Evangelisch kongregationale Gemeinde in Burgas

(Anfang 2011)

Die erste Evangelisch kongregationale Gemeinde in Burgas gehört zur Union der Evangelisch kongregationalen Gemeinden in Bulgarien. Burgas liegt am Schwarzen Meer und ist eine der großen maritimen, touristischen Urlaubsorte in Bulgarien. Die Stadt hat etwa 300.000 Einwohner, im Sommer während der Feriensaison erheblich mehr.

Geschichte

Die Geschichte der ersten Evangelisch kongregationalen Gemeinde beginnt im späten 19-ten Jahrhundert. Sie wurde 1881 gegründet. In 1917 erwarben zwei amerikanische Missionare für die Gläubigen ein zweistöckiges Gebäude, damit sie ihr eigenes Haus für die Anbetung und die Gottesdienste hatten.

Am 9. September 1944 übernahmen die Kommunisten die Gewalt in Bulgarien. Damit begannen schwere Zeiten für die Gläubigen. Nur einige Jahre nach der sowjetischen Machtübernahme, während der 50-iger Jahre des letzten Jahrhunderts, nahmen die Kommunisten den Pastor der Gemeinde in Burgas gefangen und internierten ihn an einen abgelegenen Ort. Dann vertrieben sie die Gläubigen und konfiszierten das Gemeindehaus.

Ohne Pastor und Gemeindehaus zerstreuten sich die Gläubigen. Einige wendeten sich der Pfingstgemeinde zu, weil dies zu dieser Zeit die einzige evangelikale Kirche war, die während der kommunistischen Herrschaft existieren durfte.

In 2001 war es dem jungen Pastor Radoslav Kiryakov möglich, die kongregationale Gemeinde in Burgas wieder aufleben zu lassen. Er begann mit etwa 15 Menschen. Nach fünf, sechs Jahren wuchs die Gemeinde. Ironischerweise nutzten sie für ihre Zusammenkünfte einen kleinen kommunistischen Party-Club, den sie 9 Jahre gemietet hatten.

1998 veranlasste die Union der Evangelisch Kongregationalen Gemeinden in Bulgarien ein Gerichtsverfahren, um die Besitztümer wieder zurückzuerhalten. Im Jahr 2009 (nach 12 Jahren) wurde das Gerichtsverfahren gewonnen und Immobilie kam ind das Eigentum der Gemeinde zurück. Mit den geringen Geldmitteln, die von kongregationalen Gläubigen gesammelt werden konnten, wurde zunächst das Erdgeschoss des Gebäudes renoviert. So wurde ein kleiner Versammlungsraum für Anbetungsgottesdienste geschaffen. Die Gottesdienste begannen dort an Ostern 2010. Nach mehr als einem halben Jahrhundert Exil und Wanderungen kehrten die kongregationalistischen Gläubigen von Burgas wieder zurück zu ihrem geistlichen Heim und Herd. Hier können wir nur sagen: Preist den HERRN – Gott, allmächtig und gerecht!

Aktuelles

Zurzeit (2011) hat die Gemeinde 20 Mitglieder, meist ältere Leute und Pensionäre. Für sie gibt es regelmäßige Gottesdienste jeden Sonntag. Pastor Kiryakov arbeitet aktiv daran, diese Gottesdienste auch für jüngere Menschen attraktiv zu manchen. Er unterhält auch einen geistlichen Internetdienst mit einer großen Besucherzahl. Beim christlichen Internet-Fernsehen betreibt er zwei Kanäle: Einer davon ist für Predigten; der andere nennt sich „Ein tagespolitischer christlicher Kommentar“. Hier diskutiert Pastor Kiryakov viele drückende Fragen der Bulgarischen Gesellschaft aus christlicher Sicht.

Es liegen in Zukunft noch viele Aufgaben vor der Gemeinde. Ausser der geistlichen Arbeit hat sie das Dach zu reparieren, den Zaun, die Fassade und die Vorderansicht des Gebäudes. Da wir keine Finanzmittel besitzen, bitten wir Gott um Unterstützung.

Die Gemeinde in Burgas ist die einzige kongregationale Gemeinde an der Küste des Schwarzen Meeres. Sie ist die am weitesten von der Hauptstadt Sofia entfernte kongregationale Gemeinde, wo sich der Hauptsitz der Union der evangelischen kongregationalen Gemeinden in Bulgarien befindet. All dies macht die Gemeinde in Burgas zu einer missionarischen Gemeinde und Station. Sie steht in einem großen Missionsfeld und ist zu einer unermüdlichen geistlichen Arbeit herausgefordert, um viele verlorenen Seelen zur Errettung durch den Herrn Jesus Christus zu führen.

Kontakt zu Pastor Radoslav Kiryakov:

E-Mail: rev_r_kiriakov@yahoo.com

Phones:
Home:   +359/56/50-93-35
Mobile: +359/888/25-58