Entwicklung des Tagesförderzentrums ZEICHEN DER LIEBE

Historie

Zur Beibehaltung einer durchgehenden Dokumentation sind hier die älteren Artikel aufgeführt. So können Sie die Entwicklung der Einrichtung anhand dieser Beiträge verfolgen.


2016

Bundesjugendprojekt: Transporter für „Zeichen der Liebe“

Bundesjugendprojekt ermöglicht einen Transporter für das Tagesförderzentrum “Zeichen der Liebe” Seit 2013 ist Förderprojekt der Bundesjugendarbeit. Mit dem Bundesjugendtreffen 2015 wurde das Bundesjugendprojekt bis 2018 verlängert. Nun konnte die Auslandshilfe mit Hilfe der Spenden aus der Bundesjugendarbeit einen gebrauchten 9-Sitzer VW-Transporter mit Hebebühne für das Tagesförderzentrum “Zeichen der Liebe” erwerben. Dieses Fahrzeug wird eine große Erleichterung beim Transport der Tagesbewohner sein. Sie werden täglich aus den Dörfern der Region abgeholt und wieder zurück gebracht.

Danke an alle Jugendkreise unserer Gemeinden, die das Bundesjugendprojekt unterstützen.

2014

Okt 2014: Projektwoche bei „Zeichen der Liebe“, Gotse Delchev

Projektwoche bei „Zeichen der Liebe“, Gotse Delchev

Diakonie – aus Liebe zum Menschen – so haben Mitarbeiter der Lobetalarbeit e.V. ihren Bericht zur Projektwoche im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien überschrieben

(Okt. 2014) Seit sieben Jahren bestehen eine Partnerschaft zwischen „Zeichen der Liebe“ und der Lobetalarbeit e.V. in Celle. Es sind keine Hilfsmittel oder Spenden, die in Gotse Delchev ankommen. Es ist in erster Linie die Arbeit mit behinderten Menschen, die die Mitarbeiter mit dem Zentrum und den engagierten Kollegen vor Ort in der konkreten Aufbauarbeit verbindet. Vor einigen Jahren noch lebten Menschen mit Behinderungen versteckt in Hinterhöfen. Als das Tagesförderzentrum mit Hilfe der Freien evangelischen Gemeinden und dem Projekt „Kinder helfen Kindern“ gebaut wurde, war die Spendenbereitschaft groß. Auch gutes Personal konnte schnell gefunden werden. Jedoch fehlte noch das Know-how, mehrfach behinderte Kinder zu fördern und nicht nur zu betreuen.

Am Beginn der Partnerschaft kannten die Mitarbeiter in Gotse Delchev die folkloristische Tradition mit ihren Tänzen und bunten Kostümen, die bei allen Festen und Feiern zum Einsatz kamen. Es fehlte aber die Würdigung des einzelnen behinderten Menschen. Er kam mit seinen besonderen Gaben nicht zur Geltung. Es wirkte befremdlich, dass die Behinderung mit einer schönen Tracht vertuscht wurde.

Durch die Arbeit mit Orffschen Instrumenten entdeckten Mitarbeiter und Kinder ihre eigenen Fähigkeiten. Inzwischen ist es normal, dass mit Glockenspiel, Trommeln, Schellenkränzen usw. musiziert wird. Eigene Klanggeschichten entstehen. Kostüme oder Trachten treten eher in den Hintergrund. Dieser Bereich wurde auch in diesem Jahr während der Projektwoche von dem Musikpädagogen Peter Schulze geschult. Der Sportlehrer Hans-Joachim Jacobs arbeitet eng mit den Krankengymnasten zusammen. Mit psychomotorischen Übungen und Bewegungen entwickeln die Kinder einen Bezug zu ihrem Körper und den einzelnen Körperteilen. Das Sprungtuch, das große Trampolin oder Reifen werden eingesetzt. Oft wird Psychomotorik mit Liedern und Kreisspielen kombiniert.

Vor zwei Jahren wurde im Förderzentrum „Zeichen der Liebe“ eine Tagesstruktur gegründet. Hiermit ist ein großer Schritt in Richtung Inklusion getan. Die jungen Erwachsenen können nach Beendigung der Schulpflicht weiter gefördert werden.

Die Gärtnerin und Floristin Karin Mickoleit hat bei der diesjährigen Projektwoche Schlüsselanhänger aus Holz und bedruckte Taschen mit dem Logo von „Zeichen der Liebe“ mit den Betreuten und den Mitarbeitern angefertigt. Diese finden einen reißenden Absatz. In den Gewächshäusern werden Tomaten und Gurken angepflanzt und in der Saison bis zu 70 kg täglich vermarktet, auch an die örtlichen Restaurants. Es ist gute Bio-Ware, die gerne genommen wird.

Renate Pannen, die ihren Mann, den Projektleiter Johannes Pannen bereits seit Beginn unterstützt, schulte Seidenmalerei und Servietten-Technik. Durch die jahrelangen Beziehungen ist ein Miteinander gewachsen, die sprachlichen Barrieren werden durch das gemeinsame Tun überwunden. Ein A-Moll-Akkord auf der Gitarre ist einheitlich auf der ganzen Welt. Hübsche Schlüsselanhänger finden überall einen guten Absatz.

Inklusion findet auf verschiedenen Ebenen statt. Zunächst ist es die Stärkung des Selbstwertgefühls jedes einzelnen. Danach geht der Blick nach außen, in die Gesellschaft. Auch im „Zeichen der Liebe“ geht Inklusion nur schrittweise voran. Beim Tag der offenen Tür zum Abschluss der Projektwoche interessierten sich Schulklassen und ein Leiter einer Grundschule für die Arbeit. Hier wird eine Zusammenarbeit angebahnt. In diesem Jahr wurde wieder eine CD mit Kinderliedern erstellt und kann nun an Kindergärten und Schulen verschenkt werden. Auf diese Weise ist das Begrüßungslied “Guten Morgen in diesem Haus“ auf Bulgarisch gesungen nun ein Multiplikator.

Der Tag während der Projektwoche beginnt mit einem kurzen Briefing der verschiedenen Teams untereinander. Er endet mit einem Abschlusskreis. Alle Mitarbeiter, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen kommen um 15:30 Uhr zusammen. Einige Lieder werden gesungen und als Schlusslied erklingt jeden Tag das Segenslied von Rolf Krenzer “Gottes Segen sei mit dir“. Das fröhliche Singen und Tanzen soll allen Betreuten vor der Fahrt in ihre Dörfer oder in die Stadt ein gutes Gefühl vermitteln und sie mit Freude im Herzen verabschieden.

Mai 2014: Sitzung des Vorstandes „Zeichen der Liebe“ und Entwicklung im Tagesförderzentrum

Sitzung des Vorstandes „Zeichen der Liebe“ und Entwicklung im Tagesförderzentrum für behinderte Menschen

Ehrenbürgerschaft

Titelträger mit ihren Ehefrauen und dem Bürgermeister

Am Freitag, den 09.05.2014 wurde die Ehrenbürgerschaft der Stadt Gotse Delchev an Dieter Happel und Friedhelm Loh verliehen. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe im städtischen Museum, einem anschließenden Rundgang durch den neu gestalteten Stadtpark und einem  festlichem Abendprogramm wurde den neuen Ehrenbürgern die große Dankbarkeit der Stadt und ihrer Bewohner zum Ausdruck gebracht. Der Bürgermeister skizzierte einige Stationen aus dem Leben der beiden Titelträger und beschrieb ihr Engagement und ihre Großzügigkeit, den Menschen in Gotse Delchev nachhaltig zu helfen, wo die Not durch Krankheit und Behinderung groß war.

In seiner Dankesrede stellte Friedhelm Loh durch einen Blick auf den Beginn der Arbeit den Einsatz von Paul Lenz vor, der als Pastor im Ruhestand durch sein nachdrückliches Engagement die Arbeit in Gotse Delchev vorantrieb. Dieter Happel stellte in den Mittelpunkt seiner Dankesworte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sowie all diejenigen, die ihn aus Deutschland unterstützen. Ohne dieses breite Engagement wäre eine solche diakonische Arbeit undenkbar. Beide Redner machten deutlich, dass es letztlich Gottes Liebe ist, die sie und alle Mitbeteiligten antreibt, Menschen zu helfen, die mit Lebensumständen fertig werden müssen, die bei uns in Deutschland nicht mehr vorstellbar sind.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt wurden Paul Lenz und Johannes Pannen mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet, sowie Karl Gerhard Köser mit einer besonderen Ehrung gewürdigt.

Liquidation der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“

Nach dem Feiern folgte die Arbeit, deshalb fand am 10. Mai eine Sitzung des Stiftungsrates von „Zeichen der Hoffnung“ mit dem folgenden Ergebnis statt: Die formale Ausgestaltung der Arbeit in Bulgarien hat einen Abschluss gefunden, der uns alle beruhigt und glücklich macht. So konnte in der Sitzung des Stiftungsrates die Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ gelöscht werden, ohne dadurch die praktische Arbeit zu beeinflussen. Im Vorjahr wurde das operative Geschäft bereits in die Stiftung „Zeichen der Liebe“ als neue Dachorganisation für die gesamte Arbeit in Gotse Delchev überführt. Diese überflüssig erscheinenden und zudem langwierigen Formalien waren notwendig geworden, da durch die Rechtsverhältnisse bei der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ Einflüsse auf die Arbeit möglich waren, die unseren Grundsätzen und unserer christlichen Motivation entgegenstanden. Dies konnte nur abgewehrt werden, indem wir diese Stiftung durch entsprechende Mehrheitsentscheidungen beendeten, um sie in einem anderen juristischen Rahmen bei „Zeichen der Liebe“ einzugliedern. Nach merhjährigen akribischen Bemühungen und mit starker Unterstützung wohlwollender rechtlicher Beratung in Bulgarien hat dieser letzte Schritt zum Erfolg geführt. Dafür sind wir sehr dankbar.

Nach der liquidierung der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ und der Eingliederung dieser Arbeit in „Zeichen der Liebe“ konnte der Vorstand 4 deutsche und 3 bulgarische Mitglieder, mit neuen bzw. zusätzlichen Aufgaben an die Arbeit gehen. Eine Tagesordnung mit insgesamt 10 Punkten und vielen Unterpunkten war zu bearbeiten, sodass der Tag gut gefüllt und arbeitsintensiv war.

