dem Gelände mähen und bei der Ernte von Tomaten mithelfen.

Am Montagabend haben wir uns mit einer Gruppe bulgarischer Jugendlichen getroffen, mit denen wir uns teils auf Englisch, Deutsch, Bulgarisch oder mit Händen und Füßen verständigt haben. Diese Idee kam von Emilia Pandelieva, der Leiterin des Zentrums. Wir fanden den Austausch gut, wenn er auch mit sprachlichen Hindernissen verbunden war. Abschließend bleibt uns zu sagen, dass wir in den 9 Tagen viel über die Mentalität, den Lebensstil und die Menschen in Bulgarien lernen durften. Wir sind alle froh, dabei gewesen zu sein. Außerdem möchten wir uns bei allen bedanken, die uns finanziell oder im Gebet unterstützt haben.

August 2014, Jens Stark, FeG Breidenstein

FeGs Bad Endbach und Günterod

Am 9.8.2014 haben wir mit 15 Jugendlichen der Gemeinden Bad Endbach und Günterod die Reise nach Bulgarien angetreten, um unseren Arbeitseinsatz im Förderzentrum für Behinderte „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev zu machen.

Eine Woche lang hatten wir die Möglichkeit, mit unserer Arbeit dieses tolle Projekt zu unterstützen. Wir haben richtig angepackt, viel renoviert, mehrere Räume gestrichen, durften im Garten helfen und haben den Zaun, sowie Balkongeländer geschliffen und lackiert. Bei Temperaturen um die 40 Grad war das nicht immer ganz leicht, aber unsere Jugendlichen haben bemerkenswert hart gearbeitet und rückblickend dürfen wir sagen, dass wir mehr mitnehmen konnten, als wir investiert haben.

Gott hat unsere Zeit in Bulgarien sehr gesegnet. Wir sind als Gruppe ganz anders zusammen gewachsen, als wir es jemals auf einer „Urlaubsfreizeit“ hätten tun können. (…)

Wir haben ein erstaunliches Projekt kennengelernt und hatten tolle Erlebnisse und Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort, dem Projektleiter Johannes Pannen und dem bulgarischen Hausmeister Peter. Es ist bemerkenswert, was in Gotse Delchev geschieht und welche Arbeit dort für Menschen mit Behinderungen geleistet wird. (…)

Einige Tage nach unserer Rückkehr ist uns klar, dass man seine Freizeit nicht besser einsetzen kann, als an Gottes Projekten mitzuarbeiten und es war eine prägende Erfahrung, dies ganz praktisch mit einem Pinsel in der Hand zu tun.

August 2014, Jonathan Jochem, FeG Bad Endbach

Dank

An dieser Stelle danken wir allen beteiligten Gemeinden. Ein besonderer Dank gilt dem Ehepaar Johannes und Renate Pannen, die bei allen drei Freizeiten die Reiseleitung, die Begleitung und Betreuung vor Ort und die Verpflegung übernommen haben. Es ist einfach großartig, wenn Menschen sich ehrenamtlich so engagiert für eine gute Sache einbringen und Gottes Liebe ganz praktisch leben.