Griechenland

Im Zuge der Krise in Griechenland ist die Gesundheitsversorgung der sozial schwächsten Mitglieder der griechischen Gesellschaft kaum zu gewährleisten. Es fehlt zum Beispiel an Materialien wie Medikamente, Pflegehilfsmittel, Medizintechnik usw. Die Maßnahmen zur wirtschaftlichen Konsolidierung des Landes führten für einen Großteil der Bevölkerung zu Verarmung und Unterversorgung bei Krankheit und allgemeiner Bedürftigkeit. Versicherungsbeiträge können oftmals nicht entrichtet werden. Somit bleiben Leistungen für beispielsweise alternde Menschen, Obdachlose, Suchtkranke und die große Zahl der Arbeitslosen aus.

Humanitäre Lage in Griechenland

Wie ist die humanitäre Lage der Menschen in Griechenland, auch unserer Geschwister? Haben wir Kontakt zu Partnern, vielleicht auch zu Freien evangelischen Gemeinden in Griechenland? Wie können wir helfen? Solche und ähnliche Fragen erreichen uns aktuell.

Ja, wir sind im Kontakt zu Freien evangelischen Gemeinden in Athen u. im Norden Griechenlands, in Drama, Kavala u. auf Thassos.

Bitte lest dazu [ hier ], was Giorgos und Magdaleni Papadakis aus der FeG Drama und auch Michaela und Markus von Oehsen von Schif e.V. schreiben. Und auch aus anderen zuverlässigen Quellen wissen wir, dass die humanitäre Lage mehr als bedrückend und zunehmend notvoll ist. Es gibt tatsächlich längst Lebensmittelknappheit. An den Tankstellen wird der Treibstoff knapp. Das Bargeld wird knapp. Viele Rentner haben keine Bankkarte und kein Konto. Das Rentenminimum liegt bei ca. € 360. Rentner bezahlen ihre Mieten und Nebenkosten vielfach noch in bar. Vor allem für Rentner und die zahlreichen Arbeitslosen wird es tatsächlich schwierig, sich nur die täglich notwendigen Nahrungsmittel zu beschaffen. Schon jetzt erbitten unsere Geschwister u. Partner ca. 1000 „Pakete zum Leben“ für die kommenden Monate.

Die Auslands- u. Katastrophenhilfe plant zurzeit zusätzliche humanitäre Hilfstransporte für Griechenland, vor allem „Pakete zum Leben“ u. Kleider. Daher erbitten wir hiermit Deine/ Eure finanzielle Unterstützung für zusätzliche Hilfstransporte, die nach dem Sommer gefahren werden müssen. Jeder Schwerlasttransport kostet die Auslandshilfe ca. 3.500 Euro. Natürlich ist es uns auch sehr willkommen, wenn Gemeinden „Pakete zum Leben“-Aktionen organisieren.

Eure Spenden für die Hilfstransporte erbitten wir auf das Konto der Katastrophenhilfe (siehe linke Spalte), Spenden-Stichwort: „Hilfstransporte Griechenland“.

Mobile Pflege Athen

Der Geschäftsführer des Wohn- und Altenpflegeheims Lois in Athen/Kifissia und Generaldirektor von Hellenic Scripture Union (Griechischer Bibellesebund), Sokrátis Anastassiádis, erkannte diese Entwicklung und beschloss zu handeln.

Nach eingehenden konzeptionellen Vorbereitungen mit fachlicher Unterstützung aus Deutschland startete „Mobile häusliche Pflege Athen“ im Februar 2016. Geleitet wird sie von Efi Linardou. Sie erzählt: „Anfänglich haben wir versucht, eine Grundlage zu legen, dass das Programm solide funktioniert. Aber die unmittelbaren Bedürfnisse klopften sehr bald an unsere Tür. Wir haben versucht, verschiedenen Anforderungen in den Häusern und Familien zu dienen. Nach nur kurzer Zeit nehmen fast 30 ältere Menschen das Programm in Anspruch. Alle unsere Klienten leiden unter der wirtschaftlichen Not. Leider sind zwei Drittel von ihnen nicht in der Lage, ihre monatlichen Gebühren zu zahlen. Deshalb dienen wir ihnen, ohne dass sie dafür bezahlen müssen. Und der Dienst weitet sich aus, weil der Bedarf groß ist.“

Siehe auch „Gemeindeunterstützung“

Weitere Hilfen für Griechenland

Darüber hinaus unterstützt die Katastrophenhilfe des Bundes FeG unsere Partner in ärmeren Regionen Griechenlands. Seit September 2015 organisieren wir zusätzliche Transporte mit humanitärer Hilfe, Paketen zum Leben, Kleidung und medizinischen Hilfsmitteln, nicht zuletzt auch für die Hilfe in Flüchtlingscamps.