Tomatenanbau im Gewächshaus

Wir sind über die Arbeit im Zentrum „Zeichen der Liebe“, die mit großem Einsatz und gutem Teamgeist geleistet wird, immer wieder dankbar und freuen uns über jeden Besuch, den wir in Gotse Delchev machen können. So waren wir sehr erfreut, die ersten Tomaten und Gurken in den Foliengewächshäusern wachsen zu sehen, die im Rahmen der therapeutischen Arbeit mit erwachsenen Behinderten gepflanzt und gepflegt werden.

Die Gewächshäuser waren unter Mithilfe der ersten von insgesamt 3 vorgesehenen Baufreizeiten des Bundesjugendprojektes in diesem Jahr für die Bepflanzung vorbereitet worden. Durch die Freude und die tiefen Eindrücke ließen sich die Jugendlichen aus Deutschland, die auf der ersten Baufreizeit dabei waren, auch bei teilweise schlechtem Wetter nicht von der Arbeit abhalten. Wir hoffen, dass diese Motivation für die noch ausstehenden Freizeiten ansteckend wirkt und danken allen Mitwirkenden.

Apr 2014: Baufreizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes „Zeichen der Liebe“

Baufreizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes

Im Rahmen des Bundsjugend-Projektes fanden in diesem Jahr drei Baufreizeiten mit Jugendlichen der Freien evangelischen Gemeinden Kaiserslautern, Breidenstein, Bad Endbach und Günterod bei „Zeichen der Liebe“ statt.

Mehr dazu finden Sie auf der folgenden Seite:

Zum Bundesjugendprojekt

2013

Okt 2013: Jahresfest am 04.Oktober 2013

Von Walter Dross und Wilfried Lill, Vorstandsmitglieder von „Zeichen der Liebe“.

Kinder vom Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ beim diesjährigen Jahresfest

Zum Ende der Projektwoche 2013, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit den neu aufgenommenen behinderten Erwachsenen stattfand, haben wir am 04. Oktober das 6. Jahresfest von ZdL miteinander gefeiert und voller Freude und Dankbarkeit zur Kenntnis genommen, was in dieser Zeit gewachsen ist.

Gewachsen, rein äußerlich, ein wunderschöner, zweckdienlich eingerichteter Gebäudekomplex mit den notwendigen Außenanlagen, die im Laufe des Jahres 2014 noch ergänzt werden sollen.

Gewachsen, ein hochmotiviertes und gut miteinander arbeitendes Team, dem die Liebe zu den behinderten Kindern und Erwachsenen ab zu spüren ist, auch dann, wenn wir ihre Sprache nicht verstehen.

Gewachsen ist die Gruppe der zu betreuenden Kinder auf etwa 90 sowie zusätzlich der Erwachsenen ab Juli 2013 von etwa 30 Personen.

Gewachsen ist ein hohes Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit mit den Vertretern und Vertreterinnen der Stadt Gotse Delchev. Ein besonderes Zeichen hierfür war die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an den langjährigen Projektleiter Johannes Pannen

sowie einer besonderen Auszeichnung für Karl Gerhard Köser, der dieses Projekt als ehemaliger Leiter der Auslandshilfe in der Entstehung und in seinen Anfängen wesentlich mitgestaltet hat.

Bürgermeister Moskov brachte sowohl den Beiden als auch dem Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland gegenüber seine tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck.

Zur jährlich stattfindenden Projektwoche reiste auch in diesem Jahr wieder qualifiziertes Fachpersonal aus Deutschland an und setzte musikalische, gestalterische sowie motorische Akzente. Für dieses persönliche und fachliche Engagement sind wir sehr dankbar. Die Ergebnisse ihrer Arbeit mit den Kindern und Erwachsenen konnten auf dem Jahresfest präsentiert bzw. verkauft werden. Lieder und Bewegungsspiele wurden durch die Kinder in vielfältiger Form, unterstützt durch den kreativen Einsatz einfacher Rhythmusinstrumente, für die Gäste engagiert aufgeführt und von diesen mit viel Applaus belohnt. Das hier aufgehäufte Elend durch die individuelle, zum großen Teil schwerste Behinderung der betroffenen, trat für einige Augenblicke in den Hintergrund und wir wollen Gott bitten, ihnen die Erinnerung hieran zu erhalten.

Für die handwerklich tätigen war eine besondere Art der Anerkennung, dass fast alle ihrer selbst hergestellten Körbe aus Bast, Tischdekorationen, Tonarbeiten, Herbst zeitliche Bastelarbeiten aus Blättern und Früchten und vieles Mehr, einen reißenden Absatz fanden.

Da die gesamte Arbeit von ZdL aber immer auch eine finanzielle Verpflichtung für die Auslandshilfe bleiben wird, bitten wir auch weiterhin um Ihre finanzielle Unterstützung. Ohne diese ist eine solche diakonische Arbeit in Bulgarien nicht möglich.

Für jedes geförderte Kind oder Jugendlichen benötigen wir als Patenschaft im Monat 30,00 € aus Deutschland. Gerne können Sie sich daran beteiligen.

Juni 2013: Einweihung des Tagesförderzentrums für behinderte Erwachsene am 21. Juni 2013

Einweihung des Tagesförderzentrums für behinderte Erwachsene am 21. Juni 2013

Der beauftragte Bauunternehmer hat Emilia Pandelieva den Schlüssel überreicht

Wir konnten es kaum glauben. Das Gebäude für die Erweiterung des Tageszentrums um ein Zentrum für behinderte Erwachsene war, trotz des engen zeitlichen Rahmens, pünktlich fertiggestellt. Auch die erforderlichen Unterlagen zur baurechtlichen Genehmigung waren komplett. Vom Baubeginn im Januar 2013 bis zur feierlichen Eröffnung dieses Gebäudes ist weniger als ein halbes Jahr vergangen.

Die Kinder von Zeichen der Liebe gestalten das Programm

Der beauftragte Bauunternehmer konnte der Leiterin der Einrichtung Emilia Pandelieva am Freitag, 21.06.2013 freudig den symbolischen Schlüssel überreichen. Ein Stück seines Herzens stecke in dieser Arbeit, sagte er im weiteren Gespräch. Die sorgfältige Planung und die präzise Durchführung einerseits, die vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden andererseits, sowie die umsichtige rechtliche Begleitung haben uns diesen großen Schritt innerhalb kürzester Zeit tun lassen. Dafür sind wir Gott und allen Beteiligten sehr dankbar.

 

Bis zu 30 erwachsene behinderte Menschen können nun gefördert werden

So kann die Arbeit planmäßig beginnen. Die offenen Stellen wurden mit Fachkräften besetzt, sodass die fachliche Betreuung und Förderung von bis zu 30 erwachsenen behinderten Menschen gewährleistet ist. Einige von ihnen waren bei der Einweihung bereits dabei und haben durch ihren musikalischen Beitrag das Programm, welches sehr schön durch die Beiträge der Kinder umrahmt wurde, zusätzlich bereichert.

Der Eingang zur neuen Werkstatt ist geschmückt

Der Eingang zur Werkstatt war mit vielen Luftballons und einem Band in den National-farben Bulgariens und Deutschlands geschmückt. Das Band, welches den Zugang zum Grundstück versperrte, wurde vom Bürgermeister der Stadt Gotse Delchev zusammen mit Dieter Happel und dem Direktor der Agentur für soziale Förderung aus Sofia unter großem Beifall der Gäste durchschnitten. Diese fröhliche und zeichenhafte Handlung gab den Weg frei zu einem weiteren Arbeitsschwerpunkt der Einrichtung.

Das Band ist durchgeschnitten, die Werkstatt ist eröffnet

Alle notwendigen Verträge und Formalitäten wurden am 01.07.2013 abgeschlossen, so dass wir am 02.07.2013 mit der neuen Dienstleistung beginnen konnten.

Ein besonderer Dank gilt allen Spendern und Spenderinnen, ohne die der Start, aber auch der zukünftig laufende Betrieb nicht möglich ist. Darüber hinaus geht der Dank an das fachlich und menschlich hervorragende Team der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die der Name „Zeichen der Liebe“ Programm ist.

Walter Dross

Bilder der Einweihung

Mai 2013: Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien

Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien

Ende Mai soll die Baumaßnahme für die Erweiterung des Tagesförderzentrums in Gotse Delchev weitgehend abgeschlossen werden. Außenarbeiten, die Gestaltung des Gartengeländes für den Gartenbau und manche andere Arbeiten sind noch zu tun. Wir hoffen, dass dafür im Sommer ein Baueinsatz mit deutschen Jugendlichen im Rahmen des Bundesjugendprojektes zustande kommt.

Beim Bundesjugendtreffen über Pfingsten in Erfurt wurde die Arbeit vorgestellt und spontan kam bei der Kollekte dort ein Betrag von rund 7.800 € zusammen. Jetzt benötigen wir bis Ende 2014 noch eine Summe von rund 85.000 € und hoffen, dass sich Gemeinden und Privatspender mit großzügigen Spenden daran beteiligen.

Es ist vorgesehen, mit der neuen Dienstleistung für erwachsene Behinderte am 01. Juli 2013 zu beginnen. Dazu benötigen wir noch einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, einige wechseln innerhalb des Tagesförderzentrums die Bereiche. Zwei von ihnen, der Leiter des neuen Bereiches Krassimir Stamenov und die Sozialpädagogin Radka Polimerova, die als soziale Mitarbeiterin beginnt, waren ab 23. April für einige Tage in Deutschland.

In der Behinderteneinrichtung der Lebenshilfe Witten konnten sie sich ein Bild von der Arbeit machen und viele neue Eindrücke sammeln. Für die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe und die gute Unterstützung der Mitarbeiter dort sind wir sehr dankbar. Die beiden haben sich verschiedene Bereiche angeschaut, theoretische Kenntnisse mitgenommen und auch praktisch mit den behinderten Menschen gearbeitet.

