Bansko

Evangelisch kongregationale Gemeinde in Bansko

Die Gemeinde wurde im Jahr 1868 von amerikanischen Missionaren des Congregationsbord in Carigrad gegründet. Sie waren von einheimischen Leuten eingeladen worden, die das Evangelium besser kennenlernen wollten. Der erste Missionar kam im Jahr 1857 und wurde sehr gut von der Gesellschaft angenommen. Das konnte man aber für seine nächsten Besuche nicht sagen. Die orthodoxen Christen ließen ihn nicht in die Stadt kommen. Deshalb war es nötig, dass die türkische Leitung ihn in die Stadt begleitete.

Zunächst trafen sich die Mitglieder in einem Cafe. Im Jahr 1871 war die erste offizielle Sitzung in der Gemeinde, wo auch der erste Pastor der Gemeinde gewählt wurde. Seitdem bis zum kommunistischen Regime im Jahr 1944 wuchs die Gemeinde. Im Jahr 1900 hatte sie 500 Mitglieder und über 20 Tochtergemeinden in Bulgarien und in der heutigen Republik Mazedonien.

Im Jahr 1912 wurde Bansko von der türkischen Herrschaft befreit und die Gemeinde entwickelte sich in eine neue Richtung. Der damalige Pastor begriff, dass die Intelligenz von Bansko eine Ressource ist, mit der man arbeiten muss und hier hatte er große Erfolge.

In den kommunistischen Zeiten gab es Rückschritte und bis 1988 trafen sich nur wenige Leute in der Gemeinde. Trotzdem schloss sie nie die Türen, auch nicht in diesen schwierigen Zeiten. Im Jahr 1990 gab es eine Wiederbelebung, die bis 1991 dauerte. Am Karfreitag waren über 300 Leute in der Gemeinde. Leider sind die meisten nur an dem Tag gekommen. Damit begann ein langsamer aber nachhaltiger Wachstumsprozess, der bis heute andauert. Heute hat die Gemeinde 78 Mitglieder und 130 Besucher. Zusätzlich hat die Gemeinde auch 40 Kinder.

Die Gemeinde hat eine Tochtergemeinde in Dobrinishte (ca 8 km südöstlich von Bansko). Dort wird auch ein Gebäude gebaut, welches wir hoffentlich bald nutzen können.

Heute hat die Gemeinde in Bansko zwei Pastoren. Es kommen Gruppen zusammen, um die Bibel kennenzulernen und um zu beten, manchmal sogar mehrere am Tag. Ziel der gemeinde ist es, dass die Gemeinde wächst, dass alle Mitglieder Jesus kennen und ihm von ganzem Herzen dienen.

Unser größter Bedarf ist jetzt der Gemeindebau in Dobrinishte. Die Gemeinde Bansko hat den größeren Beitrag für das Bauen geleistet, der andere Partner waren unsere Brüder und Schwestern aus der Gemeinde in Karlsruhe, Deutschland. Sie haben uns finanziell und mit vielen Gebeten unterstützt. Sie beten auch weiter für uns.

Die Gemeinde in Bansko arbeitet weiter und unsere Hoffnung ist, dass wir neue Leute einbeziehen – Freunde, Verwandte usw. Die Besucher der Gemeinde sind sehr unterschiedlich, Babys, kleine Kinder, Jugendliche, junge Leute, Erwachsene und wirklich alte Leute, die 80 und 90 Jahre alt sind. Gott hat jeden von ihnen gesegnet.

FeG Karlsruhe - Partnergemeinde von Bansko

Seit 2003 pflegen wir eine Gemeindepartnerschaft mit der Freien evangelischen Gemeinde in Bansko, Bulgarien. Der Kontakt kam durch unsere ausgesandten Gemeindemitglieder Gottfried und Johanna Müller zustande, die die Klinik „Zeichen der Hoffnung“ in Gotse Delchev leiten. Sie haben seit Anfang die Gemeinde in Bansko besucht und sind inzwischen dort auch Mitglied geworden. Die Gemeinde gehört zur „Union der kongregationalen Gemeinden“ in Bulgarien. Sie wurde 1868 gegründet und ist die älteste evangelische Gemeinde auf dem ganzen Balkan.

Die Partnerschaft zeigt sich im regelmäßigen Gebet füreinander und in gegenseitigen Besuchen. Geschwister aus unserer Gemeinde, die in Bansko waren, haben beeindruckt davon berichtet, mit welcher Treue – auch gerade im Gebet – die Christen in Bansko unter schwierigen Alltagsbedingungen mit Jesus leben und auch für uns beten. Ganz bestimmt können wir da von ihnen lernen und haben ihnen Vieles zu danken. Der Pastor der Gemeinde, Mitko Karlev, war schon mehrfach in der FeG Karlsruhe zu Besuch. Ihm liegt sehr daran, seine Gemeinde lebendig zu halten. Er hat aber nicht nur in seiner Gemeinde, sondern auch im bulgarischen Bund viel Verantwortung und Einfluss, und so ist es ein Vorrecht, ihm einige Gedanken und Anregungen aus unserer Gemeindearbeit vorleben und mitgeben zu dürfen. Ein Mitglied der Gemeindeleitung ist für die Kontakte nach Bansko zuständig; ein weiteres Gemeindemitglied sorgt im Rahmen unseres Gebetsbriefes für den Austausch und die Übersetzung der Gebetsanliegen.

Hier noch ein paar Details, wie wir unsere Partnerschaft leben:

  • monatlicher Austausch von Gebetsanliegen; im Karlsruher gemeinde-internen Gebetsbrief ist Bansko eine regelmäßige Rubrik, in Bansko werden die Karlsruher Anliegen ebenfalls schriftlich verteilt
  • regelmäßiges Gebet im Gottesdienst (etwa sechswöchig im Wechsel mit anderen Themen: ausgesandte Missionare, Kurzzeiteinsatz-Teilnehmer, Müllers, …)
  • gegenseitige Besuche:
    • Mitglieder des Leitungskreises von Bansko waren schon auf Karlsruher Gemeindefreizeiten eingeladen (kostenlose Teilnahme, aber eigene Anreise)
    • Pastor Mitko Karlev war schon mehrfach in Karlsruhe und hat auch schon mal hier gepredigt. Wir haben den Eindruck und die Hoffnung, dass Anregungen, die er mitnahm, auch über Bansko hinaus in Bulgarien wichtige Impulse geben konnten.

Es war uns von Anfang an wichtig, dass es sich um eine Partnerschaft auf Augenhöhe handelt und finanzielle Unterstützung nicht im Vordergrund stehen sollte. Hier haben Gottfried und Johanna Müller durch ihre Kenntnisse der beiden Welten natürlich viel geholfen.