Einweihung „Zeichen der Liebe“

Es ist geschafft! Das Gebäude des Tagesförderzentrums „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien, ist erstellt und wurde am 8. September 2007 eingeweiht. Am Tag darauf war das Zentrum für die Öffentlichkeit zu besichtigen.

Es ist geschafft

Der „Erste Spatenstich“ fand am 10 September 2005 statt – also fast genau vor 2 Jahren. Baubeginn war im November 2005. Und nun steht der sehr freundliche, helle Bau am Rande der Stadt Gotse Delchev bereit, behinderte Kinder und Jugendliche aufzunehmen.

Damals, beim ersten Spatenstich dabei, war die stellvertretende Sozialministerin Ivanka Hristova. Wiederum ließ sie es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten und dem Einweihungsgottesdienst teilzunehmen. In ihrem Grußwort betonte sie ausdrücklich, dass „Zeichen der Liebe“ ein einmaliges Projekt in ganz Bulgarien mit einem großen Vorbildcharakter ist.

Weitere eindrucksvolle Beiträge prägten diese Feier. So betonte Wilfried Lill, Mitglied des Vorstandes von „Zeichen der Liebe“, wie sehr gerade behinderte Kinder Fürsorge, Zuneigung und Förderung bedürfen, um trotz Behinderung die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Er selbst habe als Behinderter diese Förderung erhalten.

Auch die ständige Vertreterin der deutschen Botschaft in Sofia, Frau Steinacker, betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig solch soziales und diakonisches Engagement in Bulgarien sei. Vor allem auch der christliche Aspekt sei ganz wichtig in einem solchen Projekt.

Spätestens beim Grußwort von Johannes Pannen, der als Projektleiter in den vergangenen zwei Jahren viele Monate in Gotse Delchev gelebt hat, wurde ganz eindrücklich deutlich, für wen dieses Tagesförderzentrum denn gebaut wurde: für die behinderten Kinder der Region. „Es geht uns um Mädchen und Jungen, die aufgrund ihrer Behinderung schwierige Startvoraussetzungen für ihr Leben haben. Ihnen gilt die ganze, ungeteilte Aufmerksamkeit in diesem Zentrum“, erklärte Pannen. Damit folge die Auslandshilfe der Aussage von Jesus Christus: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Matth. 25, 40).“

Leider würden behinderte Menschen in Bulgarien „eher aufbewahrt, als gefördert.“ Aber gerade die Frühförderung sei es, was diese Kinder brauchen. Das Zentrum bietet eine Förderung vom ersten Monat bis zum 18. Lebensjahr.

Am 1. Oktober 2007 soll zunächst mit etwa 30 behinderten Kindern und Jugendlichen gestartet werden. Diese waren bislang in einer Einrichtung der Stadt Gotse Delchev untergebracht. Später sollen dann mehr als 100 behinderte Menschen die Einrichtung täglich besuchen.

Erfreulich ist, dass ca. ¾ der Investitionskosten in Höhe von € 1,3 Mill. bisher durch zweckgebundene Spenden aufgebracht worden sind. Allen Spendern an dieser Stelle ein herzliches .

Noch fehlen also Spenden zur kompletten Finanzierung. Auch wird das Projekt noch über längere Zeit von Spenden mitgetragen werden müssen. Aber es hilft Kindern, die mit einer Behinderung, körperlich oder geistig, leben müssen. Es gibt ihnen Hoffnung. Dafür lohnt es sich zu geben.