Für die Übersetzung ins Bulgarische konnten wir Krassimira Topalski aus der FeG Dortmund gewinnen. Sie lebt zusammen mit ihrer Familie schon seit zwölf Jahren in Deutschland. Die beiden bulgarischen Mitarbeiter sind motiviert, die neue Herausforderung anzunehmen und mit den Erwachsenen und Jugendlichen zu starten, wenn diese aufgrund des 18. Geburtstages das Zentrum für Kinder verlassen müssen.

Für den Beginn der Arbeit benötigen wir regelmäßige finanzielle Mittel, für jedes Kind und für jeden Erwachsenen haben wir als Träger der Einrichtung einen Betrag von etwa 30,00 € zu leisten. Gerne können Sie als Leser dieses Berichtes eine Patenschaft übernehmen und uns so bei der Aufgabe helfen. Herzlichen Dank dafür.

Feb 2013: Entwicklung von ZdL

Entwicklung von „Zeichen der Liebe“

Seit mehr als fünf Jahren arbeiten wir nun im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ mit behinderten Kindern und Jugendlichen. Inzwischen ist das Zentrum aus der Region nicht mehr wegzudenken. Es ist ein starkes Zeichen für die Integration von behinderten Menschen und für die Liebe Gottes zu diesen benachteiligten Menschen. Der im Oktober 2012 ausgelaufene Vertrag mit der Stadt Gotse Delchev konnte ab November um 10 Jahre verlängert werden. Damit ist die Bezuschussung der Arbeit durch das bulgarische Sozialministerium und durch die Stadt weiter gesichert. Die Laufzeit von 10 Jahren ist einmalig für Bulgarien und zeigt die große Wertschätzung, die unsere Arbeit dort genießt. Die aus Deutschland als Eigenanteil des Trägers benötigten Gelder liegen pro Kind bei etwa 60 € im Monat, davon wurden im Jahr 2012 bereits die Hälfte zweckgebunden gespendet. Wenn sich weitere 100 Personen finden, die monatlich 30 € für die Arbeit mit den Kindern bei „Zeichen der Liebe“ überweisen, können wir den gesamten deutschen Anteil finanzieren. Vielen Dank für Ihr Unterstützung.
Dies ist Erol. Er ist 17 Jahre alt und von Beginn an tagsüber im Förderzentrum. Erol wohnt in einem Zigeunerviertel der Stadt Gotse Delchev. Er träumt davon, zu heiraten und sich um seine Frau zu kümmern. Ob er eine Arbeit bekommt? Das ist für ihn ein wichtiges Thema und er macht sich Sorgen. Immer wieder fragt er danach,was aus ihm wird, wenn er aufgrund seines Alters nicht mehr im Tageszentrum „Zeichen der Liebe“ sein darf.
Kristian ist 16 Jahre alt. Er hat eine Muskel- und Knochenerkrankung und die Förderung im Zentrum hat ihm bisher sehr geholfen. Sein Traum ist es, dass die Ärzte ein Arzneimittel erfinden, das ihn heilen kann. Er stickt gerne und macht sehr gut Feinarbeiten. Kristian ist intelligent und stellt oft Fragen über seine Zukunft. Er macht sich Sorgen, was er in zwei Jahre macht und ob er nur Zuhause von seinem Fenster nach draußen schauen wird.

Die beiden Beispiele zeigen, wie wichtig die Erweiterung um ein Zentrum für behinderte erwachsene Menschen ist. Die Arbeiten dazu machen gute Fortschritte. Die Baugenehmigung wurde Ende November 2012 nach nur wenigen Monaten erteilt. Die Stadt hat entschieden, uns ein kleines Grundstück zu schenken, das zur Erschließung unserer Grundstücke benötigt wird. Wir erfahren viel Unterstützung durch die politischen Gremien. Das ist auch erforderlich, wenn wir im Lauf des Jahres 2013 den nächsten Abschnitt in Betrieb nehmen wollen.

Sehr erfreulich ist, dass aufgrund der günstigen Winterpreise (ca. 20 % Nachlass) die geplanten Baukosten unterschritten werden können. Einige Spender in Deutschland haben sich auch bereits stark engagiert. Wir sind sehr dankbar dafür, dass die für die Baumaßnahme benötigten Spenden bis Mitte Januar eingegangen sind. Die Winterzeit seht uns nun für Umbaumaßnahmen im Innern des bestehenden Gebäudes zur Verfügung. Im weiteren Verlauf des Frühjahrs erfolgen die Außenarbeiten, zu denen wir gutes Wetter benötigen. Vielen Dank allen Spendern für die großzügige Unterstützung.

Damit wir die Erweiterung in Betrieb nehmen können, benötigen wir noch weitere Gelder und/oder Spendenzusagen für die Jahre 2013 und 2014 in Höhe von 100.000,00 €. Bitte unterstützen Sie uns weiter durch Ihre Gebete und durch großzügige Zuwendungen, damit wir den jungen Menschen eine Perspektive für ihr Leben geben können.

Feb 2013: Erweiterung bei „Zeichen der Liebe“

Erweiterung bei „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien

Mitte Januar konnten wir den Startschuss für die Erweiterung um ein Tagesförderzentrum für erwachsene behinderte Menschen in Gotse Delchev geben. Die Spenden für den Start sind zusammen gekommen. Vielen Dank allen Spendern. Die geplanten Baukosten können aufgrund günstiger Winterpreise unterschritten werden. Jetzt wird kräftig gebaut und umgebaut. Das bisherige Lager muss für die Aufnahme von Material und Hilfsgüter hergerichtet und vor allem abgedichtet werden. Dazu gehört auch ein neues Dach, damit Mäuse und Ratten den Weg nicht hineinfinden. Der Fuhrpark wurde durch zwei Kleinbusse ergänzt, dafür ist ein größerer Carport erforderlich, damit die Fahrzeuge im Sommer nicht in der prallen Sonne stehen. Der Anbau des Treppenhauses mit Aufzugschacht ist inzwischen weit fortgeschritten, es konnte sogar ein kleines Richtfest mit den Bauarbeitern gefeiert werden. Über dem Obergeschoss des Gebäudeteils wird unter dem Dach der Raum für ein weiteres Lager genutzt.

Der Fuhrpark wurde durch zwei Kleinbusse ergänzt, dafür ist ein größerer Carport erforderlich, damit die Fahrzeuge im Sommer nicht in der prallen Sonne stehen. Der Anbau des Treppenhauses mit Aufzugschacht ist inzwischen weit fortgeschritten, es konnte sogar ein kleines Richtfest mit den Bauarbeitern gefeiert werden. Über dem Obergeschoss des Gebäudeteils wird unter dem Dach der Raum für ein weiteres Lager genutzt.

Wenn bis zum Sommer die Baumaßnahmen weitgehend abgeschlossen sind, geht es an die Gestaltung der Außenanlagen. Über die Zusammenarbeit mit der Bundesjugendarbeit unseres Gemeindebundes in diesem Zusammenhang freuen wir uns sehr. Ob eine „Baufreizeit“ zustande kommt? Vielleicht sogar gemeinsam mit bulgarischen Jugendlichen?

Das im vergangenen Jahr gekaufte angrenzende Grundstück muss hergerichtet werden, damit eine Gruppe aus der Tagesförderstätte dort Gartenbau betreiben kann. Wenn wir das in Eigenleistung schaffen können, hilft das sehr. Aber dazu wird es auf dem Bundes-Jugendtreffen an Pfingsten weitere Informationen geben.

Wir sind sehr froh darüber, dass die rechtlichen Fragen weitgehend gelöst werden konnten. Nach der Verlängerung des Vertrages hat sich der bulgarische Staat zur weiteren Unterstützung bekannt, die Subvention ist Anfang 2013 um 10 % erhöht worden. Dafür sind wir sehr dankbar, da auch die Kosten nicht unerheblich steigen. Energiekosten, Kosten für die Mahlzeiten und auch die lange nicht erhöhten Preise für die Buchführung, Bilanzierung und steuerliche Beratung sind angepasst worden. Insofern benötigen wir immer noch pro Kind und Monat einen Betrag von 30 € aus Deutschland. Einen ähnlichen Betrag werden wir auch für die Jugendlichen benötigen, die dann in den Bereich für Erwachsene überwechseln. Wenn sich 100 Personen in unseren Gemeinden finden, die jeweils monatlich diesen Betrag aufbringen, können wir diese Arbeit gut weiter unterstützen und den Menschen in Gotse Delchev helfen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

2012

Okt 2012: Vertrag wurde verlängert

Vertrag wurde verlängert

Ende Oktober 2012 lief nach 5 Jahren der bisherige Vertrag mit der Stadt Gotse Delchev aus. Am 11. Oktober wurde der Vertrag neu verhandelt und nunmehr über 10 Jahre abgeschlossen. Die von uns gewünschten Veränderungen wurden aufgenommen und wir können die Arbeit im Tagesförderzentrum für behinderte Kinder und Jugendliche mit Unterstützung des Sozialministeriums weiter führen. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums über diese gute Entwicklung.

Sep 2012: Jahresfest im Tagesförderzentrum

Jahresfest 2012 im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien

Bei herrlichem Wetter kamen am 28. September viele Menschen aus Gotse Delchev und anderen Städten der Region zum Zentrum. Sieben verschiedene Gruppen aus den Einrichtungen der Region nahmen eine Reise von mehreren Stunden auf sich, um dabei zu sein. Sie präsentierten mit musikalischen Darbietungen den über 150 Gästen, was durch Förderung möglich ist und gaben Einblick in die eigene Arbeit. Durch die Einladung und die vorhergehenden Hospitationen konnte ein weiterer Schritt in Richtung eines gemeinsamen Netzwerkes für behinderte Menschen getan werden. Die Kontakte sind sehr hilfreich und alle können voneinander profitieren, auch über den Tellerrand schauen. Für die Teilnehmer aus den anderen Einrichtungen war es zum Beispiel neu, dass nicht nur der folkloristische Ansatz zum Tragen kam, sondern dass jedes Kind mit seinen Fähigkeiten ganz elementar und doch unterhaltsam im Mittelpunkt stand.

Das Interesse der Öffentlichkeit wurde daran deutlich, dass sowohl der Bürgermeister der Stadt Gotse Delchev und sein Stellvertreter als auch viele andere Personen des öffentlichen Lebens die Aufführungen der Kinder und Jugendlichen erlebten. Das regionale Fernsehen drehte und sendete einen dokumentarischen Bericht.

Das Jahresfest war der Abschluss einer Projektwoche mit deutschen Referenten. Eine Woche lang wurde gemeinsam mit den bulgarischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Neues ausprobiert und gelernt. Dabei stand der Körper und die gezielte Förderung der Kinder mit ihren speziellen Bedürfnissen und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Die Einheiten waren so miteinander verbunden, das ein Thema unterschiedlich bearbeitet wurde: In Kunst den Körper malen, in Musik die einzelnen Körperteile „besingen“ und in Psychomotorik –mit und ohne Musik- die Körperteile bewegen. Während des Jahresfestes konnten dann alle Gäste miterleben, wie sich diese gezielte Förderung auswirkt. Es bot sich dabei an, in diesen drei Elementen einen Morgenkreis zu präsentieren, bei dem vor allem die schwächeren Kinder zeigten, wie so ein Tag im Zentrum beginnt. Als Abschluss der Veranstaltung wurde die biblische Geschichte „Die Arche Noah“ als Klanggeschichte mit Tanz, Bildern und Musik aufgeführt. Eine wahrhaft ungeschminkte Darbietung im positiven Sinn.

Wenn man die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen beobachtet, wird deutlich, wie notwendig die Erweiterung des Zentrums um eine Förderstätte für behinderte Erwachsenen ist. Förderung kann nicht mit dem 18. Lebensjahr enden. Eine vernünftige Eingliederung in den normalen Arbeitsprozess für Menschen mit geringen Behinderungen und die weitere Förderung durch eigene Angebote in einer Werkstatt sind dringend erforderlich. Wir hoffen, dass wir bis zum Jahresende 2012 alle Planungen abgeschlossen haben und bereits im Januar mit den ersten Arbeiten beginnen können. Die Umbauarbeiten innerhalb des Gebäudes sind problemslos möglich und wir können günstige Winterpreise erwarten. Voraussetzung dafür ist allerdings die geklärte Finanzierung. Wir benötigen aktuell (Stand Ende Oktober 2012) noch Spenden und/oder Spendenzusagen für 2012 und 2013 in Höhe von etwa 150.000 €, damit wir starten können. Danke, wenn Sie sich an dieser Stelle engagieren.

Bilder vom Jahresfest 2012

Jul 2012: Sitzung des Vorstandes

Sitzung des Vorstandes im Juli 2012

Der Vorstand von Zeichen der Liebe tagte am 14. Juli 2012 in Gotse Delchev. Diesmal fand die Sitzung aufgrund der hohen Temperaturen im Freien unter den Bäumen auf dem Gelände des Zentrums statt. Während der Sitzung konnte ich von den Entscheidungen der deutschen Gremien in Bezug auf die Erweiterung um das Tagesförderzentrum für erwachsene Behinderte berichten. Die Informationen wurden sehr dankbar aufgenommen.

Inzwischen hat unser Projektleiter Johannes Pannen weitere Gesprächen mit entscheidenden Personen aus dem Sozialministerium, der Architektin und den Baubehörden in Bulgarien geführt. Kurzfristig ergab sich die Möglichkeit des Ankaufs von zwei hinter dem Zentrum liegenden Grundstücken von einer Erbengemeinschaft zu einem sehr günstigen Preis von 8,00 € pro qm. Bisher wurde der Verkauf vor allem aus Streitigkeiten innerhalb der Erben immer abgelehnt. Die Unterschriften unter dem Notarvertrag wurden am 13. Juli 2012 geleistet und wir können nun nach der Erweiterung auf dem Gelände eine Gruppe mit Gartenbau beschäftigen. Das ist sehr hilfreich und wir freuen uns darüber, in Zukunft solche Möglichkeiten zu haben.

Während unseres Besuches zur Vorstandssitzung konnten wir die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen beobachten. Ene sehr interessante Variante der Förderung war der Einkauf von Obst auf dem städtischen Markt. Eine Gruppe von kleineren Kindern war am Vormittag mit ihren Betreuerinnen in der Stadt. Anschließend wurde das gekaufte Obst dann gemeinsam zu einem sehr leckeren Obstsalat verarbeitet. Gemeinsamer Sport hilft zur Entwicklung des Sozialverhaltens und jeder ist gerne mit dabei. Ich sah, wie die weniger behinderten Jugendlichen bewusst die stärker behinderten einbezogen, auch die Rolli-Fahrer. Es macht Freude, die Entwicklung der jungen Menschen zu beobachten.

Gerade deshalb ist auch die Weiterentwicklung und die Erweiterung um ein Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene notwendig. Damit ist die Förderung für die Jugendlichen, die inzwischen 18 Jahre alt geworden sind oder bald ihren 18. Geburtstag feiern, gesichert. Um das Ziel eines Baubeginns bis zum Jahresende zu erreichen und um günstige Winterpreise für den Umbau nutzen zu können, benötigen wir noch Spenden und/oder Spendenzusagen in Höhe von ca. 240.000,00 €. Im Namen der behinderten Menschen aus Bulgarien danke ich Ihnen für alle Unterstützung.

Mrz 2012: Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene „Zeichen der Liebe“

Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene „Zeichen der Liebe“

Der Bundesrat am 17. März 2012 in Nürnberg hat in einer einstimmigen Entscheidung die Erweiterung  des Zentrums „Zeichen der Liebe“ mit einem „Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene“ beschlossen. Das ist für uns Grund zur Dankbarkeit aber auch Ansporn, diese wichtige Aufgabe jetzt engagiert anzupacken. Der bisherige Projektleiter Johannes Pannen wird Ende April 2012 das im vergangenen Jahr erarbeitete Konzept konkretisieren und mit der Detailplanung beginnen. Es ist vorgesehen, die Immobilie im Bestand umzubauen und ein Treppenhaus mit Aufzug anzubauen. Dadurch ist das Gebäude barrierefrei und die Voraussetzung für eine sinnvolle Nutzung der Räume im Obergeschoss ist geschaffen.

Entwicklung

Fünf Jahre ist es her, seit im Tagesförderzentrum für behinderte Kinder und Jugendliche in Gotse Delchev die ersten Kinder eintrafen. Viel ist in dieser Zeit gewachsen, das Zentrum ist aus dem Leben der gesamten Region nicht mehr wegzudenken. Behinderte Menschen werden mehr und mehr Teil der Gesellschaft, sie lernen während der Förderung, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. Trotzdem bleibt der Bedarf an Fördermöglichkeiten enorm groß, auch über das bisherige Angebot hinaus. Die Jugendlichen werden erwachsen, sie müssen das Zentrum verlassen und sind dann oft wieder mit ihrer Behinderung allein gelassen.

Das hat den Vorstand von „Zeichen der Liebe“ dazu bewogen, ein bereits in der Konzeption des Förderzentrums enthaltenes zweites Modul, das „Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene“, also eine Art Werkstatt für behinderte Menschen auf den Weg zu bringen. Die großzügige Immobilie bietet dazu durch einfache Umbaumaßnahmen (gelb umrandet) in einem Trakt des Gebäudes und den Anbau eines Treppenhauses mit Aufzug (rot umrandet) kostengünstige Möglichkeiten und wir brauchen kein neues Gebäude zu errichten.

Inzwischen haben die deutschen Gremien (Bundesleitung, Finanzausschuss) dem Bundesrat die Vorlage zur Entscheidung am 17. März 2012 vorgelegt.

Die geplante Investitionssumme inkl. Möblierung und benötigter Maschinen liegt bei 277.500 €. Die Zustimmung ist an Spenden oder Spendenzusagen in Höhe von 200.000 € vor Baubeginn geknüpft. Außerdem soll der Teil der Personal- und Betriebskosten der nicht vom bulgarischen Staat übernommen wird, durch Spendenzusagen gedeckt sein. Wir rechnen für die ersten vier Jahre mit einer Summe von etwa 100.000 €. Insgesamt gehen wir also von einem Volumen von  377.500 € aus.

Mit der Weiterentwicklung dieser Einrichtung im Süden Bulgariens stellen wir der Region ein Zentrum für behinderte Menschen zur Verfügung, das für ganz Bulgarien als Musterbeispiel gelten kann. Wir möchten dadurch gerne eine Nachhaltigkeit erreichen, die grundsätzlich die Lebenssituation von behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verbessert. Die Bürgermeister von Gotse Delchev und den umliegenden Orten sind sehr dankbar für das Engagement der Freien evangelischen Gemeinden aus Deutschland und haben uns jede erdenkliche Hilfe bei der Erweiterung zugesichert.

Nach Fertigstellung der Baumaßnahme, die unser Projektleiter für das bisherige Zentrum, Johannes Pannen, noch betreuen wird, benötigen wir fachliche Unterstützung bei der Begleitung der Mitarbeiter in ihrer neuen Aufgabe. Dazu sind wir auf Menschen angewiesen, die sich zeitlich engagieren können und gerne bereit sind, ihre Fachkenntnis ehrenamtlich in den Dienst der Auslandshilfe zu stellen. Bitte helfen Sie uns bei der Realisierung dieser großen Aufgabe durch Ihre Gebete, Ihre Spenden und durch tatkräftiges Anpacken im Sinne eines Engagements in der Begleitung unserer einheimischen Mitarbeiter/Innen.

2011

Sep 2011: Projektwoche

Projektwoche in „Zeichen der Liebe“ mit Musical als Abschluss

Es war ein bewegender Moment, als die Kinder und Betreuer des Tagesförderzentrums „Zeichen der Liebe“ alle auf der Bühne des Kulturpalastes standen und den Applaus der über 200 Besucher entgegennahmen. Erstmals wurde in Gotse Delchev ein Musical mit behinderten Kindern und Jugendlichen aufgeführt. Es war der krönende Abschluss der diesjährigen Projektwoche mit deutschen Referenten unter der Gesamtleitung von Johannes Pannen und seiner Frau Renate.

Eine Woche lang wurde gemeinsam mit den Mitarbeitern des Zentrums in vier Bereichen Neues gelernt und gleich für die Gestaltung des Musicals umgesetzt. Die Gruppe Musik leitete der Musikpädagoge Peter Schulze von der „Lobetalarbeit“ in Celle, der auch die Idee zu dem Musical „Schöpfung“ hatte. Sieben Tage der Schöpfung wurden dargestellt und unter dem Thema „Musik geht um die Welt“ – eine Reise zum Anfang unserer Zeit – musikalisch umrahmt. Das Malen der Bühnenbilder im Rahmen einer Weiterbildung in der Maltherapie begleitete Gabriele Fesser-Deckers aus Aachen. Unter dem Thema „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ entstanden sieben große Bilder für die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte.

Die Tanzeinlagen wurden während der Woche unter Anleitung von Dorothee Frank in der Bewegungstherapie unter dem Thema „Singt und tanzt und jubelt laut vor Freude“ – Mensch und Tier unter dem Regenbogen – gelernt und von den kleinen und großen Darstellern hervorragend auf die Bühne gebracht. „Ein neuer Tag beginnt, und ich freu mich“ war das Motto in der Werktherapie unter der Anleitung von Sven Frank. Es entstand die Bühnendekoration für jeden Tag und Stunde der Schöpfungsgeschichte. Die Veranstaltung endete unter Teilnahme aller Kinder und Mitarbeiter mit dem Lied „Gott hält die ganze Welt in seiner Hand“. Damit wurde deutlich gemacht, wer letztlich der Grund und das Ziel unseres Glaubens ist.

Mit diesem öffentlichkeitswirksamen Abschluss, an dem neben den Eltern und Verwandten der Kinder auch viele Menschen aus dem öffentlichen Leben der Stadt teilnahmen, konnte ein weiterer Schritt in Richtung Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen in die Gesellschaft gemacht werden. Bitte unterstützen Sie diese wertvolle und nachhaltige Arbeit, es lohnt sich. Die Kinder, denen wir helfen können, danken es Ihnen.

Sep 2011: Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene?

Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene?

Das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev ist auf sehr gutem Weg. Die bisher beantragte aktuelle Kapazität von 80 Kindern ist ausgeschöpft und es gibt eine Warteliste. Das hat uns bewogen, eine Kapazitätserhöhung um weitere 10 Plätze bei den sozialen Stellen in Bulgarien zu beantragen, damit die Förderung aller Kinder möglich wird, deren Eltern sie uns anvertrauen möchten. Insgesamt ist das Zentrum für 100 Kinder ausgelegt und wir möchten gerne die nächsten Schritte gehen.

Neben der Kapazitätsausweitung beschäftigt uns aktuell ganz intensiv die Frage nach der Förderung der Jugendlichen, die aufgrund ihres Alters (18 Jahre) nicht mehr im Zentrum sein können. Zurzeit haben wir unseren ehemaligen Projektleiter Johannes Pannen beauftragt, die Voraussetzungen für die Einrichtung eines „Tagesförderzentrums für behinderte Erwachsene“ als Ergänzung unseres Angebotes für diesen Personenkreis zu prüfen und uns bis zur nächsten Vorstandssitzung im Juli ein Konzept vorzulegen. Dazu gehören viele Gespräche, Kontaktaufnahmen zu den zuständigen Stellen, Prüfung der rechtlichen Fragen und der finanziellen Möglichkeiten, Prüfung von Fördermöglichkeiten der Europäischen Union oder anderer Organisationen und vieles mehr.

Eine gute Möglichkeit, die Arbeit im Zentrum „Zeichen der Liebe“ für die behinderten Menschen in Bulgarien bekannt zu machen, ist jetzt die Kooperation mit der Universität in Blagoevgrad (Bezirkshauptstadt). Ab Sommer 2011 kommen Studenten von dort und machen ihr Praktikum in unserem Zentrum. Die erste Praktikantin ist bereits in Gotse Delchev und lernt neben der theoretischen Ausblidung auch die Praxis ihres zukünftigen Berufes kennen. Damit befinden wir uns auf einem sehr guten Weg der nachhaltigen Hilfe für die gesamte Region. Dafür sind wir sehr dankbar und erbitten weiter Ihre Hilfe und Unterstützung, auch im Gebet für die aktuellen Planungen.

Jul 2011: Jahresfest

„Zeichen der Liebe“ – eine Erfahrung

von Ulla Schröder, Kierspe, Juli 2011

Bergdorf bei Gotse Delchev

Wie intensiv kann man ein Land in wenigen Tagen kennenlernen? Es können nur Schlaglichter bleiben, die man mitnimmt: die schöne Landschaft im Kontrast zu den baufälligen Häusern. Unglaublich günstige Preise, denen aber auch Hungerlöhne der einfachen Leute gegenüberstehen – wenn sie überhaupt Arbeit haben. Überall sieht man die Fördermittel der EU am Werk (zum Beispiel im Straßenbau), aber die Zustände im Städtischen Krankenhaus Gotse Delchev verschlagen die Sprache, spätestens wenn man die Toilette einer Krankenstation zu sehen bekommt.

Und damit sind wir auch schon mittendrin in der Thematik. Warum unterstützt die Auslandshilfe weit entfernte Projekte, die eigentlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind? Wenn man näher hinschaut, kann man es besser verstehen: es geht darum, die Sicht der Menschen durch eigenes Vorbild zu verändern. Ihnen klarzumachen, dass auch Kranke einen Anspruch auf würdige Behandlung haben und dass man sich für Behinderte nicht schämen muss, sondern sie fördern und integrieren kann. Wie das funktioniert, haben wir auf unserem kurzen Ausflug in einen ganz anderen Teil von Europa erlebt.

Die Kinder werden mit Kleinbussen abgeholt

Schon beim ersten Rundgang durch die Tagesförderstätte „Zeichen der Liebe“ spürt man die Wertschätzung für die kleinen Patienten bis ins Detail. Wir konnten sehen, wie freundlich mit ihnen umgegangen wird, aber auch wie sorgsam die Gelder eingesetzt werden, die in diese Arbeit geflossen sind. Noch spannender wurde es, als wir mitfahren konnten, um die betreuten Kinder morgens abzuholen. Da ging es quer durch die Stadt, bis in die Armenviertel der Roma und in die Bergdörfer, die von muslimischen Pomaken bewohnt werden. Zwei Kleinbusse sind dafür täglich mehrere Stunden im Einsatz.

Eingang, geschmückt zum Jahresfest

Am nächsten Tag treffen wir die Kinder und ihre Familien beim Jahresfest wieder. Hunderte von Luftballons und viele bunte Stände schmücken die Einrichtung, der Bürgermeister und andere Prominente sind gekommen, das bulgarische Fernsehen dreht alles, was passiert. Und das ist nicht wenig, denn die Kinder haben mit ihren Therapeuten und Betreuern ein einstündiges Programm mit Liedern und Tänzen vorbereitet. Sie zeigen sowohl ihren Eltern als auch der ganzen Welt, dass mit Liebe und Fachkompetenz  vieles möglich ist. Die Begeisterung, mit der sie ihre Erfolge genießen, ist ansteckend. Wir freuen uns mit ihnen und kämpfen gleichzeitig mit den Tränen, wenn uns bewusst wird, wie weit sie gekommen sind – mit Hilfe dieser Einrichtung, die inzwischen landesweite Beachtung gefunden hat.

Der kleine „Elvis“

Dabei hat „Zeichen der Liebe“ noch viel mehr erreicht, als die Darbietung vordergründig beweist. Hinter den individuellen Therapieerfolgen steht die Veränderung einer Einstellung. Menschen mit Behinderungen werden nicht mehr versteckt und ihrem Schicksal überlassen, sondern mit der richtigen Mischung aus Fördern und Fordern unterstützt, um ihr Potenzial auszuschöpfen. Der Applaus für den kleinen Elvis-Imitator ist gleichzeitig Beifall für das beharrliche Festhalten an der Überzeugung, dass Gott auf der Seite der Schwachen und Benachteiligten steht. Auch das haben wir an diesem Tag gefeiert. Es war ein besonderer Tag, für den sich die weite Anreise unbedingt gelohnt hat.

2010

Okt 2010: Schulung mit deutschen Pädagoginnen

Schulung mit deutschen Pädagoginnen im Oktober 2010

Im Oktober folgte dann eine Schulung mit den beiden deutschen Pädagoginnen
aus der Otfried-Preußler-Schule für behinderte Kinder in Dillenburg Barbara Land
und Viola Germann. Hier ihr Bericht:

Am 3. Oktober traten wir unsere 12-tägige Reise nach Gotse Delchev an. Mit einem pädagogischen Auftrag im Gepäck, erwarteten wir mit Spannung die Kinder und Jugendlichen sowie die Mitarbeiter des Tagesförder-zentrums kennen zu lernen. An unserem ersten Arbeitstag wurden wir offen und herzlich von unseren bulgarischen Kollegen aufgenommen und erhielten einen Einblick in deren Arbeit. Zunächst erläuterten sie uns, dass sie sich Hilfe bei der Gruppenstrukturierung, der Gruppenarbeit und generell praktische Anleitung und Tipps von uns wünschten. Die anschließende Besichtigung der Einrichtung überraschte uns im positiven Sinne: das Förderzentrum ist modern ausgestattet, sehr gepflegt und alle Mitarbeiter zeigen einen liebevollen Umgang mit den Kindern und Jugendlichen. Es existieren drei Gruppen mit jeweils ca. 13-15 Kindern bzw. Jugendlichen und drei Mitarbeitern, deren Beratung und Anleitung unsere Aufgabe für die kommenden zwei Wochen sein sollte.

In diesem Sinne gestaltete sich unser Aufenthalt alltäglich wie folgt: morgendliche Besprechung sowie Beratung mit den Gruppenleiterinnen und anschließendes Hospitieren in den einzelnen Gruppen. Wie wir erfuhren, beschränkt sich die pädagogische Ausbildung in Bulgarien lediglich auf die Vermittlung von theoretischem Wissen, ohne das Sammeln von praktischen Erfahrungen während des Studiums sowie ohne eine Spezialisierungsmöglichkeit im Bereich der Geistigbehinderten Pädagogik. Nicht zuletzt aus diesem Grund waren die hiesigen Kollegen dankbar für jede Anregung und offen für unsere Vorschläge. Im Laufe unseres Aufenthaltes bemühten wir uns, den Kollegen grundlegende Verhaltensregeln im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung nahe zu bringen, die sowohl den Arbeitsalltag erleichtern als auch gruppendynamische Prozesse positiv vorantreiben können. Unsere Tipps erstreckten sich bspw. vom ständigen Gebrauch von Bildern -in Form eines Tagesplanes zur besseren Strukturierung des Gruppengesche-hens-, der Integration der schwerstmehrfachbehinderten Kinder in die Gruppenarbeit, den Gebrauch von Gebärden, der Erziehung zur Selbständigkeit, u.v.m.

Hier „demonstriert“ Barbara Land eine Traumreise, um eine Form der Nutzung des Snoezzleraumes darzustellen.

Neben der täglichen Arbeit im Zentrum sorgten unsere bulgarischen Kollegen liebevoll und aufopfernd dafür, dass wir vielfältige kulinarische Genüsse der einheimischen Küche genießen durften und einen Einblick ins kulturelle Leben Bulgariens erhielten. Die beeindruckende Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit sucht Ihresgleichen! Wir hoffen, dass unsere Vorschläge und Anregungen im Alltag unserer Kollegen im Zentrum auf  Nachhaltigkeit stoßen und wir dies eines Tages noch mal „überprüfen“ dürfen. Fest steht, dass wir uns auf eine künftige Zusammen- bzw. Weiterarbeit freuen, einen intensiven Austausch mit unserer Heimatschule forcieren wollen und im Zentrum „Zeichen der Liebe“ die Liebe ganz groß geschrieben wird!

Mit den Projektwochen und Schulungen verbessern wir stetig den Standard im Förderzentrum und tragen damit zur Entwicklung einer nachhaltigen Förderung der behinderten Menschen im Süden Bulgariens bei. Vielen Dank an alle, die sich für diese Aufgaben gewinnen und begeistern ließen.

Aug 2010: Die Projektwoche im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“

Die Projektwoche im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“
vom 30. August – 03. September 2010 war ein voller Erfolg

Die Projektwoche fand in vier Arbeitseinheiten statt. Etwa 50 geistig- und mehrfach behinderte Kinder erlebten täglich mehrere interessante Förderangebote. Die deutschen Referenten und Referentinnen haben sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zusammen mit den Mitarbeiter/Innen des Zentrums in folgenden Bereichen engagiert:

  • – „Kleine Künstler bei der Arbeit mit Nadel und Faden“, Referentin Renate Pannen
  • – „Singt und tanzt und jubelt laut vor Freude“, Referentin Dorothea Frank
  • – „Musik geht um die Welt“, Referent Peter Schulze
  • – „Fleißige Hände malen ohne Ende“, Referentin Gabi Deckers

Referenten und Mitarbeiter staunten über die Leistungen der Kinder. Man konnte in viele fröhliche Gesichter schauen. Der gemeinsame Tagesabschluß fand in der Aula statt, alle Kinder und Mitarbeiter versammelten sich im großen Kreis. Mit Spiel, Musik und Segenslied ging jeweils der Tag im Zentrum zu Ende.

Den Abschluss der Projektwoche bildete ein „Tag der offenen Tür“. Mit Plakaten und Rundfunkdurchsagen wurde die Bevölkerung dazu eingeladen. Nach der Begrüßung in der Aula zeigten die Kinder, was sie in der Projektwoche gelernt hatten. Eltern und Gäste staunten über die Akteure der Musik- und Tanzformationen. Die Textil- und Malergebnisse wurden in der Aula und auf Tischen im Flur präsentiert. Die Gäste, auch aus Deutschland und Sofia, erlebten einen sehr informativen Tag über die Arbeit mit den behinderten Kindern.

Jun 2010: „Tag des Kindes“

„Tag des Kindes“

Der Tag des Kindes wurde mit einem Kinderfest am 11. Juni 2010 im Tagesförderzentrum gefeiert. Mit dabei war auch die 15-köpfige Reisegruppe aus Deutschland, die vom 2.-16. Juni 2010 Bulgarien und Mazedonien bereiste. Mehrere lokale Meinungsbildner aus Gotse Delchev, sowie die ganze Stadt waren eingeladen, das Zentrum zu besuchen und mit den Kindern vor Ort einen schönen Tag bei Musik, Spass und Spiel zu verbringen. Nach einer Eröffnungsrede von Dieter Happel konnte sich das Publikum vieler gelungener künstlerischer Einlagen der Kinder, die sie mit viel Fleiss vorbereitet haben, erfreuen.

Danach bestand die Möglichkeit für die Öffentlichkeit, sich im Zentrum umzusehen und sich ein Bild von der Einrichtung zu machen. Allen Kindern stand eine Vielzahl von Möglichkeiten zum Spielen offen: Bunjee Jumping, Hüpfburg, Wasserwettspiele, Tonmalereien, Luftballonsteigenlassen, etc. Es wurde ausgiebig gefeiert und ein schöner Tag im Zentrum verbracht. Alle Gäste waren beeindruckt und freuen sich schon auf das nächste Kinderfest.

Solche Feiern sind für die Öffentlichkeitsarbeit des Förderzentrums „Zeichen der Liebe“ eminent wichtig. Eine bewusst christliche Einrichtung wird in dieser Region mit starken orthodoxen und muslimischen Bevölkerungsanteilen argwöhnisch besehen. Deshalb nutzen wir viele gute Gelegenheiten, um den Menschen von unserer Motivation, der Liebe Gottes zu den Menschen, zu erzählen und ihnen zu zeigen, wie wir diese im Zentrum umsetzen.

2009

Dez 2009: Adventfeier im Zentrum

Adventfeier im Zentrum

In der Vorstandssitzung haben wir die Weichen für eine engere Zusammenarbeit mit „Zeichen der Hoffnung“ gestellt. Es ist vorgesehen, im nächsten Jahr den Vorstand um zwei Mitglieder zu erweitern, um auch die ärztliche Kompetenz zu haben und die engere Einbindung in die bulgarischen Gemeinden weiter fortzusetzen. Im Endergebnis möchten wir unter dem Dach einer einzigen Stiftung die verschiedenen Aufgaben der bisherigen und der neuen Projekte vereinigen. Für die Entwicklung dieser Konzeption brauchen wir Weisheit und die Hilfe Gottes. Außerdem viel Geduld, denn die bulgarischen Mühlen mahlen etwas anders als die deutschen.

Im Jahr 2010 wird das Zentrum um ein neues Außenspielgerät erweitert und wir möchten gerne die Planungen einer Werkstatt für behinderte Menschen in Angriff nehmen. Dafür benötigen wir neben den Finanzen auch tatkräftige Unterstützung durch Menschen, die sich vorstellen können, einen solchen Aufbau zu begleiten.

Mrz 2009: Internationaler Tag der Mütter

Internationaler Tag der Mütter

März 2009

Am 6. März wurde der internationale Tag der Mütter im Zentrum gefeiert. Alle Mütter waren eingeladen und die Kinder waren glücklich, ihren Müttern zeigen zu können, was sie im Zentrum gelernt haben. Das war ein schöner Tag für alle.

Jan 2009: Förderzentrum in Gotse Delchev – Stand der Dinge

Förderzentrum in Gotse Delchev, Stand der Dinge

Januar 2009
Es gibt viel Grund zum Danken. Das Jahr 2008 im Förderzentrum konnte dank der sparsamen Haushaltsführung der verantwortlichen Leitung (Emilia Pandelieva und Ani Tschuleva) und der kompletten Zahlung der staatlichen Zuschüsse für die Arbeit positiv abgeschlossen werden. Die geplanten Zuschüsse aus Deutschland reichten aus, sie wurden sogar im ersten Jahr nicht ganz ausgeschöpft.

Die Stadt Gotse Delchev hat für das Jahr 2009 eine Kapazitätserweiterung auf 90 Kinder ab 01.01.2009 bewilligt. Die Gesamtkapazität teilt sich auf in 50 Plätze für das Tageszentrum für behinderte Kinder und Jugendliche (Zentrum 1) und in 40 Plätze für das Zentrum für gesellschaftliche Unterstützung (Zentrum 2). Dieser Bereich wurde um 10 Plätze gegenüber der ursprünglichen Planung erweitert. Aktuell werden 38 Kinder im Zentrum 1 und 27 Kinder im Zentrum 2 betreut, somit haben wir noch Kapazitäten, um weitere Kinder aufzunehmen.

Im Jahr 2009 werden weitere Fortbildungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums geplant und durchgeführt. Die Fortbildung reicht von Fördermaßnahmen einzelner Kinder über heilpädagogische Förderpläne bis zur Anleitung der Mitarbeiter zur Werktherapie, zur Anwendung verschiedener Materialien, Personalplanung, nonverbale Kommunikation und viele andere Themen. Gestaltet wird die Fortbildung von Ute Eschenbach und dem Ehepaar Pannen in der Zeit vom 27.April bis zum 02.Mai 2009. In der Zeit vom 06.03. – 16.03.2009 sind zwei Mitarbeiterinnen des Zentrums zur Hospitation in Deutschland. Es handelt sich um eine der stellvertretenden Leiterinnen, Nedialka Michailova und um die Erziehering Radka Stoinkova. Sie werden in dieser Zeit vom Ehepaar Pannen betreut, besuchen die Sonderschule der Lobetalarbeit in Celle und hospitieren in der Musiktherapie und in der Gruppe mit behinderten Jugendlichen.

Ein weiterer neuer Arbeitsbereich ist die Beschäftigungstherapie. Vor allem die Jugendlichen benötigen zum Verbrauch der körperlichen Energie praktische Beschäftigungen. Unser Mitarbeiter Krassimir Stamenov wurde von Johannes Pannen bei seinem letzten Besuch in die Arbeit eingeführt und macht jetzt die ersten Erfahrungen.

Inzwischen konnten wir auch den dringend benötigten Kleinbus in der Schulbusausführung zum Transport der Kinder gebraucht von der Stadt Hannover erwerben. Er wird nach dem Einbau von zwei Sitzbänken 13 Plätze haben und bei nächster Gelegenheit nach Gotse Delchev überführt.

2007

Nov 2007: Ein guter Start

Ein guter Start

November 2007
Nachdem wir bereits über eine beeindruckende Einweihungsfeier berichten konnten, gibt es nun wieder Erfreuliches zu melden. Am 1. November sind die ersten Kinder ins Zentrum eingezogen. Ein Tag, auf den viele mit  Kraft und Leidenschaft hingearbeitet haben. Ein Tag der Freude und der Dankbarkeit. Noch ist das Haus nicht voll belegt. Aber Schritt für Schritt wird die Arbeit ausgeweitet.

Pünktlich hat der bulgarische Staat die Gelder für den Betrieb ausgezahlt. Zwei Fahrzeuge wurden aus Deutschland gespendet und überführt. Ein Kleinbus mit Hebebühne wird noch gebraucht.

Es geht also so richtig los. Und die Mitarbeiter sind hoch motiviert. Vieles ist auch für sie neu. Vor allem auch für die leitenden Mitarbeiter. Gut, dass Johannes Pannen noch weit bis ins nächste Jahr hinein als Berater zur Verfügung steht.

Danke sei an dieser Stelle allen Betern und allen Spendern gesagt. Ihr Einsatz hat sich sichtbar gelohnt. Auch wenn noch etwa 300.000 € für den Bau aufgebracht werden müssen. Alle Beteiligten beten darum, dass bis Ende des Jahres zumindest ein Großteil des Betrages durch Spenden aufgebracht wird. Bitte helfen Sie mit. Spendenstichwort: „Zeichen der Liebe“

Besonders erfreulich ist auch der Betrag, den die Kinder in unserem Bund FeG bisher für diese Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche bis Anfang November aufgebracht haben: stolze 127.000,– €!

Sep 2007: Einweihung

Einweihung

September 2007
Es ist geschafft! Das Gebäude des Tagesförderzentrums „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien, ist erstellt und wurde am 8. September 2007 eingeweiht. Am Tag darauf war das Zentrum für die Öffentlichkeit zu besichtigen.

Der „Erste Spatenstich“ fand am 10 September 2005 statt – also fast genau vor 2 Jahren. Baubeginn war im November 2005. Und nun steht der sehr freundliche, helle Bau am Rande der Stadt Gotse Delchev bereit, behinderte Kinder und Jugendliche aufzunehmen.

Damals, beim ersten Spatenstich dabei, war die stellvertretende Sozialministerin Ivanka Hristova. Wiederum ließ sie es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten und dem Einweihungsgottesdienst teilzunehmen. In ihrem Grußwort betonte sie ausdrücklich, dass „Zeichen der Liebe“ ein einmaliges Projekt in ganz Bulgarien mit einem großen Vorbildcharakter ist.

Weitere eindrucksvolle Beiträge prägten diese Feier. So betonte Wilfried Lill, Mitglied des Vorstandes von „Zeichen der Liebe“, wie sehr gerade behinderte Kinder Fürsorge, Zuneigung und Förderung bedürfen, um trotz Behinderung die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Er selbst habe als Behinderter diese Förderung erhalten.

Auch die ständige Vertreterin der deutschen Botschaft in Sofia, Frau Steinacker, betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig solch soziales und diakonisches Engagement in Bulgarien sei. Vor allem auch der christliche Aspekt sei ganz wichtig in einem solchen Projekt.

Spätestens beim Grußwort von Johannes Pannen, der als Projektleiter in den vergangenen zwei Jahren viele Monate in Gotse Delchev gelebt hat, wurde ganz eindrücklich deutlich, für wen dieses Tagesförderzentrum denn gebaut wurde: für die behinderten Kinder der Region. „Es geht uns um Mädchen und Jungen, die aufgrund ihrer Behinderung schwierige Startvoraussetzungen für ihr Leben haben. Ihnen gilt die ganze, ungeteilte Aufmerksamkeit in diesem Zentrum“, erklärte Pannen. Damit folge die Auslandshilfe der Aussage von Jesus Christus: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Matth. 25, 40).“

Leider würden behinderte Menschen in Bulgarien „eher aufbewahrt, als gefördert.“ Aber gerade die Frühförderung sei es, was diese Kinder brauchen. Das Zentrum bietet eine Förderung vom ersten Monat bis zum 18. Lebensjahr.

Am 1. Oktober 2007 soll zunächst mit etwa 30 behinderten Kindern und Jugendlichen gestartet werden. Diese waren bislang in einer Einrichtung der Stadt Gotse Delchev untergebracht. Später sollen dann mehr als 100 behinderte Menschen die Einrichtung täglich besuchen.

Erfreulich ist, dass ca. ¾ der Investitionskosten in Höhe von € 1,3 Mill. bisher durch zweckgebundene Spenden aufgebracht worden sind. Allen Spendern an dieser Stelle ein herzliches .

Noch fehlen also Spenden zur kompletten Finanzierung. Auch wird das Projekt noch über längere Zeit von Spenden  mitgetragen werden müssen. Aber es hilft Kindern, die mit einer Behinderung, körperlich oder geistig, leben müssen. Es gibt ihnen Hoffnung. Dafür lohnt es sich zu geben.

Bilder der Einweihung

Jan 2007: Einweihung verschoben

Einweihung verschoben

Januar 2007
Das Gebäude des „Tagesförderzentrums Zeichen der Liebe“ in Goce Delchev/Bulgarien ist (fast) fertig. Einige Arbeiten im Haus und vor allem am Außengelände sind noch zu leisten. Außerdem muss das Haus noch möglichst mit Möbeln, Spielgeräten etc. aus Deutschland eingerichtet werden. An dieser Stelle einmal ein ganz dickes Dankeschön für die nun fast schon vier (!) LKW-Ladungen, die bereits gespendet wurden!

Besonders dankbar sind wir, dass sich Johannes und Renate Pannen bereit erklärt haben, auch über den 31. Mai 2007 hinaus für das Projekt „Zeichen der Liebe“ tätig zu sein. Dies ist auch dringend erforderlich, da die Inbetriebnahme und damit auch die Einweihung (ursprünglich für den 1.5.07 geplant) verschoben werden musste. Der Hauptgrund ist, dass die bulgarischen Behörden trotz diverser Zusagen immer noch kein grünes Licht für die Lizenzierung und die Finanzierung durch den bulg. Staat gegeben haben. Immer wieder werden neue Hürden aufgebaut. Das bedeutet immer neue Anträge, Verhandlungen etc. Würden wir Schmiergelder zahlen, wären wir längst weiter. Aber das kommt für uns nicht in Frage. Dennoch ist der Stiftungsvorstand gemeinsam mit dem Projektleiter Johannes Pannen zuversichtlich, dass bald alle Hürden überwunden sind.

Weil am 08. September 2007 ohnehin der „Tag der Hoffnung“ (Jahresfest Klinik) stattfindet, hat der Vorstand der Stiftung „Zeichen der Liebe“ beschlossen, an diesem Tag das neue Zentrum feierlich einzuweihen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Behörden ihre Zusagen einhalten und ein klares Finanzierungskonzept vorliegt.

Zunächst ist geplant, mit einer kleineren Gruppe von behinderten Kindern und Jugendlichen im Kindergarten und in der Schule zu beginnen. Ebenso soll auch die Frühförderstelle in zunächst kleinerem Umfang starten. Mit den dann gemachten Erfahrungen kann die Arbeit Stück für Stück ausgeweitet werden.

Die Spenden für den Bau des Zentrums sind sehr erfreulich. Dennoch sind wir weiterhin darauf angewiesen, dass sich Herzen und Portemonnaies öffnen. Bitte helfen Sie mit Ihren Spenden, dass der Bau möglichst bald bezahlt ist. Unterstützen Sie auch die Kindergruppen Ihrer Gemeinde, die sicher schon fleißig im Rahmen von „Kindern helfen Kindern“ für das Projekt spenden.

2006

Dez 2006: Der Stadtrat hat beschlossen

Die Straße, d.h. der Feldweg, an dem das neue „Förderzentrum Zeichen der Liebe“ in Goce Delchev errichtet worden ist, hatte bisher keinen Namen. Darum stellte vor Monaten der Stiftungsvorstand den Antrag, dieser Straße den Namen „Ulica Detska“ zu geben. Das bedeutet „Straße der Kinder“, genauer: die Straße, die den Kindern gehört. Nun hat der Stadtrat beschlossen: „Ulica Detska 1“. Die behinderten Kinder, die hoffentlich in Kürze einziehen werden, haben es verdient!

Okt 2006: Der Bau ist (fast) fertig!

Oktober 2006

Bis Ende des Jahres werden die Baumaßnahmen für die „Tagesförderstätte Zeichen der Liebe“ in Goce Delchev/Bulgarien abgeschlossen sein. Dann wird der Generalunternehmer das Gebäude übergeben. Was fehlt sind dann vor allem noch die gesamte Inneneinrichtung und große Teile der Außenanlagen.

Das war schon ein gewaltiger Kraftakt. Viele Mitarbeiter – allen voran Johannes Pannen als Projektleiter – sind bis an den Rand ihrer Belastbarkeit gegangen. Eine Baumaßnahme auf dem Balkan ist doch eben etwas anderes als etwa im hessischen Hinterland.

Da musste z.B. die gesamte Heizungsanlage mit dem LKW der Auslandshilfe nach Goce Delchev transportiert werden. Ein zweiter LKW brachte den riesigen Öltank aus Deutschland. Und dann der Einbau! Wo findet man qualifizierte ehrenamtliche Heizungsbauer? Am Schluss musste dann doch noch ein Experte aus Deutschland eingeflogen werden. Zusammen mit den äußerst engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Deutschland und einigen Bulgaren konnte die Heizung kurz vor dem Frost in Gang gesetzt werden. Und dann die Kleinkläranlage! Nicht zu schweigen von dem Wasseranschluss durch die Stadt! Wo findet man geeignete Nachwächter? Und, und, und…

Die Frage der Lizenzierung und der staatlichen Zuschüsse für den laufenden Betrieb sind ebenfalls noch große Herausforderungen. Und wenn das so einigermaßen geklärt ist, kommt die Frage der Mitarbeiter. Es bleibt noch viel zu tun. Und viel zu beten!

Man hört davon, dass in enorm vielen Kindergruppen sehr fleißig und mit viel Fantasie für das Projekt „Zeichen der Liebe“ gesammelt wird. Das ist Spitze!Die Aktion „Kinder helfen Kindern“ ist eine tolle Einrichtung. Nur weiter so!

Danke sagen wir an dieser Stelle allen Spendern! Und auch hier bleibt noch viel zu tun. Wenn auch Sie mithelfen möchten, dann überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das Konto der Auslandshilfe, Vermerk „Zeichen der Liebe“. Vielen Dank!

Jul 2006: Richtfest und „offene Baustelle“

Richtfest

Juli 2006

Es geht mächtig voran auf der Baustelle in Goce Delchev. Unser ehrenamtlicher Projektleiter Johannes Pannen arbeitet sehr gut mit dem Generalunternehmen und den Bauarbeitern vor Ort zusammen. Das Richtfest konnte am 05.07.2006 gefeiert werden (Bild). Seit einigen Wochen lebt Johannes Pannen – zeitweilig mit seiner Frau gemeinsam – in Goce Delchev. Das wird auch mit kürzen Unterbrechungen bis Mai 2007 so bleiben. Inzwischen hat Renate Pannen mit der Praktikantin Anne Schwalbe aus Magdeburg einige Familien mit behinderten Kindern besucht. Beide bestätigen nochmals, wie sehr dieses Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ gebraucht wird. Peter z.B. ist völlig verschüchtert und ängstlich. Renate Pannen und Anne Schwalbe haben ihn besucht.

Am 5. Juli 2006 wurde das Richtfest gefeiert ….
…. und am 09. September 2006 konnte die Bevölkerung die „offene Baustelle“ besichtigen.

2005

Sep 2005: Erster Spatenstich „Zeichen der Liebe“

Am 10. September 2005 wurde der erste Spatenstich für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ vollzogen. Mit vielen Luftballons, Gesängen, Grußworten und Gebeten auf dem Grundstück der künftigen „Tagesförderstätte Zeichen der Liebe“ für behinderte Kinder und Jugendliche.

Beteiligt waren auch Gotse Delchevs Bürgermeister Moskov und die stellvertretende Sozialministerin Bulgariens Ivanka Hristova.

Mehr zum 1. Spatenstich

2004 und früher

Nov 2004: Es tut sich was

November 2004

Schritt für Schritt geht es voran. Der Architekt samt Statiker arbeitet an den Bauplänen. Der Stiftungsvorstand hat am 13. November 2004 in Plovdiv getagt und wichtige Entscheidungen getroffen. Die Mühlen der Behörden in Goce Delchev und Blagoevgrad „mahlen“. Spenden gehen aus ganz Deutschland bei der Auslandshilfe ein. Die AG Kinder des Bundes FeG hat Mitte November in Erfurt beschlossen, dieses Projekt im Rahmen von „Kinder helfen Kindern“ ab Sommer 2005 für ca. zwei Jahre zu unterstützen. Gemeinden, Gruppen und Einzelpersonen fordern Power-Point-Präsentationen bei der Auslandshilfe an. Es tut sich was!

Inzwischen ist auch der Projektleiter Johannes Pannen, Celle, wieder auf dem Wege der Besserung. Ihn hatte im Oktober eine heimtückische Viruserkrankung mit nicht ganz leichten Folgen außer Gefecht gesetzt. Doch Gott sei Dank (!), er hat sich schon wieder gut erholt.

Trotz der leichten Verzögerungen sind wir zuversichtlich, dass im Frühsommer 2005 mit dem Bau begonnen werden kann. Voraussetzungen sind: die pünktliche Baugenehmigung und vor allem genügend Spenden als Sockel bei Baubeginn. Wenn Gott Ihnen dieses Projekt der „Tagesförderstätte für behinderte Kinder und Jugendliche“ in Goce Delchev/Bulgarien auf Ihr Herz legt, dann helfen Sie mit! Viele Eltern warten schon sehnsüchtig auf dieses Modell-Projekt, das es so in ganz Bulgarien (noch) nicht gibt.

Wir danken allen, die bisher bereits fleißig für dieses Projekt für behinderte Kinder und Jugendliche gebetet haben. Die Türen sind offen. Dank auch an alle, die in den letzten Wochen kleinere oder größere Beträge gespendet haben. Die gesamte Bausumme ist mit 660.000 € veranschlagt. Da alles nur aus Spenden finanziert werden kann, haben wir ein ehrgeiziges Ziel. Gesucht werden also viele Spender, denen Gott dieses Projekt auf’s Herz legt. Wenn auch Sie mithelfen möchten, überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto der Auslandshilfe: Spar- und Kreditbank eG, Witten, BLZ 452 604 75, Kto. 9 190 000, Vermerk „Zeichen der Liebe“

Jun 2004: Erste Schritte

In ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. Juni 2004 haben Bundesleitung und Finanzausschuss unseres Bundes FeG dem Konzept sowie dem Finanzierungsplan des Projektes „Tagesförderstätte Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien, zugestimmt.

Basis der Zusammenarbeit in der deutsch-bulgarischen Stiftung „Zeichen der Liebe“ ist eine Kooperationsvereinbarung des Bundes FeG Deutschland mit der „Union der Evangelisch kongregationalen Gemeinden in Bulgarien“.

Erste Schritte zur Verwirklichung des Projektes „Zeichen der Liebe“ sind inzwischen vollzogen:

  • Eine deutsch-bulgarische Stiftung „Zeichen der Liebe“ als Träger dieser Arbeit ist bereits gegründet und vom Gericht in Sofia eingetragen. Sie besteht aus Vertretern des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR und der Union der Evangelisch kongregationalen Gemeinden (= FeG) in Bulgarien.
  • Ein geeignetes Grundstück (ca. 7.200 m²) am Rande der Stadt Gotse Delchev ist gekauft worden.
  • Bundesleitung und Finanzausschuss des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland haben dem Projekt im Juni 2004 zugestimmt
  • Gespräche mit Behörden und Ministerien in Sofia über das Projekt und dessen Finanzierung haben stattgefunden. Von staatlicher Seite erhielten wir die Zusage, dass man sich an der Finanzierung der Personal- und Betriebskosten beteiligen wird. Für die Erstellung der Gebäude, die Einrichtung sowie einen Teil der laufenden Kosten muss die Stiftung jedoch selber aufkommen.
  • Nicht nur die Partnergemeinde in Bansko, sondern auch die Union der Evangelisch kongregationalen Gemeinden in Bulgarien unterstützen das Vorhaben.
  • DieVerhandliungen mit den Behörden verlaufen positiv.
  • Ein deutscher fachkundiger Architekt erarbeitet die Baupläne, die er dann gemeinsam mit einem bulgarischen Kollegen mit dem Bauantrag einreichen wird.
  • Der Projektleiter Johannes Pannen hat sich bereit erklärt, den Aufbau der Einrichtung vor Ort zu leiten.
  • Das Projekt ist mit ca. 660.000,- € veranschlagt. Wir gehen davon aus, dass spätestens imFrühsommer 2005 mit dem Bau begonnen werden kann. Mit Ihrer Spende helfen Sie mit, dass wir bald starten können.

Projektleiter

Als Projektleiter haben wir Herrn Johannes Pannen gewonnen. Vor seinem „aktiven“ Ruhestand war er viele Jahre in leitender Funktion der „Lobetalarbeit e.V.“ in Celle tätig, zuletzt als

  • Leiter des Heilpädagogischen Bereiches (450 Plätze)
  • Bereichsleiter der staatlich anerkannten Werkstätten für Behinderte und einer der stellvertretenden Leiter dieser Einrichtung für behinderte Menschen
  • Seminarleiter evangelikaler und heilpädagogischer Themen.

Seit einigen Jahren ist er Mitglied im Arbeitskreis der AUSLANDSHILFE.

Herr Pannen hat mit seiner Fachkompetenz das Gesamtkonzept von „Zeichen der Liebe“ erstellt. Er wird den äußeren und inneren Aufbau des Förderzentrums begleiten und dabei zeitweise auch vor Ort tätig sein. So ist gewährleistet, dass „Zeichen der Liebe“ wie schon die „Deutsche Klinik Zeichen der Hoffnung“ ein Musterprojekt für die Region und das Land sein wird.

Zeitplan

Erste Schritte zur Verwirklichung des Projektes „Zeichen der Liebe“ sind inzwischen vollzogen:

  • Sommer 2005: Bauplanung, Baugenehmigung durch örtliche Behörden
  • 10. September 2005: Erster Spatenstich auf dem Gelände und Baubeginn.
  • Ca. bis Ende 2006: Fertigstellung der Gebäude.
  • Ca. Anfang 2007: Beginn der Förderarbeit.

Von der fachlichen Seite her hat als Projektleiter Johannes Pannen die Konzeption für das Tagesförderzentrum entwickelt. Er wird während der Bauzeit und zu Beginn der Förderarbeit häufig in Goce Delchev sein, auf den Baufortschritt achten und bulgarische Mitarbeiter für das Projekt gewinnen.

Besuch bei Velina

„Velina wohnt mit ihren Eltern in Goce Delchev und ist 7 Jahre alt. Sie hat eine angeborene Augenkrankheit und kann deshalb nicht sehen. Für eine Operation ist sie leider noch zu jung, sagen die Ärzte. Außerdem spricht Velina nicht, obwohl sie alles versteht und sie kann auch nicht selbst essen.

Als Velina noch sehr klein war, war sie in einem Heim für Behinderte in Blagoevgrad, einer größeren Stadt. Dort hat man sich leider falsch und nicht genügend um sie gekümmert, deshalb hat sie auch ganz viele Dinge nicht gelernt. Seitdem wohnt sie wieder bei ihren Eltern. Sie geht nicht in die Schule oder in eine Kindergruppe – eigentlich ist sie immer zu Hause. Sie hat keine anderen Kinder als Freunde.

Als wir Velinas Vater von dem Tagesförderzentrum erzählten, hat der sich sehr gefreut und hofft jetzt, dass auch seine Tochter dorthin gehen kann, um an Therapien teilzunehmen, etwas zu lernen und Freunde zu finden.“